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Straße des 17. Juni
10557 Berlin – Tiergarten

Um sicher zur Siegessäule zu gelangen, muss man einen etwa 100 Meter langen Tunnelgang zur Mitte des Großen Sterns durchqueren. Von den vier Torhäusern, an der Peripherie des Großen Sterns, führen Treppen mit 30 Stufen dort hinab und am Sockel der Siegessäule dann wieder nach oben. Eine Überquerung der Fahrspuren ist auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens nicht zu empfehlen.

Vom Eingang im Sockel führt eine enge Wendeltreppe mit 285 Stufen zur Aussichtsplattform in etwa 60 Metern Höhe. In den Treppenverlauf sind drei kleine Podeste integriert. Auf den dortigen schmalen Sitzgelegenheiten finden 1 bis 2 Personen Platz, um kurz zu verschnaufen.

Parkplätze sind in westlicher Richtung an der Straße des 17. Juni und in den angrenzenden Seitenstraßen am Großen Stern nur begrenzt vorhanden.

vom 1. April bis 31. Oktober
Montag bis Freitag 09:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Samstag und Sonntag 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
1. November bis 31. März
Montag bis Freitag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintrittspreise: 3,00 € pro Person, ermäßigt:2,50 € (Stand 6.2014)

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Verkehrsverbindungen:

Symbolbild S-Bahn
S5 Strausberg Nord – Potsdam Hauptbahnhof,
S7 Ahrensfelde – Potsdam Hauptbahnhof,
S9 Flughafen Berlin-Schönefeld – Spandau,
S75 Wartenberg – Spandau, Bahnhof Tiergarten

Von dort sind es etwa 850 Meter bis zum nächstgelegenen Eingang zum Tunnelgang unter dem Großen Stern.

Symbolbild U-Bahn
U9 Osloer Straße – Rathaus Steglitz, Bahnhof Hansaplatz.

Von dort sind es ca. 700 Meter bis zum nächstgelegenen Torhaus.

Symbolbild Bus
100 S + U-Bahnhof Zoologischer Garten – S + U-Bahnhof Alexanderplatz,
106 U-Bahnhof Seestraße – Schöneberg / Lindenhof,
187 U-Bahnhof Turmstraße – Lankwitz / Halbauer Weg, Haltestelle Großer Stern

Von dort sind es ca. 120 Meter bis zum nächstgelegenen Torhaus.

Die Siegessäule

Die Siegessäule ist auf Geheiß von Kaiser Wilhelm I. zur Erinnerung an die siegreichen preußischen Feldzüge gegen Dänemark, Österreich und Frankreich in den Jahren 1864 bis 1871, ursprünglich auf dem Königsplatz, heute Platz der Republik vor dem Reichstag, erbaut worden. Ihre Einweihung fand am 2. September 1873 statt. Die Siegessäule hatte den II. Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden. Dennoch sollte sie 1945 auf Bestreben der französischen Alliierten gesprengt werden. Dies fand jedoch bei den anderen Siegermächten keine Zustimmung. So ist ein Berliner Wahrzeichen erhalten geblieben.

In den Jahren 1938/39 wurde die Siegessäule an den Großen Stern, mitten auf der Straße des 17. Juni, im Tiergarten verschoben und gleichzeitig um 8 Meter erhöht. Auf ihrer Spitze steht die vergoldete Bronzeskulptur von Viktoria , der Siegesgöttin aus der römischen Mythologie.

Aus 60 Meter Höhe, auf der Aussichtsplattform zu Füßen der Viktoria , hat man dann einen traumhaften Blick auf den 203 Hektar großen Tiergarten und die umliegenden Berliner Sehenswürdigkeiten.

Blick über die Straße des 17. Juni, zum Brandenburger Tor und der Straße Unter den Linden. Im Hintergrund das Rote Rathaus und der Fernsehturm, dazwischen die Kuppel des Berliner Doms. Links davon das Hochhaus des Internationalen Handelszentrums und dahinter das Hotel “Park Inn” , das höchste Hotelgebäude der Stadt; ganz links der Reichstag, mit seiner markanten Glaskuppel.

