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Matthäikirchplatz
10785 Berlin-Tiergarten

Internat: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/kulturforum/home.html

Träger: 

Das Kulturforum gehört zum Verbund der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Barrierefreie Toiletten sind in vielen Einrichtungen vorhanden. Die Aufzüge sind voll zugänglich (Personal ansprechen). Ein separater Eingang mit Rampe für Rollstuhlfahrer ist vorhanden. Parkmöglichkeiten mit Behindertenparkplätze sind vorhanden. Auf dem Gelände der Philharmonie und der St. Matthäus Kirche stehen begrenzt Parkplätze zur Verfügung. Am Potsdamer Platz stehen mehrere Tausend Parkplätze den Autofahrern zur Verfügung in Untergeschossen und verschiedenen Parkhäusern. Die Parkhäuser sind vom ADAC empfohlen und verfügen über Behindertenparkplätze und Frauenparkplätze. Die Parkhäuser sind durchgehend geöffnet.

Zugangsbeschreibung zum Kulturforum allgemein

Im Allgemeinen kann man das Kulturforum als barrierefrei einstufen. In allen Objekten sind Aufzüge und Rampen vorhanden. Auch Rollstühle kann man sich ausleihen. Das Gelände vor dem Kulturforum sowie alle Rampen haben etwa eine Steigung von maximal sechs Prozent.

Besonders auf die viele Audio-Rundgänge ist hinzuweisen, wie zum Beispiel in der Gemäldegalerie oder der Neuen Nationalgalerie.

Die Hauptstraßen verfügen über taktile und akustische Ampelanlagen. Die Bordsteine sind an allen Hauptstraßen sowie auch an den Nebenstraßen abgesenkt, sodass es kein Problem darstellt, alle Ziele zu erreichen.

Alle Bahnhöfe am Potsdamer Platz sind barrierefrei. Ein direkter Übergang zwischen S- und U-Bahn ist nicht geplant. Die Busse fahren im Zehn-Minuten-Takt und sind barrierefrei. Achtung: Hinter den Bushaltestellen befindet sich ein Fahrradweg! Beim Ausstieg aus dem Bus sind die Bushaltestelle sowie die Säulen der BVG und das Halteschild zu beachten.

Verkehrsverbindungen:

Symbolbild Metrobus 
M29 Grunewald / Roseneck – U-Bahnhof Hermannplatz, Haltestelle Potsdamer Brücke

Symbolbild Metrobus
M41
Sonnenallee / Baumschulenstraße – S + U-Bahnhof Hauptbahnhof, Haltestelle Philharmonie

Symbolbild Metrobus
M48
Zehlendorf / Busseallee – S + U-Bahnhof Alexanderplatz,
M85 S-Bahnhof Lichterfelde-Süd – S + U-Bahnhof Hauptbahnhof, Haltestelle Kulturforum

Symbolbild Bus
200 S + U-Bahnhof Zoologischer Garten – Prenzlauer Berg / Michelangelostraße, Haltestelle Philharmonie

Kulturforum-Ensemble

Die Lage

Das Kulturforum erstreckt sich südlich vom Potsdamer Platz auf beiden Seiten der Potsdamer Straße und gehört zu den bedeutendsten Bauensembles West-Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Konzept des Bebauungsplans wurde in den Jahren 1959-1964 vom Architekten Hans Scharoun entworfen.

Es umfasste die Objekte Philharmonie, Kammermusiksaal, Staatsbibliothek, Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie. Ferner sind das Musikinstrumenten-Museum und das Kunstgewerbemuseum entstanden.

Geschichte des Tiergartenviertel

Noch bis Ende des 17. Jahrhunderts gehörte der Tiergarten zum Jagdrevier des Kurfürsten.
Erste Alleen wurden Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt, wobei die Restflächen der Landwirtschaft dienten.
1742 ist der Große Tiergarten zum Lustpark für die Öffentlichkeit umgestaltet worden.
Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Garten- und Landschaftsarchitekt Peter Lenné das Areal neu umgeplant.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand hier eine großbürgerliche Bebauung mit Stadt- bzw. Mietsvillen, die von höheren Beamten, Unternehmern, Künstlern und Wissenschaftlern bewohnt wurden. Von dieser Prachtbebauung sind heute nur die Parey-Villa und das Palais Gontard erhalten.

