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Mit Karl Friedrich Schinkel durch Berlin Mitte

 

Schlossplatz
10178 Berlin – Mitte

Hinweis

Wegen umfangreicher Bauarbeiten in den Straßen “Unter den Linden”, “Am Bebelplatz” und am “Schinkel Platz” wird empfohlen, sich diesen Rundgang für Zeiten aufzuheben, in denen er in aller Ruhe genossen werden kann.

Das voraussichtliche Ende der Baumaßnahmen ist noch nicht abzusehen.

Berlin – Mitte

Ankunft: Schlossplatz

Zielgruppe

Der Spaziergang ist vor allem gedacht für blinde und sehbehinderte Personen, die Interesse an Architektur, Kunst und Geschichte haben.

Für Rollstuhhlfahrer ist der Saziergang nicht geeignet.

Strecke

Der knapp 3,6 Kilometern lange Spaziergang der am Lustgarten anfängt führt über Boulevard Unter den Linden, Bebelplatz, Gendarmenmarkt und Schinkelplatz und endet am Lustgarten.

Thema

Es wird erzählt über die Geschichte und Architektur von Objekten, die vom Berliner Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel entworfen und erbaut worden sind.

Konzept

Um sich von der Umgebung und den Objekten ein besseres Bild machen zu können, hat die Strecke den Charakter eines Spaziergangs. Dabei werden die Objekte oft umlaufen, um ein Gefühl für die Größe der Bauwerke zu bekommen. Es werden mehrere Sitzgelegenheiten vorgeschlagen. Es werden nur Gebäude und Museen, bei denen kein Eintritt zu bezahlen ist, beschrieben.

Begriffe

Um einige architektonische Begriffe leichter verständlich zu machen, haben wir ein Verzeichnis der wichtigsten Begriffe mit Erklärungen erstellt und ans Ende der Beschreibungen gesetzt.

Verkehrsverbindungen:

Symbolbild Bus
100 S + U-Bahnhof Zoologischer Garten – S + U-Bahnhof Alexanderplatz,
200 S + U-Bahnhof Zoologischer Garten – Prenzlauer Berg / Michelangelostraße, Haltestelle Lustgarten

Symbolbild Bus
100 Richtung S + U-Bahnhof Zoologischer Garten,
200 Richtung S + U-Bahnhof Zoologischer Garten, Haltestelle Lustgarten

Nach dem Ausstieg vorne sechs Meter auf Asphalt geradeaus gehen. Es folgen zwei Stufen abwärts. Die Stufenkanten sind mit Betonbordstein weiß markiert, die zweite Stufe ist 170 Zentimeter breit.
Nun neun Meter auf Kleinsteinpflaster gehen, bis zum 50 Zentimeter Breiten Gehwegplattenband, das eine Begrenzung zwischen dem Kleinsteinpflaster und Mosaikpflaster bildet.
Standort: Hier beginnt der Lustgarten.
Jetzt 90 Grad rechts und etwa 50 Meter auf Kleinsteinpflaster den Gehwegplattenband rechter Hand folgend und bis zu dessen Ecke gehen. Dann 90 Grad links.

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Symbolbild Bus
100 Richtung S + U-Bahnhof Alexanderplatz,
200 Richtung Prenzlauer Berg / Michelangelostraße, Haltestelle Lustgarten

Nach dem Ausstieg vorne sechs Meter auf Asphalt geradeaus bis zu einem Bauzaun gehen und 90 Grad rechts. Dann etwa 50 Meter auf Asphalt, entlang des Bauzauns linker Hand, gehen. Dann 90 Grad rechts und sechs Meter zum Bordstein vorgehen. Es folgt die Überquerung der Fahrbahn Schloßplatz in zwei Phasen. Eine Ampelanlage ist vorhanden. Nach Überquerung sechs Meter auf Asphalt geradeaus gehen. Es folgen zwei Stufen abwärts. Die Stufenkanten sind mit Betonbordstein weiß markiert, die zweite Stufe ist einen Meter 70 breit.
Nun neun Meter auf Kleinsteinpflaster gehen, bis zu einem 50 Zentimeter Breiten Gehwegplattenband, das eine Begrenzung zwischen Kleinsteinpflaster und Mosaikpflaster bildet.
Standort: Hier beginnt der Lustgarten.
Jetzt 90 Grad rechts und acht Meter auf Kleinsteinpflaster dem Gehwegplattenband rechter Hand bis zu dessen Ecke folgen. Dann 90 Grad links.

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START!

Standort: Schloßplaz, vor dem Lustgarten

Karl Friedrich Schinkel

“In jedem Winkel steht ein Schinkel.” So lautet ein altes Sprichwort der Berliner.

Karl Friedrich Schinkel (1781 – 1841), ein preußischer Architekt, Baumeister, Stadtplaner und Maler, der den Klassizismus in Preußen entscheidend prägte. Er war der Meinung, dass:

“Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur
in ihrer konstruktiven Tätigkeit.”

“Die Baukunst fordert vor allem Ruhe.”

Der 1781 in Neuruppin geborene preußische Baumeister, Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner Karl Friedrich Schinkel war Preußischer Oberlandesbaudirektor, Baumeister und Innenarchitekt des königlichen Hauses König Friedrich Wilhelms III.

Den Beruf erlernte Schinkel beim Architekten David Gilly, mit dessen Sohn er die Firma “Privatgesellschaft junger Architekten” gründete. Sein Studium absolvierte er an der Berliner Bauakademie. Danach machte er eine zweijährige Studienreise durch Italien, wo er den Klassizismus als den ‘Stil der Revolution’ kennenlernte.

Im Laufe seines Leben hat er zahlreiche Bauwerke aller Art wie Kirchen, Paläste und Schlösser, Brücken und öffentliche Gebäude wie Museen, Schulen, Rathäuser, Konzerthäuser sowie weitere Bauwerke im ganzen preußischen Gebiet, aber auch in Belgien und Norwegen, errichtet. Um die staatlichen Bauprojekte zu überwachen, reiste er regelmäßig durch ganz Preußen.

Seine im klassizistischen Stil erbauten Bauwerke haben vor allem das Stadtbild der Berliner Mitte geprägt. Das sind: Lustgarten, Berliner Dom, Altes Museum, Schloßbrücke, Neue Wache, Maxim-Gorki-Theater, Konzerthaus, Friedrichswerdersche Kirche, Bauakademie. Weitere von ihm errichtete Bauwerke stehen außerhalb Berlin Mitte.

Wegbeschreibung zur Station 1 – Der Berliner Dom

Links befindet sich in den Sommermonaten eine Reihe von Blumenkästen aus Holz, die parallel zum Lustgarten verläuft.
Von hier etwa 35 Meter auf Mosaikpflaster geradeaus den Lustgarten linker Hand entlang gehen. Orientierung am Gehwegplattenband rechts und Blumenkästen und Blumenkübeln links. Danach 90 Grad rechts und vier Meter über Gehwegplattenband auf Kleinsteinpflaster bis zu einer Sitzbank vorgehen. Hier kann man verweilen. Unterwegs steht rechts ein Laternenmast.
Standort: Vorne erstreckt sich der Lustgarten, dessen Rasenflächen mit einer Grünflächenbegrenzung umrahmt sind. Dahinter befindet sich der Berliner Dom.

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Station 1 – Der Berliner Dom

Geschichte

Der erste Berliner Dom, eine im gotischen Stil erbaute mittelalterliche dreischiffige Backsteinkirche, befand sich zwischen den Jahren 1536 und 1747 südlich vom Berliner Schloss.
Am heutigen Standort des Doms wurde erst 1750 eine barocke Kirche eingeweiht.
Anfang der 19. Jahrhundert wurde diese Kirche von Karl Friedrich Schinkel im Stil des damals modischen Klassizismus umgestaltet.

Die auf dem Kreuz gebaute Basilika wurde über den Portikus mit zwei ionischen Säulen zugänglich. Über seitlichen Pylonen befanden sich zwei kleine Türmchen, die mit runden Helmen bedeckt wurden. Der zentrale Punkt des Portikus wurde von einem schlichten runden Turm mit Kuppel betont.

In die Seitenfassaden zwischen den hohen rechteckigen Fenstern wurden Pilaster aufgenommen. Die ganze Konstruktion wurde mit einem flach geneigten Dach abgedeckt, das hinter einer unscheinbaren Attika versteckt war.

Berliner Dom heute

1893 befahl Wilhelm II. den Abriss des von Schinkel umgestalteten und eher bescheidenen Alten Dom, um Platz für einen prunkvollen Neubau zu schaffen. Der Neue Berliner Dom wurde zwischen 1894 und 1905 unter Kaiser Wilhelm II. als Zentralbau im Stil einer durch den Barock beeinflussten italienischen Hochrenaissance als ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern errichtet.

Der aus dem Alten Dom stammende Altar aus weißem Marmor ist Teil der Inneneinrichtung des jetzigen Berliner Doms. Die Zwei, von Schinkel entworfenen gusseisernen Kandelaber und die ursprünglich bronzenen Chorschranken sind heute vollständig vergoldet.

Eine Säule aus dem Portikus des Alten Dom ist erhalten geblieben und wird auf dem Gelände der Technischen Universität Berlin aufbewahrt.

Wegbeschreibung zur Station 2 – Das Alte Museum

Nach einer Pause auf der Sitzbank geht es weiter: vier Meter auf Kleinsteinpflaster und Gehwegplattenband vorgehen und 90 Grad rechts. Von hier sechs Meter vor. Orientierung am Gehwegplattenband rechts und Blumenkübel links. Hier ist auf der linken Seite ein fünf Meter breiter Querweg des Lustgartens. Dann etwa 30 Meter weiter auf Mosaikpflaster entlang dem Gehwegplattenband rechter Hand und einer Reihe Blumenkübel links, geradeaus gehen. Unterwegs ein Laternenmast rechts.
Es folgt links ein zweiter fünf Meter breiter Querweg des Lustgartens. Jetzt noch etwa 25 Meter weiter geradeaus auf Mosaikpflaster weitergehen, Orientierung am Gehwegplattenband rechts und Blumenkübel links bis das Gehwegplattenband nach links abknickt. Hier 90 Grad links und noch zwei Meter vor. Links ist die Grünflächenbegrenzung, die hier 30 Zentimeter hoch ist. Gegenüber der Grünflächenbegrenzung, etwa 20 Meter entfernt steht das Gebäude des Alten Museums.
Die Grünflächenbegrenzung kann hier als eine Sitzgelegenheit genutzt werden.