Blick nach Süd-Osten, über den Tiergarten hin zum Potsdamer Platz. Rechts in Verlängerung der Große Sternallee der Debis-Tower mit seiner hellen beigen Fassade und dem weithin sichtbaren grünen Würfel auf dem Dach. Links davon das Kulturforum mit der Philharmonie. Dahinter das eigentliche Ensemble des Potsdamer Platzes , das Kollhoff-Hochhaus mit seiner einzigartigen dunkelroten Terracottafassade, der verglasten Bahn-Tower, die interessanten Dachkonstruktion des Sony-Centers mit seiner blau-grünen Stahl-Glas-Fassade und die zwei hellen Hochhäuser des Beisheim-Centers. Noch weiter nach links folgen u. a. das Hochhaus der Axel-Springer AG, die Wohnhochhäuser an der Leipziger Straße und die Fischerinsel.

Der Blick geht in Richtung Süden, nach Schöneberg, entlang der Hofjägerallee. Rechts im Vordergrund befinden sich die Häuser der nordischen Botschaften dahinter auf dem Klingelhöfer Dreieck diverse weitere Botschaften und das Konrad-Adenauer-Haus, die CDU-Parteizentrale. Die besondere Dacharchitektur des Gebäudes in Form eines Schiffsrumpfes hebt sich dabei deutlich ab. Über den Nollendorfplatz und den Winterfeldplatz geht der Blick weiter. Zentral im Hintergrund ragt der etwa 80 Meter hohe Gasometer unübersehbar aus der umliegenden Bebauung hervor.

Links im Vordergrund schließt sich das Haus der Konrad Adenauer Stiftung direkt an den Tiergarten an. Es folgt das chinesische Kulturzentrum und der Gebäudekomplex der KPMG AG. Dahinter links, am Lützowufer, ist die helle Fassade des Grand Hotel Esplanade – einem renomierten 5 Sterne Haus – nicht zu übersehen.

Entlang der Straße des 17. Juni geht der Blick durch den Tiergarten in Richtung Ernst-Reuter-Platz nach Charlottenburg im Westen der Stadt. Das Hochhaus auf der rechten Seite ist das “Telefunken-Haus” . Auf der gegenüberliegenden Seite stehen mehrere Bauten der Technischen Universität Berlin, dahinter ragt noch das Gebäude des SFB etwas hervor. Zentral im Hintergrund erhebt sich der Teufelsberg, mit den Resten der amerikanischen Abhöranlagen aus der Zeit des Kalten Krieges. Rechts davon erkennt man deutlich den Berliner Funkturm . Unter dem Teufelsberg, links vom Funkturm gelegen, befindet sich das Berliner Messegelände mit der Deutschlandhalle und das ICC .

Blick den Spreeweg entlang, nach Norden in Richtung Wedding/Gesundbrunnen. Im Vordergrund das Bundespräsidialamt, rechts dahinter das Schloss Bellevue , der Sitz des Bundespräsidenten. Am rechten Horizont ist der Berliner Hauptbahnhof gut zu erkennen. Links davon drehen sich die Kräne auf der Baustelle für die neue Zentrale des BND. Die Erhebung am Horizont ist die Humboldthöhe im Volkspark Humboldthain. Weiter links, genau in Verlängerung der Achse Siegessäule – Von Moltke-Denkmal – Bundespräsidialamt, erkennt man die Hauptgebäude des Schering Konzerns. Die rotgedeckten Ziegeldächer noch weiter links gehören zum Gebäudekomplex Kriminalgericht, Amtsgericht und JVA Moabit.