1846 wurde die St.-Matthäus-Kirche eingeweiht.

1888 wurde als erste Botschaft die Chinesische Botschaft in diesem Viertel gebaut. Danach folgten die Botschaften von Spanien, Italien und Schweden. Bis 1930 hatten hier 30 Botschaften ihren Standort.

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden anspruchsvolle Dienstleistungs- und Verwaltungsbauten errichtet.

In den Zeiten des Dritten Reichs übernahm der Architekt Albert Speer 1937, im Auftrag von Adolf Hitler, die Neugestaltung der Reichshauptstadt, der sogenannten Germania. Für diesen Zweck begannen 1938 im Bereich des heutigen Kulturforums die Abrissarbeiten. Das Projekt Germania konnte nicht realisiert werden.

Im Bombardement während des Krieges wurden das Tiergartenviertel und die St. Matthäus-Kirche zerstört.

Die St. Matthäus-Kirche wurde 1956-1969 nach dem Krieg als erste wieder aufgebaut.
1957-1958 fand für den Wiederaufbau Berlins der Wettbewerb „Hauptstadt Berlin“ statt.

Das westliche Teil des Tiergartenviertels wurde wie zuvor als Diplomatenviertel, der östliche für kulturelle Einrichtungen vorgesehen.

Kulturforum – Planung und Entstehung

Für die Raumplanung und zur Planung der kulturellen Einrichtungen wurde der Architekt Hans Scharoun beauftragt. Scharoun arbeitete mit dem Landschaftsarchitekten Hermann Mattern zusammen. Seine Idee war es, das Kulturforum zu schaffen, das ein Pendant zur Museumsinsel in Berlin Mitte sein sollte.

Als Erstes entstand die von Hans Scharoun entworfene Philharmonie, danach die “Galerie für das 20. Jahrhundert”, die heutige Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe. Dann folgte der Bau der Neuen Staatsbibliothek, ebenfalls nach dem Entwurf von Hans Scharoun. Gleichzeitig, um gute Verkehrsverhältnisse für das ganze Kulturforum zu schaffen, wurde die Potsdamer Straße auf den heutigen Verlauf verlegt.

Anfang der 80er Jahre entstanden der Kammermusiksaal der Philharmonie und das Musikinstrumenten-Museum von Edgar Wisniewski nach dem Entwurf des verstorbenen Architekten Hans Scharoun.

Im Jahre 1985 wurden das Kunstgewerbemuseum sowie das Kupferstichkabinett und die Kunstbibliothek eröffnet. Architekt war Rolf Gutbrod.
Seit dem Mauerfall liegt das Kulturforum nicht mehr am Stadtrand, sondern ist in das entstandene Potsdamer Platz-Quartier integriert.
Die Gemäldegalerie hat ihre Pforten 1998 geöffnet.

Die Piazzetta

Um die Piazzetta, die der zentrale Punkt des Kulturforums ist, gruppieren sich die Museen der Europäischen Kunst. Die mit sechs Prozent Gefälle angelegte große Fläche ist mit quadratischen Granitplatten verschiedener Farben versehen. Sie sind von Weiß bis Hellblau, von Grau bis Anthrazit und von Beige bis Braun in einem Zickzack-Muster verlegt.

Die Piazzetta ist über eine Freitreppe mit neun Stufen zugänglich. Auf der Mauer, beidseitig der Treppen, befinden sich aus Gusseisen gefertigte Inschriften, die den Weg weisen.
Links: KUPFERSTICHKABINETT und KUNSTBIBLIOTHEK.
Rechts: GEMÄLDEGALERIE

Umgebungsplan

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