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Station 2 – Das Alte Museum

Geschichte

Das Königliche Museum im Lustgarten, heute Altes Museum genannt, wurde von Karl Friedrich Schinkel im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III., in den Jahren 1825 bis 1830 errichtet und gehört zu den ersten eigenständigen Museumsbauten Europas.

Das Ziel war, Platz für die Kunstsammlungen des Königs zu schaffen, um diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Alte Museum beherbergt heute die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.

Bauwerk

Das älteste Bauwerk auf der Museumsinsel, das von Norden das Areal des Lustgartens schließt, gilt als ein Höhepunkt in Schinkels Schaffen und gehört zu den bedeutendsten des Klassizismus. Wegen des schlechten Baugrundes wurde es auf rund 3.000 Kiefernholz-pfählen errichtet, die 16 Meter tief in den Boden getrieben wurden.

Das auf einem Sockel gesetzte zweigeschossige Gebäude von 87 Metern Länge und 55 Metern Breite ist mit einem Flachdach gedeckt. In der Mitte der Gebäude befindet sich eine mit einer Kuppel bedeckte Rotunde, die dem Vorbild des Pantheon in Rom folgt.

Die Frontfassade wurde als offene Vorhalle mit 18 ionischen Säulen und zwei Eckpilastern in Monumentalordnung gestaltet. Die Rotundenkuppel ist mit einer kubischen Ummantelung auf dem Dach kaschiert und damit von außen nicht sichtbar. Oben befinden sich Figurengruppen, die die Dioskuren (Söhne des Zeus, Zwillingsbrüder Kastor und Pollux) darstellen.

Die Seitenwände des Museums sind mit Putzquaderung schlicht gehalten. Die zum Gebäude führende fast 30 Meter breite Freitreppe, besteht aus 21 Stufen, und ist mit Treppenwangen flankiert.

Statuen auf den Treppenwangen

Auf der linken Wange kämpft ein auf dem Ross sitzender Jüngling mit dem Speer gegen einen Löwen.
Auf der rechten Wange sieht man eine auf dem Pferd sitzende Amazone. Sie hält den Speer in gestreckter Hand, um sich vor dem attackierenden Panther zu wehren.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt etwa 15 Meter auf Kleinsteinpflaster geradeaus gehen, bis zu einem Metallzaun, der parallel zur Fassade des Alten Museums verläuft. Der Bereich zwischen dem Zaun und dem Museum ist mit dekorativen Hecken gesäumt. Dann 90 Grad links und etwa 25 Meter entlang des Zauns gehen. Eine Infosäule steht linker Hand auf dem Weg.
Danach drei Meter entlang der rechten Treppenwange weiter gehen. Auf der Treppenwange steht die zuvor erwähnte Skulptur der Amazone, die mit dem Panther kämpft. Danach 90 Grad rechts. Es folgt die Freitreppe aus 21 grauen Steinstufen aufwärts ohne Markierung, die zum Alten Museum führt. Orientierung an der Treppenwange und dem Handlauf aus Metall rechts. Oben angekommen zwei Meter vorgehen und 90 Grad rechts. Jetzt etwa 30 Meter den vier Meter breiten Säulengang entlang bis zur Wand gehen. Rechts befinden sich sechs ionische Säulen, die im Abstand von zwei Metern voneinander stehen. Hinter der vierten Säule, parallel zur Säulenreihe befinden sich zwei Infobanner, die zwischen Decke und Boden gespannt sind.
An der Wand angekommen 90 Grad links, zwei Meter vorgehen und 90 Grad links. Der Gang ist vier Meter breit. Jetzt etwa 30 Meter geradeaus gehen, Orientierung an der Wand rechts, bis eine große Wanne aus Granit im Weg steht.

Granitwanne

Diese, auf das zweite Jahrhundert nach Christus datierte Wanne stammt zusammen mit zwei anderen, die bis heute erhalten sind, vermutlich aus den im 6. Jahrhundert zerstörten Diokletiansthermen im antiken Rom. Dort wurde sie als Frigidarium genutzt. Anstelle der zerstörten Thermen baute Michelangelo im 16. Jahrhundert die Kirche Santa Maria ­degli ­Angeli e ­dei ­Martiri. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden die Granitwannen damals in die Villa ­Negroni in der Nähe von Rom verlegt.

1810 hat Caroline von Humboldt eine Wanne als Sarkophag für die verstorbene Königin Luise v. Preußen, Gemahlin des Königs Friedrich Wilhelm III. erworben. Als Sarkophage wurde sie nicht benutzt, stattdessen hat Friedrich Wilhelm III. 1816 die zweite Wanne für das zu gründende Museum (Altes Museum) dazu gekauft.
Ab der Eröffnung des Museums 1830 standen die beiden Wannen im Nordsaal. Um 1911 wurden sie in die Vorhalle beiderseits der Tür verlegt.

1936 wurden sie in den Pergamonkeller abtransportiert. Erst ab 1997 stehen sie wieder in der Säulenhalle des Alten Museums auf beiden Seiten des Eingangs.
Es existiert eine dritte erhaltene Wanne; diese befindet sich im ­Museo ­Pio ­Clementino im Vatikan.
Die ovalen Wannen mit schräg aufsteigenden Seiten und überkragendem Rand, sind aus Rosengranit gefertigt, der aus dem antiken Syene in Oberägypten (heute Assuan) stammt. Da die Originalfüße fehlten, wurde jede Wanne auf zwei Marmorklötzen aus Carrara-Marmor gestellt, die mit Löwenköpfen an den Enden beschmückt sind. Diese wurden vom Bildhauer Christian Daniel Rauch gefertigt. An der Vorderseite sind zwei in Relief aus dem Stein gemeißelte Ringe mit geschwungenen Ringhaltern. Die Halter sind mit Efeublatttaschen mit ovalen Tropfen beschmückt. Die Außenmaße betragen: in der Höhe 94 Zentimeter, Länge 326 Zentimeter und Breite 160 Zentimeter.

Säulengang

Jede Säule ruht auf einer 160 mal 160 Zentimetern großen Sandsteinplatte (Plinthe) und der Basis, die aus drei übereinander liegenden runden Kissen besteht. Die heißen Torus und Spira. Die Säulen haben einen Durchmesser von einem Meter und eine Höhe von etwa neun Metern. 

Sie sind mit 24 Kanneluren geschmückt und mit einen Volutenkapitell gekrönt. Unter dem Kapitell befindet sich ein Ring aus eiförmigen Perlen, ein sogenanntes Kymation. Die Kanneluren und Sockel (Basis) können Sie selbst tasten.

Frontwand des Alten Museums

Auf der Frontwand der Halle ist bis zur halben Höhe ein Band von zwei, übereinander liegenden Quadraten eingebracht, die rot marmoriert sind. Über denen befinden sich klassizistische Ornamente, sogenannte Mäander.

Wegbeschreibung zum Eingang

Jetzt die Badewanne rechter Hand umgehen und zurück zur Wand wenden. Unmittelbar danach an der Wand befindet sich ein Pilaster. Hier fängt der Eingangsbereich zum Museum an, der mit zwei Pilastern rechts und links des Eingangsbereichs und vier Säulen dazwischen betont ist. Die fünf Flächen zwischen den Säulen sind mit Glas gefüllt. Jetzt sechs Meter an den Pilastern und einer Säule vorbei gehen und 90 Grad rechts. Dann drei Meter bis zur offenen Tür vor gehen. Die Flügeltür aus Glas ist zu Öffnungszeiten in den Sommermonaten immer geöffnet. Von hier drei Meter geradeaus bis zur Bronzegittertür gehen.

Öffnungszeiten

Das Alte Museum ist  Dienstags, Mittwochs, Freitags, Samstags und Sonntags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und  Donnerstags von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr eröffnet.

Treppenhalle

Durch die Glastür kommt man in die Treppenhalle, wo sich eine parallel zur Fassade verlaufende zweiarmige Treppenanlage befindet. Die Fläche zwischen den Säulen ist mit einer Glaswand gefüllt. Gegenüber dem Eingang befindet sich, zentral im Gebäude platziert, eine Rotunde mit Kuppel. Sie wurde nach dem Vorbild vom Pantheon in Rom errichtet.
Die aus Bronze gefertigte, zweiflügelige Gittertür ist etwa fünf Meter hoch und mit Ornamenten gefüllt. Man sieht pflanzliche Motive, figurale Skulpturen, Tritone und Medaillons. Über Vorhalle und Treppenhalle befindet sich eine Kassettendecke.

Weihinschrift

Auf dem von 18 Säulen getragenen Gebälk der Halle, sitzt über jeder Säule ein Adler aus Sandstein. Die an der Front des Gebäudes angebrachte Weihinschrift besteht aus vergoldeten gusseisernen Antiqua-Buchstaben nach einem Schinkel Entwurf und lautet:

FRIDERICVS GVILHELMVS III. STVDIO ANTIQVITATIS OMNIGENAE ET ARTIVM LIBERALIVM MVSEVM CONSTITVIT MDCCCXXVIII

(“Friedrich Wilhelm III. hat dieses Museum für das Studium aller Arten Altertümer und der freien Künste gestiftet 1828”)

Wegbeschreibung zur Station 3 – Der Lustgarten

Jetzt von der Bronzetür 180 Grad wenden wieder drei Meter bis zur Glastür vorgehen. Hinter der Glastür zwei Meter geradeaus, dann 90 Grad rechts und zehn Meter bis zur zweiten Badewanne gehen diese rechter Hand umgehen und weiter etwa 30 Meter entlang der Wand bis zum Ende des Ganges gehen. Dann 90 Grad links zwei Meter vor und 90 Grad links. Von hier etwa 30 Meter entlang der sechs Säulen gehen.
Vor der ersten und zweiten Säule befinden sich zwei Infobanner, die zwischen Decke und Boden gespannt sind.
Dann 90 Grad rechts und einen Meter vor. Es folgt die Freitreppe abwärts mit 21 Stufen. Orientierung am Handlauf rechts. Auf dem Sockel rechts befindet sich der früher erwähnte, auf dem Ross sitzende, Jüngling, der mit Speer gegen einen Löwen kämpft. Unten angekommen etwa 15 Meter geradeaus auf Kleinsteinpflaster ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Grünflächenbegrenzung, die hier 30 Zentimeter hoch ist.
Die Grünflächenbegrenzung kann hier als eine Sitzgelegenheit genutzt werden.