Die Siegessäule – der Baukörper, die Statue
Die Siegessäule steht auf einem achtstufigen Unterbau aus Naturstein. Darauf wiederum sitzt ein quadratischer Sockel aus poliertem, rotem Granit, mit einer Kantenlänge von 18,80 und eine Höhe von 7,20 Metern. Die vier Seitenwände des Sockels zieren 12 Meter breite Reliefdarstellungen. Die bronzenen Reliefs zeigen Szenen aus den drei Befreiungskriegen und den siegreichen Einzug der deutschen Truppen in Berlin 1871. Sie wurden von den Berliner Bildhauern Karl Kail, Moritz Schultz, Alexander Calandrelli und Albert Wolff geschaffen. Auf Verlangen der französischen Alliierten wurde die Reliefs 1945 entfernt und drei von ihnen nach Paris gebracht. Nach ihrer Restaurierung wurden sie anläßlich der 750-Jahr-Feier Berlins 1987, zusammen mit dem in Berlin verbliebenen Relief über den deutschen Krieg, bewusst in fragmentarischem Zustand wieder am Sockel der Siegessäule angebracht. Die Renovierung der Siegessäule war 1989 beendet.
Oberhalb des Sockels erhebt sich ein Umgang, dessen Decke auf 16 toskanischen Säulen, jede 4,70 Meter hoch, ruht. An der Innenwand erstreckt sich nahezu über die gesamte Höhe ein umlaufendes Glasmosaik, entworfen von dem Historienmaler Anton v. Werner, ausgeführt von Antonio Salviati (Venedig), im Jahr 1873. Es stellt die Geschichte des Deutschen Reiches von den Befreiungskriegen bis hin zur Kaiserproklamation dar.

Auf dem Umgang stehen vier (ursprünglich drei!) sich nach oben verjüngende Säulentrommeln aus Sandstein. Sie haben am Fuß einen Durchmesser von 6,70 Metern und münden in ein leicht ausladendes Kapitell mit acht Adlern und einer Lorbeergirlande. Kaiser Wilhelm I. hatte zur Bedingung gemacht, dass in den Bau der Säule Kriegsbeutestücke integriert werden mussten. Aus diesem Grund tragen die unteren drei Säulentrommeln außen in ihren Kannelüren vergoldete, erbeutete Geschützrohre aus den drei Befreiungskriegen. Die vierte Trommel wurde erst beim Umzug der Siegessäule an den Großen Stern 1938/39 aufgesetzt. Sie trägt deshalb keine Kanonenrohre sondern vergoldete Girlanden.

Auf der Spitze der Siegessäule thront in etwa 60 Metern über der Straße des 17. Juni die goldene Statue der Siegesgöttin Viktoria. Sie hat eine Höhe von 8,30 Metern und ein Gewicht von 35 Tonnen. Die von Friedrich Drake geschaffene geflügelte Bronzefigur trägt einen adlergeschmückten Helm, sie hält in der rechten Hand einen Lorbeerkranz und in der Linken ein Feldzeichen mit eisernem Kreuz. Im Berliner Volksmund wird sie liebevoll “Goldelse” genannt. Sie wurde 1954 wiederhergestellt und neu vergoldet, 1989 abschließend restauriert.

Wer vom Fuß der Goldelse die Straße des 17. Juni entlang in Richtung Osten blickt, kann dort ihr Pendant erkennen. Es ist ebenso die Göttin Viktoria, die auf dem Brandenburger Tor mit der Quadriga in Richtung Unter den Linden zu preschen scheint.

Im Inneren des Sockelgeschosses hat der Besucher Gelegenheit, sich nicht nur darüber zu informieren, was die Siegessäule über das deutsche Kaiserreich um 1870 erzählt, sondern kann auch Vergleiche zu anderen prägnanten europäischen Bauwerken wie dem Arc de Triomphe in Paris, der Nelsonsäule in London, dem Denkmal zu Victor Emanuel in Rom oder dem Hradschin in Prag ziehen.

Von Januar 2010 bis Mai 2011 wurde die Goldelse saniert.

Wegbeschreibung für Blinde und Sehbehinderte

• Zur Zeit nicht vorhanden

Wegbeschreibung für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte

• Zur Zeit nicht vorhanden

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