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Station 3 – Der Lustgarten

Vorgeschichte

Schon Mitte des 15. Jahrhunderts, wurde das Areal des heutigen Lustgarten als Garten genutzt. Im 16. Jahrhundert entstand hier ein Küchengarten für das Schloss, der mit Kräutern und Obstbäumen bepflanzt wurde.

Nach den Verwüstungen in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, Mitte des 17. Jahrhunderts, ließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den Hofgarten nach dem Vorbild des niederländischen Gartens wieder herstellen.

Schon damals hat das Gelände den Namen Lustgarten erhalten. Der Entwurf dazu stammt vom Schlossbaumeister Johann Gregor Memhardt . Darin waren vorgesehen: ein Arboretum, Volieren, Hecken, Statuen, Skulpturen, Laubengänge, ein Lusthaus mit Wassergarten und Springbrunnen, eine Fontäne und Wasserspiele sowie ein Küchengarten, in dem auch exotische Pflanzen und Gewürze gezüchtet werden sollten. Das Projekt wurde aber nur teilweise realisiert.

Im Jahre 1650 entstand das in niederländischen Stil gebaute Lusthaus mit einer im Erdgeschoss eingebauten künstlichen Grotte. Zwei Jahre später wurde das Pomeranzenhaus errichtet. Dort wurden zum ersten Mal in Preußen aus Holland eingeführte Kartoffeln und Tomaten angepflanzt. Ein paar Jahre später musste die Orangerie der Fortifikation weichen. Damals entwickelte sich der Lustgarten zum ersten botanischen Garten Berlins und blieb über weitere 50 Jahre ein frei zugänglicher beliebter Treffpunkt der Berliner.

Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. ließ die seltenen Pflanzen, Statuen und künstlich gestalteten Blumenkübel aus dem Lustgarten in den Schlossgarten von Charlottenburg und Friedrichsfelde umsetzen, um Platz für einen Exerzierplatz zu schaffen.

Unter seinem Sohn und Nachfolger, Friedrich II. (genannt Friedrich der Große) wurde der barocke Berliner Dom gebaut. Um den unbepflanzten Platz wurden Kastanienalleen angelegt Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Platz weiterhin als Exerzierplatz genutzt.

1806, nach der Niederlage der preußischen Armee gegen die Franzosen in der Schlacht von Jena und Auerstedt, marschierte Napoléon Bonaparte in Berlin ein und seine Soldaten biwakierten auf dem Rasen des Lustgartens.

Schinkels Lustgarten

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts brach die Zeit der Aufklärung an und der Barock wurde durch den Klassizismus abgelöst. In Berlin regierte jetzt König Friedrich Wilhelm III. Sein Baumeister und Architekt wurde Karl Friedrich Schinkel.
Im Auftrag des Königs modernisierte Schinkel den Lustgarten im klassizistischen Stil. Das Bild rechts zeigt der Lustgarten in der Fassung Schinkels, um 1828.

1825 bis 1828 wurde nach seinen Plänen der Lustgarten vom preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné als Vorgarten des Alten Museum umgestaltet.
Die Platzfläche wurde in sechs Rasenfelder geteilt.

Granitschale

Auf den beiden nördlichen Feldern, vor der Freitreppe des Museums, wurde ein Halbrund ausgespart. Hier hatte Schinkel eine vom König bestellte Granitschale platziert, da sie auf Ihren ursprünglich vorgesehenen Platz in der Museums-Rotunde, wegen eines zu großen Durchmessers nicht mehr passte. 

Sie wurde von dem deutschen Steinmetz und Baumeister Christian Gottlieb Cantian nach Schinkels Entwurf mit Hilfe einer Schleifanlage in den Jahren 1827-1829 gefertigt.

Der Granit wurde mit Eisenkeilen und Steinspaltwerkzeugen aus einem riesigen Findling abgespalten. Der Findling, der Große Markgrafenstein, befand sich in der Nähe von Fürstenwalde/Spree und hatte ein Gewicht von etwa 750 Tonnen und ein Alter von 1.400 Millionen Jahren. Vor Ort wurde daraus eine etwa 75 Tonnen schwere Schale grob ausgeschlagen. Danach wurde die Schale mit Hilfe von Holzrollen zur Spree transportiert und mit einem Lastkahn bis nach Berlin gebracht. Der Transport dauerte sechs Wochen.

Die Schale mit ihrem Durchmesser von fast sieben Metern (22 Fuß) und ihrem Gewicht von 75 Tonnen wurde damals als Biedermeierweltwunder bezeichnet. Johann Wolfgang Goethe nannte sie “Granitbecken“, die Berliner gaben der Schale den Spitznamen “Suppenschüssel“.

Als Sockel dient ein rundes, zweistufiges Plateau aus poliertem Granit von elf Metern Durchmesser. Die Stufen sind etwa 15 Zentimeter hoch. Auf dem Umlauf befinden sich vier, ebenfalls zweistufige Sitz-oder Stehgelegenheiten. Die Schale hat vier massive Füße, ebenfalls aus Granit. In Wintermonaten ist die Schale mit einer Kupferhaube abgedeckt.

Wegbeschreibung zur Fontäne

Von der Sitzbank wieder aufstehen, sechs Meter vor, 90 Grad rechts und zehn Meter geradeaus gehen.
Standort: Vor der Lustgarten-Granitschale.
Jetzt etwa auf 25 Metern drei Viertel eines Kreises im Uhrzeigersinn die Granitschale rechter Hand umgehen. Danach 90 Grad links und sieben Meter geradeaus gehen.
Standort: Lustgarten, Mit dem Rücken zum Alten Museum, auf einem sechs Meter breiten Weg auf Mosaikpflaster entlang der Nord-Süd Achse des Lustgartens in Richtung Süden.
Hier 90 Grad rechts und zwei Meter bis zur Grünflächenbegrenzung gehen und 90 Grad links. Jetzt etwa 20 Meter geradeaus entlang der Begrenzung rechter Hand bis zu einer Wegkreuzung gehen. Nun fünf Meter über die Wegkreuzung gehen und von der nächsten Grünflächenbegrenzung etwa 15 Meter weiter bis zum Ende. Hier 90 Grad links, drei Meter vor, 90 Grad rechts und fünf Meter bis zum einem kleinen Kanalabflussgitter.
Standort: Vor der großen Lustgarten-Fontäne.
Links, am östlichen Rande des Lustgartens befindet sich in etwa 80 Meter Entfernung der Berliner Dom.

Fontäne

Auf der Achse Altes Museum und Schloss steht in der Mitte des Lustgartens, direkt dem Dom gegenüber eine 13 Meter hohe Fontäne. Sie wurde mit Hilfe einer Dampfmaschine, die auf dem Dach des Alten Museums angebracht war, mit Wasser versorgt. Das Wasser floss dann über einen abgedeckten Kanal in den Spreekanal ab.

Das runde Becken hat einen Durchmesser von 14 Metern und ist mit einem 50 Zentimeter breiten Band aus schwarz poliertem Granit umfasst. Im Becken befinden sich waagerecht liegenden Stäbe aus Beton, die miteinander eine flache Kaskade bilden. Die Wasserfontäne springt heute bis zu sieben Meter hoch.

Wegbeschreibung Richtung Lustgarten Portal

Jetzt auf etwa 40 Metern, drei Viertel eines Kreises im Uhrzeigersinn das Fontänenbecken rechter Hand umgehen. An dieser Stelle befindet sich eine steinerne Abflussplatte. Hier 90 Grad links und sechs Meter geradeaus gehen, wieder bis zur Ecke der Grünflächenbegrenzung. Jetzt weiter etwa 25 Meter auf Mosaikpflaster geradeaus auf einem vier Meter breiten Weg, der Grünflächenbegrenzung rechts entlang, bis zum Ende gehen.
Danach noch zehn Meter weiter geradeaus, bis eine zwei Meter breite Rampe abwärts aus Gehwegplatten anfängt. Rechts und links der Rampe befinden sich zwei Treppenstufen, die untere Stufe ist etwa 150 Zentimeter breit. Jetzt fünf Meter über diese Rampe runter gehen. Weiter etwa 30 Meter auf Sandweg geradeaus bis zum Metallgeländer entlang des Spree-Kanal gehen und 90 Grad links. Von hier zehn Meter entlang des Geländers vorgehen, bis man abfließendes Wasser plätschern hört. Im Winter ist die Fontäne außer Funktion.
Standort: Am Spreeufergeländer, direkt oberhalb der Stelle, wo das Fontänewassers in den Spree-Kanal fließt.

Lustgarten Portal

Diese Abflussstelle des Fontänewasser, das sogenannte Lustgarten Portal, ist mit zwei Delphinskulpturen geschmückt und immer noch in der Spree-Kanalmauer erkennbar.

Ufergeländer

Das Ufergeländer ist auf der Grundlage von historischen Vorbildern rekonstruiert. Die gusseisernen kannelierten rechteckige Pfosten von neun Zentimeter Durchmesser und 120 Zentimetern Höhe sind von oben mit einer Pfostenkappe versehen, die um 190 Zentimeter Achsmaß voneinander entfernt sind. Die vier horizontalen Rundstahl-Quergurte von zwei Zentimetern Durchmesser werden in der Mitte des Feldes durch einen vertikalen, drei Zentimeter breiten Flachstahl-Gurtverbinder gehalten.

Die Brüstungshöhe beträgt 106 Zentimeter. Alle Elemente haben eine anthrazitfarbene Metallbeschichtung.

Lustgarten nach Schinkels Tode bis heute

1840 fand hier nach dem Tod König Friedrich Wilhelm III. die Trauerfeier statt. Dadurch wurde der Lustgarten wieder zerstört. 1871 musste die Fontäne dem Reiterstandbild Friedrich Wilhelms III. weichen.

Das Areal wurde wieder neu gestaltet. Die Rasenfläche wurde durch Diagonalwege geteilt, die zu dem im Zentrum des Platzes stehenden Denkmal führten. In dieser Gestaltung ist die Dom Achse nicht berücksichtigt. Die südliche Lustgartengrenze wurde durch zwei kleine Fontänen flankiert.

In den Zeiten der Weimarer Republik diente der Platz vielfach politischen Kundgebungen und Demonstrationen.

Unter dem Nationalsozialismus wurde der ganze Platz gepflastert. Vor den Olympischen Sommerspielen 1936, am 1. August 1936 feierten in einer „Weihestunde“ 20.000 Hitlerjungen und 40.000 SA Männer hier den Abschluss des Olympisches Fackellaufs in Berlin.

Zu Zeiten der DDR wurde der Lustgarten in Marx-Engels-Platz umbenannt, und diente als Paradeplatz.

Die in den Kriegen beschädigten Kastanien wurden durch Linden ersetzt, die Pflasterung blieb. Das beschädigte Denkmal Friedrich Wilhelm III. wurde als Buntmetallschrott eingeschmolzen. Erst nach der deutschen Wiedervereinigung erhielt der Lustgarten seinen historischen Namen zurück und werde nach zweijähriger Bauzeit im Sinne des letzten Schinkels Entwurf von 1998 bis 1999 wiederhergestellt.

Wegbeschreibung zum Tastmodell der Museumsinsel

Jetzt 90 Grad rechts und etwa 130 Meter auf Sandboden mit Orientierung am Ufergeländer linker Hand den Spreekanal entlang bis zum Ende des Sandbodenwegs gehen.
Hinweis: Eventuell hängen hier Äste von den alten Platanen über den Weg.
Dann sieben Meter geradeaus auf kleinem Kleinsteinpflaster mit Orientierung am Ufergeländer und an den vier Metallpfählen des Geländers linker Hand gehen. Am viertem Metallpfahl 90 Grad rechts und sechs Meter geradeaus auf Kleinsteinpflaster bis zum Tastmodell der Museumsinsel Berlin gehen.

Tastmodell Museumsinsel Berlin

Hier befindet sich ein Tastmodell der Museumsinsel Berlin. Das Museumsinsel-Modell steht auf einem 75 Zentimeter hohen Betonsockel und ist 150 mal 70 Zentimeter groß. Es wurde im Maßstab 1:450 gefertigt und aus Bronze gegossen. Alle wichtigen Bauwerke, Gewässer, Straßen und Grünanlagen sind mit Normalschrift und mit Brailleschrift versehen und können ertastet werden. 

Die Museumsinsel ist die nördliche Spitze der Spree-Insel. Wie auch das Alte Museum und alle anderen Objekte wurde es wegen des schlechten Baugrundes auf Kiefernholzpfählen errichtet, die in den Boden getrieben wurden. Die heutige Anordnung stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, als Karl Friedrich Schinkel die Bebauungspläne für die Spreeinsel legte. Das Projekt sah neben den Museumsbauten die Anlage mehrerer Brücken und die Begradigung des Kupfergrabes vor. Im Süden befindet sich der Lustgarten. Er ist im Osten vom Berliner Dom, im Norden vom Alten Museum und im Westen vom Spree-Kanal eingeschlossen. Nördlich vom Alten Museum befinden sich das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Pergamonmuseum und weiter an der nördlichen Ecke das Bode-Museum.
Alle Objekten stehen unter Denkmalschutz und die gesamte Museumsinsel gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe.

Wegbeschreibung zur Station 4 – Die Neue Wache

Auf dieser Seite des Modells gibt es eine Beschreibung in Brailleschrift. Nach der Ertastung 90 Grad links und sechs Meter geradeaus bis zu einer steinernen Treppe aufwärts vorgehen. Acht Stufen mit Orientierung an der Treppenwange links hochgehen. Standort: Bodestraße, Links die Eiserne Brücke.
Oben angekommen dem steinernen Brückengeländer etwa 30 Meter auf wechselndem Untergrund bis zum Ende des Geländers folgen.
Standort: Bodestraße Ecke Am Zeughaus.
Jetzt fünf Meter vor und 90 Grad links in die Straße Am Zeughaus einbiegen. Ab hier Orientierung rechts an acht Baumscheiben in Abständen von fünf Metern etwa 65 Meter auf Gehwegplatten dem Weg Am Zeughaus folgen. Hinter der achten Baumscheibe 90 Grad rechts und etwa 15 Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit bis zu einer Hauswand gehen. Jetzt 90 Grad links und fünf Meter geradeaus bis zur Hausecke.
Standort: Am Zeughaus Ecke Hinter dem Zeughaus.
Nun 90 Grad rechts in die Straße Hinter dem Zeughaus einbiegen. Von hier etwa 90 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster mit Orientierung am Betonplattenband links bis zu den Gehwegplatten gehen. Nun zwei Meter auf Gehwegplatten und einen Meter auf dem Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante vorgehen.
Standort: Hinter dem Zeughaus Ecke Hinter dem Gießhaus
Es folgt die Überquerung der Straße Hinter dem Gießhaus auf sechs Metern. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der beidseitige Verkehr ist gering. Danach zwei Meter vor und 90 Grad links. Dann einen Meter bis zur abgesenkten Bordsteinkante vorgehen und die Straße Am Festungsgraben auf etwa 15 Metern ohne Ampelanlage überqueren. Jetzt etwa 60 Meter geradeaus auf den Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts die Straße Hinter dem Gießhaus folgen und dann 90 Grad rechts. Hier drei Meter vor, 90 Grad rechts und zwei Meter bis zu einer Sitzbank gehen. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: Boulevard Unter den Linden 4, rechts befindet sich die Neue Wache.

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Station 4 – Die Neue Wache

Ursprüngliche Funktion

Die Neue Wache wurde 1816-1818 erbaut. Sie ist Karl Friedrich Schinkels frühester Bau und zählt zu den Hauptwerken des deutschen Klassizismus. Sie wurde im Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. als Freiheitsdenkmal nach dem Sieg über Napoléon im Kastanienwäldchen errichtet. Ursprünglich diente sie als Wache für die 100 Mann starke “Königliche Garde“. 

Die inneren Räumlichkeiten wurden in Unterkünfte, Wachstube und Arrestzelle unterteilt, mit Fenstern in der Ziegelmauerwerkfassade. Die später zugemauerten Fensteröffnungen sind immer noch von außen zu erkennen. In ursprünglicher Form funktionierte die Wache bis zum 25. November 1918, als der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. abdankte und das Deutsche Kaiserreich fiel.

Von der Weimarer Republik bis heute

1929 wurde die Wache, nach dem Entwurf von Heinrich Tassenow, zu einem Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges umgestaltet. Sie umfasste einen einzigen Raum mit einer runden Öffnung im Dach, der mit Platten aus Muschelkalk verblendete Innenwände und in der Mitte einen Basaltquader hatte.

Nach heftigen Zerstörungen in Zweiten Weltkrieg wurde die Wache 1956 im Vorkriegszustand wieder aufgebaut und “Den Opfern von Militarismus und Gewaltherrschaft“ gewidmet. Seit dem 20. Jahrestag der DDR standen hier zwei Urnengräber mit der Asche eines unbekannten Soldaten und eines unbekannten Widerstandskämpfers. In einem Jenaer Glasblock brannte eine ewige Flamme. Die Dachöffnung wurde mit einer Glasfiberkuppel geschlossen.

Nach der Wiedervereinigung wurde die Neue Wache in ein Mahnmal für die “Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ umgewandelt. Die Glasfiberuppel wurde entfernt. Ander Stelle des Glasblocks steht nun eine knapp 150 Zentimeter große Bronzeplastik von Käthe Kollwitz: die Pietà (1937-1939 – Mutter mit totem Sohn).

Für die Besichtigung ist die Neue Wache ist täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr frei zugänglich.

Weiterführende Wegbeschreibung

Von der Bank aufgestanden, zwei Meter bis zu den Granitplatten vorgehen und 90 Grad rechts. Dann etwa 25 Meter auf Granitplatten mit Orientierung am Basaltpflasterstreifen geradeaus, bis zur Treppenkante einer dreistufigen Treppe. Auf dem Podest stehen sechs dorische Säulen, die zusammen mit dem Tympanon einen Portikus bilden.
Dann neun Meter entlang der Stufen rechter Hand vorgehen und 90 Grad rechts. Jetzt drei Stufen auf Steintreppe aufwärts gehen und sieben Meter bis zum offenen Gittertor vorgehen. Die Torflügel öffnen nach außen links und rechts. Jetzt durch die Toröffnung einen Meter vorgehen und dann zwei Stufen abwärts. Danach 90 Grad rechts und sechs Meter entlang der Treppe bis zu einer Betonsitzbank rechter Hand gehen. Eine Sitzgelegenheit.

Innenraum und Pietà

In der Frontwand der Halle befinden sich drei, etwa zwei Meter breite und drei Meter hohe Türöffnungen, die mit schlichten Toren aus Stahlstäben geschlossen sind. Die mittlere Öffnung dient als Eingang. Die Wände der etwa 20 mal 20 Meter großen Halle sind mit Muschelkalk verblendet, der Fußboden ist mit Pflasterstein aus Basalt verlegt.

Mittig in der Halle auf einer drei mal vier Meter großen Platte aus schwarzem poliertem Granit, befindet sich die vergrößerte Kopie einer Skulptur von Käthe Kollwitz, die sogenannte Pietà. Die etwa 150 Zentimeter große, aus Bronze geschaffene Skulptur ist die Darstellung einer trauenden Mutter, die den toten Sohn auf dem Schoß hält. Die Pietà ist durch Tageslicht über der Dachöffnung beleuchtet. Die Reliefinschrift auf der Vorderseite der Bronzeplatte lautet: “Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft”. Die Bronzetafel darf nicht betreten werden.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nach dem Aufstehen 90 Grad links. Sechs Meter geradeaus gehen, Orientierung am Treppenansatz links, 90 Grad rechts und vier Meter bis zur Platte aus schwarzem poliertem Granit, wo sich die Pieta befindet, vorgehen. Der Plattenbereich darf nicht betretet werden.
Im vorderen Bereich der Platte auf dem Fußboden ist eine Inschrift zu ertasten. Sie lautet:
“Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft”.
Von hier 90 Grad rechts und etwa acht Meter auf Basaltsteinen bis zur Seitenwand gehen. Der Muschelkalkputz dort lässt sich ertasten. Vor der Wand 90 Grad links und (je nachdem, wo sie sich befinden) 14 bis 16 Meter entlang der Wand rechts, bis zur hinteren Wand gehen und 90 Grad links. Dann etwa 18 Meter der Wand rechter Hand folgen, bis zur zweiten Seitenwand und 90 Grad links. Jetzt etwa 18 Meter bis zur Frontwand gehen, Orientierung an der Seitenwand rechts. Hier 90 Grad links und neun Meter entlang der Betonsitzbank und Treppenansatz rechter Hand, gehen und 90 Grad rechts
Standort: Sie stehen vor zwei Stufen zum Ausgangstor.
Hier zwei Stufen aufwärts gehen, zwei Meter durch die Toröffnung vor und 90 Grad links. Dann einen Meter vorgehen, 90 Grad links und einen Meter bis zur Wand vorgehen.
Standort: Rechts vom Eingang. Vor Ihnen die Bronzetafel mit den Erklärungen zum Sinn der Neuen Wache in Relieffschrift.
Die Tafel die sich links vom Eingang befindet erinnert an die Geschichte der Neuen Wache.

Bronzetafel rechts vom Eingang

Die Bronzetafel die sich rechts vom Eingang befindet, beinhaltet die  Erklärungen zum Sinn der Neuen Wache in Relieffschrift, der lautet:

DIE NEUE WACHE IST DER ORT DER ERINNERUNG UND DES GEDENKENS
AN DIE OPFER VON KRIEG UND GEWALTHERRSCHAFT.

WIR GEDENKEN DER VÖLKER, DIE DURCH KRIEG GELITTEN HABEN.
WIR GEDENKEN IHRER BÜRGER, DIE VERFOLGT WURDEN UND IHR LEBEN VERLOREN.
WIR GEDENKEN DER GEFALLENEN DER WELTKRIEGE. WIR GEDENKEN DER UNSCHULDIGEN, DIE DURCH KRIEG UND FOLGEN DES KRIEGES IN DER HEIMAT, DIE IN GEFANGENSCHAFT UND BEI DER VERTREIBUNG UMS LEBEN GEKOMMEN SIND.

WIR GEDENKEN DER MILLIONEN ERMORDETER JUDEN. WIR GEDENKEN DER ERMORDETEN SINTI UND ROMA. WIR GEDENKEN ALLER, DIE UMGEBRACHT WURDEN WEGEN IHRER ABSTAMMUNG, IHRER HOMOSEXUALITÄT ODER WEGEN KRANKHEIT UND SCHWÄCHE. WIR GEDENKEN ALLER ERMORDETEN, DEREN RECHT AUF LEBEN GELEUGNET WURDE.

WIR GEDENKEN DER MENSCHEN, DIE STERBEN MUSSTEN UM IHRER RELIGIÖSEN ODER
POLITISCHEN ÜBERZEUGUNG WILLEN. WIR GEDENKEN ALLER, DIE OPFER DER GEWALTHERRSCHAFT WURDEN UND UNSCHULDIG DEN TOD FANDEN.

WIR GEDENKEN DER FRAUEN UND MÄNNER, DIE IM WIDERSTAND GEGEN DIE GEWALTHERRSCHAFT IHR LEBEN OPFERTEN. WIR EHREN ALLE, DIE EHER DEN TOD HINNAHMEN,
ALS IHR GEWISSEN ZU BEUGEN.

WIR GEDENKEN ALLER FRAUEN UND MÄNNER, DIE VERFOLGT UND ERMORDET WURDEN,
WEIL SIE SICH TOTALITÄRER DIKTATUR NACH 1945  WIDERSETZT HABEN.

Die Tafel die sich links vom Eingang befindet erinnert an die Geschichte der Neuen Wache.

Vorplatz

Bis zum Jahr 1950 befanden sich auf dem Vorplatz der Neue Wache zwei Denkmäler, die der Bildhauer Christian Daniel Rauch gefertigt hat. Eines ist das Denkmal des Generals Scharnhorst, das andere das Denkmal des Generals Bülow. Die beiden Sockel wurden von Karl Friedrich Schinkel entworfen.

Heute befinden sich die beiden gegenüber der Neuen Wache im Prinzessinnengarten und stehen unter Denkmalschutz. die beide Denkmäle befinden sich heute in den Prinzessinnenpalaisgarten.

Gerhard Johann David von Scharnhorst war ein preußischer General, der zwischen 1755 und 1813 lebte. Er gilt als Vorbild der Militärreformer der Zeit der Befreiungskriege.
Friedrich Wilhelm Freiherr von Bülow, Graf von Dennewitz lebte zwischen 1755 und 1816 und war ein preußischer Offizier, der nie eine Schlacht verloren hat. Er gilt als Held des Befreiungskriegs und Retter Berlins.

Weiterführende Wegbeschreibung 

Vor der Tafel stehend 90 Grad links, zehn Meter entlang der Frontwand der Neuen Wache rechter Hand bis zur Ecke gehen, 90 Grad links und vier Meter bis zum Ende der Wand rechts, gehen. Dann 90 Grad rechts. Es folgt die Treppe abwärts mit drei Stufen.
Standort: linke Ecke des Gebäudefrontons.

Architektur

Von außen betrachtet, ist die Neue Wache bis heute, mit Ausnahme den zugemauerten Fensteröffnungen, in Schinkels Sinne geblieben. Der kleine Baukörper von 24 mal 24 Meter Grundrissfläche ist einem römischen Castrum nachgebaut (Ein Castrum ist das römische Militärlager) mit vier massiven Ecktürmen aus Sandstein und dem inneren Hof. Der römische Wehrbau ist durch den dorischen Portikus ergänzt mit ebenfalls sechs dorischen Säulen aus Sandstein in der vorderen und vier in der hinteren Reihe, wobei zwei äußere durch Pilaster ersetzt sind. Die Säulen haben einen Durchmesser von einem Meter. In den Fries sind nach Modellen Gottfried Schadows, zehn frei-plastische, in Zink gegossene Viktorien gesetzt. Im Tympanon, dem dreieckigen Giebel über dem Gebälk ist die nach Schinkels Entwurf dargestellte Siegesgöttin Viktoria zu sehen, die einen Kampf entscheidet.
Das Gebäude ist auf einen ein Meter hohen Sockel aus Sandstein gesetzt. Die Seitenwände oberhalb des Sockels sind aus rotem Backstein. Zugemauerte Fenster sind zu erkennen.
Die ebenfalls aus roten Backstein gemauerte hintere Wand ist mit sechs Pilastern aus Sandstein untergliedert. Mittig befindet sich eine massive Holztür, die von innen zugemauert ist.

Die Neue Wache steht unter Denkmalschutz.

Wegbeschreibung zur Station 5 – Das Maxim-Gorki-Theater

Von hier drei Meter entlang der Pylone rechter Hand gehen. Dann 90 Grad rechts und etwa 25 Meter auf Mosaikpflaster entlang der Außenwand der Neuen Wache bis zum Ende. Hier kann man den ein Meter sechzig hohen Sandsteinsockel und oberhalb die Backsteinwand mit den zugemauerten Fenstern erkennen.
An der Ecke angekommen noch mal 90 Grad rechts und etwa 25 Meter der hinteren Wand des Gebäudes folgen. Die sechs Pilaster aus Sandstein und die mittig gesetzte Holztür sind hier zu ertasten. Vom Ende des Gebäudes noch drei Meter bis zum Basaltkopfsteinpflaster vorgehen. Dann 90 Grad links und etwa 30 Meter geradeaus auf Basaltkopfsteinpflaster mit Orientierung an zwei Streifen Gehwegplatten rechts und links bis Mosaikpflaster beginnt. Jetzt noch drei Meter weiter vor bis zu den Gehwegplatten.Dann 90 Grad links.
Standort: Bürgersteig Am Festungsgraben.
Von hier 40 Meter auf Gehwegplatten geradeaus gehen, Orientierung am Mosaikpflaster links. Am Ende der Strecke sind fünf Metallpoller. Hinter dem letzten Metallpoller 90 Grad rechts und etwa 55 Meter auf Gehwegplatten geradeaus gehen mit Orientierung an einer Reihe von Metallpollern und Mosaikpflaster rechts bis zum Ende der Gehwegplatten.
Standort: Vor dem Maxim-Gorki-Theater. Hier 90 Grad links und fünf Meter geradeaus bis zu einer Bank rechts. Hier kann man verweilen.

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Station 5 – Das Maxim-Gorki-Theater

Geschichte

Hinter dem Kastanienwäldchen, etwa 100 Meter Luftlinie von der Neuen Wache entfernt befindet sich das Maxim-Gorki-Theater. Das nach dem russisch-sowjetischen Schriftsteller Maxim Gorki benannte Theater ist mit 400 Plätzen das kleinste Staatstheater Berlins.

Das Gebäude wurde ursprünglich für die Chorvereinigung der Sing-Akademie zu Berlin errichtet und war, das erste Konzerthaus in Berlin. Das Theater wurde 1952 gegründet und hat seitdem hier seinen Sitz.

Schinkelsche Vorstadtkirchen

In der 30er Jahren des 18. Jahrhunderts wurden von Karl Friedrich Schinkel in nördlichen Vorortgebieten Berlins vier klassizistischen Kirchengebäude entworfen und erbaut. Alle vier Bauten wurden identisch auf einem rechteckigen Grundriss als Saalbau errichtet. Äußerlich unterscheiden sie sich durch ihre Fensterformen. Darüber hinaus sind die St.-Elisabeth-Kirche und die St.-Paulus-Kirche verputzt, wohingegen die Alte Nazareth-Kirche und die St.-Johannis-Kirche in roten Backstein gebaut wurden.

Von links nach rechts:

• St.-Elisabeth-Kirche in Invalidenstraße 3, Berlin-Mitte
• St.-Johannis-Kirche in Alt-Moabit, Berlin-Moabit
• Alte Nazaret-Kirche am Leopoldplatz in Berlin-Wedding
• St.-Paulus-Kirche in Badstraße, Berlin-Gesundbrunnen

alle Baujahr 1835.

Architektur

Gebaut wurde es im klassizistischen Stil von dem, von Karl Friedrich Schinkel ausgebildeten, Hofbaumeister Carl Theodor Ottmer, in Jahren 1825 bis 1827. Dem Bau lagen Pläne von Schinkel zugrunde.

Von außen betrachtet, ähnlich das Gebäude dem Maxim-Gorki-Theater der Pauluskirche in Gesundbrunnen. Es ist ein Rechteckbau mit einer tempelähnlichen, etwa 18 Metern breite Front-Fassade, die durch vier kannelierte korinthische Kolossalpilaster in drei Teile gegliedert ist.

Das Gebälk über dem Pilaster umfasst von vier Seiten das Gebäude. Die Frontfassade ist mit einem Tympanon gekrönt. Die drei Felder zwischen den Kapitellen sind in Form von Reliefs, je zwei geflügelten Löwen und einer Lyra, dargestellt.

Zwischen den Kolossalpilastern befinden sich drei Portale, je mit zwei Pilastern und Gebälk umfasst. Das Gebäude ist über eine Freitreppe mit vier Stufen zugänglich, die sich auf dem gesamte Fassadenbreite erstrecken.

In der etwa 45 Meter lange Seitenfassade befinden sich im Erdgeschoss acht rechteckige Fenster, im Obergeschoss sind die Fenster wegen Anpassung an die neue Theaterfunktion zugemauert. Die hintere Fassade ist mit der Frontfassade fast identisch.

Wegbeschreibung zur Gedenktafel am Maxim-Gorki-Theater

Jetzt von der Bank aufstehen, 90 Grad links und fünf Meter bis zu den Gehwegplatten vorgehen.
Standort: vor der Gedenktafel

Gedenktafel

Eine Messingtafel, die 70 Zentimeter mal 100 Zentimeter groß ist, befindet sich auf der Oberfläche der linken Treppenwange und ist etwa 30 Grad geneigt.

Die Reliefinschrift lautet:

Nach der Märzrevolution von 1848 tagte im Gebäude der Singakademie vom 22.Mai bis in den September 1848 die erstmals aus allgemeinen Wahlen hervorgegangene Preußische Nationalversammlung.
Sie sollte eine Verfassung für das Königreich Preußen ausarbeiten.
Von der Singakademie siedelte die Versammlung in das Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt über,
bis die Regierung am 9.November ihre Ausweisung in die Stadt Brandenburg verfügte.
Am 10.November 1848 traf General von Wrangel mit seinen Truppen in Berlin ein und verlieh dieser Forderung ultimativ Nachdruck.
Am 5.Dezember löste eine königliche Order die Nationalversammlung auf.
Die von ihr erarbeitete demokratische Verfassung wurde vom König zwar abgelehnt,
aber viele grundlegende Artikel fanden Eingang in die revidierte Verfassung von 1850,
die in Preußen bis 1918 galt.

Berlin, 18.März 1998

Wegbeschreibung zum Eingang

Die Treppenwange linker Hand umgehen. Es folgt die Freitreppe aufwärts. Auf beiden Treppenwangen steht eine Schinkel-Doppellaterne. Jetzt vier Stufen aufwärts gehen, Orientierung an der linken Treppenwange. Danach eineinhalb Meter bis zum Pilaster vor, 90 Grad rechts, zwei Meter vor und 90 Grad links.
Standort: Linke Theatereingangstür.
90 Grad rechts und fünf Meter vor bis zur mittleren Eingangstür. Nach weiteren fünf Metern erreicht man die rechte Theatereingangstür. Hier 90 Grad rechts und einen Meter vor. Jetzt die vier Stufen abwärts gehen mit Orientierung an der Treppenwange links, um das Maxim-Gorki-Theater zu verlassen.

Wegbeschreibung zur Station 6 – Der Bebelplatz

Nach der letzten Stufe einen Meter vor und 90 Grad rechts. Jetzt etwa 15 Meter auf Gehwegplatten geradeaus, mit Orientierung an der rechten Treppenstufenkante, bis zu einem Metallpoller gehen. Hinter dem Metallpoller 90 Grad links. Danach etwa 55 Meter auf Gehwegplatten geradeaus bis zum Mosaikpflaster und Gehwegplatten gehen, Orientierung am Mosaikpflaster und Metallpoller links. Dann 90 Grad rechts und etwa 15 Meter auf Gehwegplatten, bis deren Ecke vorgehen, Orientierung am Mosaikpflaster links und rechts. Hier 90 Grad links und etwa 70 Meter auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster links und rechts entlang des Kastanienwäldchens gehen bis zu Metallpollern, die rechts und links stehen.
Standort: Boulevard Unter den Linden.
Hinter dem Metallpoller 90 Grad rechts und etwa 50 Meter auf Gehwegplatten, den Boulevard Unter den Linden entlang, bis zum querverlaufendem Blindenleitsystem geradeaus gehen. Hier jetzt 90 Grad links und etwa 15 Meter auf dem Blindenleitsystem bis zum Bushaltestellenpfosten folgen. Nun 90 Grad rechts und etwa 20 Meter auf Mosaikpflaster ohne Orientierung geradeaus gehen bis zu einem Laternenmast. Nach einen Meter links ist die Bordsteinkante des Boulevards.
Hinter dem Laternenmast 90 Grad links. Es folgt die Überquerung des Boulevards Unter den Linden in zwei Phasen. Die Bordsteinkanten sind auf Fahrbahnniveau abgeschrägt. Die provisorische Ampelanlage ist ohne taktile und akustische Funktion.
Standort: Vor der Baustelle der Staatsoper Unter den Linden.
An der anderen Straßenseite angekommen zwei Meter vorgehen und 90 Grad rechts. Jetzt etwa 30 Meter auf Mosaikpflaster ohne Orientierungsmöglichkeit geradeaus bis zu einem Laternenmast gehen. Zwei Meter rechts von hier ist die Bordsteinkante des Boulevards.
Dann 90 Grad links und acht Meter auf Mosaikpflaster, fünf Meter auf Gehwegplatten und fünf Meter auf Mosaikpflaster bis zum 50 Zentimetern breiten Querband von Gehwegplatten.
Standort: Bebelplatz

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Station 6 – Der Bebelplatz

Geschichte

Der Bebelplatz, ursprünglich Platz am Opernhaus, ist 1740 nach Abtragen der Stadtbefestigung entstanden. Er ist ein Teil des von Friedrich dem Große, in großen Dimensionen geplanten Forum Fridericianum. Das Forum Fridericianum sollte als architektonisches Zentrum Preußens entstehen; das Projekt wurde aber nur in reduzierter Form verwirklicht.

Der Platz befindet sich südlich vom Boulevard Unter den Linden und wurde mit Opernhaus und St.-Hedwigs-Kathedrale im Osten, Geschäftszentrale der Dresdner Bank (heute Hotel de Rome) im Süden, Alte Bibliothek und Altes Palais im Westen bebaut. Das Ensemble steht heute als Ganzes unter Denkmalschutz.

Die Königliche Oper, heute Staatsoper Unter den Linden, wurde 1742 im Stil des Barock erbaut und galt damals als erstes eigenständiges Theatergebäude Europas.
Später hat Karl Friedrich Schinkel Bühnenbilder für mehrere Inszenierungen entworfen und gefertigt.
1773 entstand im Stil des römischen Pantheon die St.-Hedwigs-Kathedrale mit einer imposanten Kuppel von 40 Meter Durchmesser.
Den westlichen Abschluss des Platzes bildet die im Jahre 1780 im Stil des Barock erbaute Königliche Bibliothek. Im Berliner Volksmund wird sie aufgrund ihrer geschwungenen Form als Kommode bezeichnet. Heute hat hier die Juristische Fakultät der Humboldt Universität ihren Sitz. Die Nord-Ost Ecke umschließt das Alte Palais. Es war die Hauptresidenz der Könige von Preußen und später des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. Vom Fenster seines Arbeitszimmers mit Pergola, an der Ecke Unter den Linden und Bebelplatz hat Wilhelm I. die Militärparaden und die große Wachablösung, an der schräg gegenüberliegenden Neuen Wache beobachtet.

Am 10. Mai 1933 wurde der Bebelplatz Schauplatz der von der Deutschen Studentenschaft geplanten und durchgeführten Bücherverbrennung. Das Denkmal „Versunkene Bibliothek“ das sich in der Platzmitte befindet, erinnert heute an dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte. Durch eine gläserne Bodenplatte in der Mitte des Platzes kann man in einen unterirdischen Raum mit leeren weißen Bücherregalen aus Beton blicken.

Wegbeschreibung zur Station 7 – Das Konzerthaus

Die 50 Zentimeter breiten Gehwegplattenbänder bilden auf dem Bebelplatz ein quadratisches Raster von sechs mal sechs Metern. Die Zwischenfelder sind mit kleinem Kopfsteinpflaster gepflastert. Jetzt 90 Grad rechts und etwa zwölf Meter auf Gehwegplattenband geradeaus gehen, Orientierung am Mosaikpflaster rechts bis zum zweiten der quer verlaufenden Gehwegplattenbänder. Die wiederholen sich alle sechs Meter. Hier 90 Grad links und etwa 110 Meter dem Gehwegplattenband folgen. Auf diesem Weg sind sieben Laternenmasten, die etwa 15 Meter voneinander stehen. Am Ende des Weges sind acht Metallpoller linker Hand. Nach dem achten Metallpoller noch zwei Meter geradeaus bis zur abgesenkten Bordsteinkante.
Es folgt die Überquerung der Behrenstraße von fünf Meter Breite. Eine Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden. Die gegenüberliegende Bordsteinkante ist nicht abgesenkt, der Autoverkehr kommt von rechts und links, ist aber gering. Nach der Überquerung zwei Meter vor, dann 90 Grad rechts und etwa 45 Meter auf großen Granitplatten geradeaus bis zur Ecke Behrenstraße und Markgrafenstraße gehen, Orientierung am Mosaikpflaster rechts.
Es folgt die Überquerung der Markgrafenstraße für etwa 14 Meter Breite. Eine Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Verkehr kommt von beiden Seiten. Nach der Überquerung sind Metallpoller rechts und links. Nun zwei Meter vorgehen und 90 Grad links.
Danach etwa 80 Meter auf großen Granitplatten geradeaus die Markgrafenstraße entlang bis zur Ecke Französische Straße gehen, Orientierung am Mosaikpflaster rechts bis es endet. Unterwegs eine acht Meter breite Einfahrt auf Kopfsteinpflaster. Am Ende des Mosaikpflasters eineinhalb Meter nach links gehen und dann drei Meter weiter geradeaus auf Granitplatten bis zur abgesenkten Bordsteinkante. Unmittelbar vor der Bordsteinkante sind rechts und links Metallpfähle.
Es folgt die Überquerung der Französischen Straße. Eine Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Verkehr kommt von beiden Seiten. Nach der Überquerung ist im Laufweg ein Straßenschildmast.
Standort: Markgrafenstraße Ecke Französische Straße Am Gendarmenmarkt.
In der ersten Juli-Woche ist der Gendarmenmarkt durch Open-Air-Konzerte und im Dezember durch Weihnachtsmärkte belegt.
An der anderen Straßenseite angekommen, den Straßenschildmast rechter Hand umgehen. Jetzt auf wechselndem Untergrund für vier Meter ohne Orientierungsmöglichkeit bis zum Treppenansatz aufwärts vorgehen. Sie sind unmittelbar an der Treppenecke rechter Hand. Jetzt etwa 25 Meter entlang der Markgrafenstraße linksseitig und dem Gendarmenmarkt rechtseitig auf Mosaikpflaster geradeaus gehen mit Orientierung am Treppenabsatz rechts.
Nun 90 Grad rechts und eine 60 Zentimeter breite Stufe aus Granit aufwärts gehen. Dann etwa 15 Meter auf Mosaikpflaster geradeaus bis zu Gehwegplatten gehen, Orientierung am Betonpflaster links und rechts. Dann 90 Grad links fünf Meter auf Granitplatten bis zu einem massiven Betonpoller linker Hand vorgehen mit Orientierung am Betonsteinpflaster links. An deren Seiten sind plastische Löwenköpfe angebracht. Am Betonpoller drei Meter auf Granitplatten vorgehen, dann 90 Grad rechts und drei Meter vor bis zu einer Granitbank.
Hier 90 Grad links und sechs Meter geradeaus mit Orientierung an der Granitbank rechts bis zum Ende.
Nun drei Meter an der 30 Zentimeter hohen Metalleinfassung vorgehen bis zur eineinhalb Meter breiten Treppenwange.
Standort: Seitentreppe zum Französischen Dom.
Jetzt etwa 15 Meter entlang der Treppe, rechter Hand bis zur anderseitigen Treppenwange gehen. Danach noch etwa 12 Meter weiter gehen, Orientierung an der Metalleinfassung und Granitbank. Am Ende der Granitbank noch weitere sieben Meter auf Granitplatten vorgehen bis zum Betonsteinpflaster und Regenabflussgitter. Jetzt 90 Grad rechts und dann acht Meter auf Granitplatten geradeaus gehen, mit Orientierung am Regenabflussgitter links. Nach acht Metern ist rechts ein runder Gullydeckel. Hier 90 Grad rechts und eineinhalb Meter vor bis zu einer Sitzbank aus Granit. Eine Sitzgelegenheit

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Station 7 – Das Konzerthaus

Geschichte

Auf dem Platz standen ab Ende des 17. Jahrhundert die Pferdeställe des Reiterregiments “Gens d’­armes“ (französisch die bewaffneten), das sind die Adeligen, die in der Leibgarde des Königs dienten. Hier führte das Kürassierregiment Gens d’armes seine Exerzier Ausbildung durch. Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden hier die beiden Prachtbauten des Deutschen und Französischen Doms. In den 1770er Jahren wurden im Auftrag von Friedrich dem Großen die Pferdeställe beseitigt und der Platz umgestaltet. Am westlichen Rande des Platzes wurde 1776 das kleine Französische Komödienhaus gebaut, das später als Königliches Nationaltheater benannt wurde.

An dessen Stelle errichtete im Jahre 1802, im Auftrag Friedrich Wilhelm II, der Architekt Carl Gotthard Langhaus das neue Theatergebäude. Der schlichte rechteckige Baukörper brannte am 29. Juli 1817 vollständig aus.

Schinkelsche Konzerthaus

Nach dem Brand bekam Karl Friedrich Schinkel den königlichen Auftrag für die Planung eines Schauspielhauses. Er sollte alle wiederverwendbaren Teile des ausgebrannten Theaters in den Neubau integrieren.

So hat der Architekt auf den nicht zerstörten Fundamenten und in Erweiterung der Ost-West Achse, eine neues prachtvolles Gebäude im klassizistischen Stil errichtet.

Außerdem wurde für das ganze Gebäude ein wirksamer Brandschutz durch Wasserreservoirs, Wasserhebemaschinen und sichere Feuerstellen vorgesehen. Die feierliche Einweihung des Königliches Schauspielhauses (heute Konzerthauses) fand im Jahre 1821 statt. Das Theatergebäude wurde in drei Teile gegliedert; in dem viergeschossigen Zentralbau wurde der Theatersaal untergebracht. Die restlichen Teile des Gebäudes wurden zweigeschossig gebaut.

Im Südflügel des Gebäudes befanden sich Konzert- und Ballsaal, im nördlichen Flügel wurden Proben-, Garderoben- und Magazinräume vorgesehen.

Architektur

Die Fassade im Erdgeschossbereich ist als massiver Sockel gestaltet und mit großen Sandsteinen verblendet. Allerdings wurde die ganze Fassade ursprünglich in Backsteinen verarbeitet und hell verputzt. Mit Sandstein wurde sie erst zwischen 1883 und 1884 verblendet.

Die riesigen Pilaster (Wandpfeiler), die große rechteckige Fenster und Füllwände umfassen, bilden ein geometrisches Raster zwischen Sockel und Gebälk der beiden Hauptgeschosse.

Dach und Giebel

Alle sechs Giebel sind mit allegorischen Szenen, mit den Göttern und Musen der griechischen Antike geschmückt.

• Pegasus, das geflügelte Pferd überragt die Westfront.
• Sinnbilder der Bühnenkunst mit geflügeltem Eros sieht man im östlichen Frontgiebel,
• Bacchanal hat seinen Platz im Nordgiebel,
• Orpheus und Euridike residieren im Südgiebel,
• die Gruppe der Niobiden zeigt sich im Portikusgiebel.

Das Dach ist mit zahlreichen Statuen der griechischen Mythologie gekrönt. Zum Beispiel Apollo, der Gott der Künste, der auf einem von zwei Greifen gezogenen Gespann über der Hauptfront thront.

Wegbeschreibung Richtung Freitreppe des Konzerthauses

Jetzt von der Bank aufstehen und gleich 90 Grad rechts bis zum Ende der Bank rechter Hand gehen. Noch sieben Meter geradeaus weiter gehen, bis die Fronttreppe des Französischen Doms anfängt. Orientierung an der Metalleinfassung und der zwei Meter breiten Treppenwange rechts. Am Ende der Treppenwange noch einen Meter vorgehen. Jetzt 90 Grad links und etwa 20 Meter auf Mosaikpflaster geradeaus, Orientierung am Kleinbetonpflaster rechts, bis zum Beginn der Granitplatten gehen. Diese auf drei Meter überqueren und 50 Zentimeter weiter vor, dann 90 Grad rechts. Danach acht Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zu einem Betonpoller gehen, Orientierung rechts oder links am Kleinbetonpflaster oder an Granitplatten links. Den Betonpoller in einem viertel Kreis rechter Hand umgehen und 90 Grad links. Von hier etwa 25 Meter auf Mosaikpflaster mit Orientierung rechts oder links am Betonkleinsteinpflaster bis zur rechten zwei Meter breiten massiven Treppenwange vorgehen. Nun zwei Meter weiter vorgehen bis die Eingangstreppe des Konzerthauses beginnt.
Standort: Die rechte Treppenwange.

Freitreppe

Die, zum Konzerthaus führende Treppe ist etwa 22 Meter breit, besteht aus 29 Stufen und ist beidseitig von Treppenwangen umfasst. Die stehen auf den 20 Zentimeter abstehenden, 60 Zentimeter hohen Sockeln und sind mit Sandstein verblendet.

Die rechte Treppenwange ist mit einer musizierenden Amorette, die auf dem Rücken eines Löwen sitzt, geschmückt. Auf der linken sitzt eine musizierende Amorette auf dem Rücken eines Panthers.

Offene Säulenhalle

Sechs, etwa neun Meter hohe, kannelierte ionische Säulen, bilden die Säulenhalle, die über die Freitreppe erreichbar ist. Die Säulen haben einen Durchmesser von einem Meter und stehen jeweils drei Meter voneinander entfernt.

Zusammen mit sechs, in der Frontwand integrierten, viereckigen Pilastern, tragen sie das Gebälk und einen der Giebel, (Tympanon) der mit der Gruppe der Niobiden geschmückt ist. Die Decke unterhalb des Gebälks ist als Kassettendecke gestaltet.

In den Feldern zwischen den Pilastern befinden sich geschosshohe Holzfenster. Die Eingangstür befindet sich mittig, zwischen dem dritten und vierten Pilaster. Auf jedem Pilaster, in der Höhe von 2,5 Metern, ist eine sogenannte Schinkellaterne angebracht.

Wegbeschreibung Richtung unterer Eingang

Jetzt 22 Meter entlang der Treppe rechter Hand bis zur linken massiven, zwei Meter breiten Treppenwange gehen. Diese Treppenwange ist mit einer musizierende Amorette, die auf einem Panther sitzt, geschmückt. Dann die zwei Meter breite Treppenwange rechter Hand umgehen und 90 Grad rechts. Jetzt zwölf Meter entlang der Wand rechts gehen und wieder 90 Grad rechts. Unterwegs, parallel zur Laufrichtung, ein Metallgitter im Boden.
Standort: Eingang Erdgeschossbereich des Konzerthauses.

Kutscheneinfahrt

In Erdgeschossbereich, unter der Säulenvorhalle, ist der zweite Eingang für die Konzerthaus-Gäste. Der fünf Meter breite Gang ist von Norden und Süden zugänglich und war als Durchfahrt für Kutschen, Wagen und Taxi vorgesehen.

Die 250 Zentimetern breite zweiflügelige schwere Tür aus Metall mit Glasfeldern – öffnet nach innen und ist am Tage offen. In der Wand links befinden sich fünf Bogen-Fenster-Tür-Öffnungen, je 250 Zentimetern breit. Die mittlere, dritte Öffnung dient als Eingang ins Foyer. Vor der Vierten steht auf einem 90 Zentimeter Sockel die Statue Karl Friedrich Schinkels aus Bronze.

Wegbeschreibung Richtung Schinkel-Statue

50 Zentimeter vor dem Eingang zum Erdgeschossbereich befindet sich ein Regenabflussgitter. Nach dem Eintritt zwei Meter auf polierten Granitplatten vor, dann 90 Grad links und zwei Meter bis zur Wand vorgehen. Nun 90 Grad rechts und etwa zwölf Meter weiter auf polierten Granitplatten geradeaus gehen. Dann 90 Grad links.
Standort: vor der Schinkel-Statue.

Schinkel-Statue

Der Meister hält in der rechten Händen einen Bleistift und in der linken Hand einen Zeichenbrett mit dem Grundriss des Alten Museums. Hinter dem linken Fuß des Meisters befinden sich die Voluten und Ornamente aus dem Kapitell der ionischen Säule, und hier frei zum Tasten sind. Die Reliefinschrift unten auf dem Sockel lautet  “K. F. Schinkel“.
Wie auch im Säulengang, dienen sogenannte Schinkel- Laternen als Beleuchtung.

Karl Friedrich Schinkel war auch ein Bühnenbildner. Selbst für das Nationaltheater am Gendarmenmarkt (heute Konzerthaus) entwarf er Bühnenbilder für insgesamt 42 Theaterstücke.

Das Konzerthaus steht unter Denkmalschutz.

Wegbeschreibung zur Station 8 – Die Friedrichswerdersche Kirche

Von der Schinkelstatue aus 180 Grad wenden, vier Meter bis zur gegenüberliegenden Wand gehen und 90 Grad links. Jetzt sechs Meter bis zum Ausgang gehen. Die 250 Zentimeter breite zweiflügelige schwere Tür aus Metall mit Glasfeldern, öffnet nach innen und ist am Tage offen. 50 Zentimeter hinter der Tür befindet sich ein Regenabflussgitter. Danach fünf Meter auf Granitgehwegplatten bis zum Beginn vom Mosaikpflaster rechter Hand vorgehen. Nun etwa 15 Meter auf Gehwegplatten geradeaus gehen, mit Orientierung am Mosaikpflaster und Regenabflussgitter rechts bis zum ersten Betonpoller. Nach dem fünften, zehnten und fünfzehnten Meter stehen Betonpoller mit dazwischen hängenden Stahlketten.
Hinter dem dritten Poller 90 Grad rechts. Von hier etwa 15 Meter auf Gehwegplatten mit Orientierung an den drei Betonpollern rechter Hand vorgehen. Hinter dem dritten Betonpoller befindet sich eine Sitzgelegenheit.
Ohne von der Sitzgelegenheit Gebrauch zu machen, geht es jetzt etwa 25 Meter auf Gehwegplatten mit Orientierung am Kleinbetonpflaster rechts bis zum nächsten Betonpoller. Jetzt zehn Meter bis zum dritten Poller rechter Hand gehen. Danach noch zehn Meter bis zu den drei Meter breiten Gehwegplatten und Mosaikpflaster dahinter gehen bis zur abgesenkten Bordsteinkante. Es können geparkte Fahrzeuge bei der Überquerung im Laufweg stehen.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Bordstein nicht abgesenkt. Jetzt verlassen Sie den Gendarmenmarkt. Es folgt die Überquerung der Markgrafenstraße. Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt aus beiden Richtungen. An der andere Straßenseite kann im Laufweg ein Laternenmast stehen. Nach der Überquerung zwei Meter bis zu Gehwegplatten, 90 Grad links und drei Meter auf wechselndem Untergrund bis zur abgesenkten Bordsteinkante vorgehen. Es folgt die Überquerung der Jägerstraße. Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt aus beiden Richtungen. Nach der Überquerung ist rechts ein Straßenschild mit Abfallbehälter. Danach zwei Meter bis zu den Gehwegplatten vorgehen und 90 Grad rechts in die Jägerstraße einbiegen. Links sind fünf Metern diverse saisonal bedingte Hindernisse.
Von hier etwa 200 Meter auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster links und 17 Baumscheiben rechts geradeaus gehen, mit Unterbrechung durch 5 Einfahrten auf Kopfsteinpflaster. Nach der fünften Einfahrt etwa 50 Meter auf großen Gehwegplatten bis zur Ecke der Oberwallstraße. Es folgt die Überquerung der Oberwallstraße. Ampelanlage und Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von rechts und von links.
Danach etwa 80 Meter auf Gehwegplatten geradeaus die Jägerstraße weiter entlang bis zur Ecke Werderscher Markt gehen, mit Orientierung am Mosaikpflaster und drei Laternenmasten rechts. Nach dem dritten Laternenmast ist fünf Meter weiter eine Reihe von sechs dicken Metallpollern rechts, die den Straßenbogen abgrenzen. Hier 90 Grad links. Von hier, an der Ecke Werderscher Markt und Jägerstraße, ist links in etwa 300 Metern Entfernung die Friedrichwerdersche Kirche zu sehen.
Jetzt etwa 60 Meter auf Gehwegplatten geradeaus der Straße Werderscher Markt entlang gehen, bis sie einmündet, die auch Ecke Werderscher Markt heißt. Orientierung am Mosaikpflaster rechts bis zum Ende des Mosaikpflasters. Dann zwei Meter weiter vor und 90 Grad rechts. Links von Ihnen ist der Mast mit Anforderungsknopf. Nun 150 Zentimeter auf Rillenplatten bis zum abgesenktem Bordstein vorgehen. Es folgt die Überquerung Werderscher Markt für neun Meter. Es gibt eine Ampelanlage mit taktiler und akustischer Funktion. Nach der Überquerung noch einmal 150 Zentimeter auf Rillenplatten vorgehen. Danach drei Meter auf Gehwegplatten geradeaus bis zur Hauswand, hier 90 Grad links und 150 Zentimeter bis zur Ecke der Hauswand. Jetzt 90 Grad rechts und fünf Meter vor mit Orientierung an der Hauswand rechts. Hier 90 Grad links und zwei Meter vor auf Gehwegplatten bis zu den Rillenplatten. Orientierung am akustischen Signal der Ampelanlage links.
Jetzt 150 Zentimeter auf Rillenplatten bis zum abgesenkten Bordstein. Es folgt die Überquerung der Straße für 17 Meter. Die Ampelanlage ist mit taktiler und akustischer Funktion. Nach der Überquerung vier Meter auf wechselnden Untergrund bis zum provisorischen Betonquader vorgehen. Jetzt 90 Grad rechts und diesen linker Hand bis zur untersten Treppenstufe umgehen. Am Betonquader können Hindernisse durch abgestellte Fahrräder sein. Nun zwei Stufen aufwärts und dann zwei Meter bis zum Bärenbrunnen vorgehen. Auf dem achteckigen 60 Zentimeter hohen Podest ist eine Bärenmutter mit acht spielenden Bärenkindern dargestellt. Das Ganze ist aus rotem Lavatuffstein 1928 gefertigt und ist farblich der Friedrichswerderschen Kirche links und der Bauakademie rechts angepasst. Die Seitenwände des Brunnenunterbaus sind kannelliert. Es handelt sich um eine Kopie des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brunnens. Der Brunnen bietet eine Sitzgelegenheit.
Standort: Werderscher Markt, zwischen Friedrichswerderscher Kirche rechts und Bauakademie links.

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Station 8 – Die Friedrichswerdersche Kirche

Geschichte

Die Friedrichwerdersche Kirche in Berlin wurde 1824-1830 von Karl Friedrich Schinkel im Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. gebaut. Sie gilt als erster öffentlicher Backsteinbau seit dem Mittelalter.

Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und erst in den Jahren 1979-87 wiederhergestellt.

Architektur

Weil der König sich eine gotische Kirche wünschte, hat der Architekt die gotischen Proportionen, Formen und Baumaterialien mit klassizistischen Elementen vereint. Die Kirche mit Zweiturmfrontfassade und hoch aufragenden Formen wurde ein Beispiel für spätere Kirchenbauten in Europa.
Die hohen gotischen Spitzbogenfenster mit Maßwerken, Spitzbogen, Portal, und Stützpfeilern in Außenwänden bilden eine gotische Halle mit Sternengewölbe. Sie ist aus Sandstein errichtet und steht im Einklang zu den Antiken Säulen mit dem korinthischen Kapitel, Akanthus Ornamenten und Palmetten.

Das Kirchenportal ist mittig in der Frontwand und besteht aus zwei Spitzbogentüröffnungen, die mit Maßwerk-Rosetten gekrönt sind. Dazwischen sitzt ein Engel. Die Türen sind aus massivem Holz. Über dem Portal befindet sich ein großes Spitzbogenfenster mit Mosaikverglasung. Beidseitig vom Kirchenportal sind Risalite, die nach oben zu den Türmen verlaufen. Anders als in der Gotik, hat die Kirche kein hohes Dach, sondern ein flach geneigtes Dach, das von außen mit einer Attika kaschiert ist.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Seit Ende 2012 ist sie bis auf Weiteres wegen Bauschäden geschlossen und mit einem Holzzaun umzäunt.

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Station 9 – Die Bauakademie

Geschichte

Die Preußische Bauakademie in Berlin wurde von König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1799 gegründet. Der erste Sitz war im zweiten und dritten Obergeschoss der Alten Münze am Werderschen Mark. Danach, seit 1806 war die Bauakademie im Thielschen Haus in der Zimmerstraße/Ecke Charlottenstraße für die nächsten 30 Jahre ansässig. 1820 wurde Karl Friedrich Schinkel zum Professor an der Bauakademie berufen. 

Als die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, hat Schinkel 1831, im Auftrag des Königs die Planung für ein eigenes Gebäude für die Bauakademie angefangen. Der Bau dauerte vier Jahre. 1836 wurde die “Allgemeine Bauschule“ eröffnet. 1879 wurde daraus die Technische Hochschule in Charlottenburg. Ab 1885 hatte hier, für fast 40 Jahre, die damals neu gegründete “Preußische Messbildanstalt” , die sich mit Denkmalpflege beschäftigte ihren Sitz. Gleichzeitig wurden die Räumlichkeiten für die Ausstellungen von Bildersammlungen der Nationalgalerie genutzt. Bis 1902 dienten die Räumlichkeiten teilweise dem Meteorologischen Institut. In Zeiten der Weimarer Republik war hier die privat gegründete Deutsche Hochschule für Politik ansässig und blieb auch während der Nazi Zeit. Im Februar 1945, beim großen Angriff auf das Berliner Zentrum, wurde das Gebäude getroffen und brannte bis auf die Außenwände aus.

Funktion

Die Fläche im Erdgeschoss wurde auf zwölf Läden verteilt. Die Bauschule mit Zeichensaal, Bibliothek und Hörsälen befand sich im ersten Obergeschoss. Das zweite Obergeschoss wurde für Schinkels Privatwohnung vorgesehen. Er wohnte dort bis zu seinem Tod, seine Witwe noch bis 1861.

Das Archiv wurde im Dachgeschoss untergebracht. In Laufe der Jahre nahmen die Studentenzahlen zu und man musste für Unterricht mehr Platz schaffen. Die Flächen in Erdgeschoss wurden gekündigt, und in der ehemaligen Schinkel-Wohnung wurden neue Hör- und Zeichensäle errichtet.

Architektur

Der in Skelettbauweise errichtete Kubus auf quadratischen Grundriss wurde Schinkels modernster Bau. In vier identischen, mit Sichtziegelmauerwerk errichteten Fassaden, sind acht Achsen mit Stützweiten von fünf und halb Metern als vorgemauerte Pilaster erkennbar.

Die Fassaden wurden nur mit Reliefplatten aus Terrakotta unterhalb und oberhalb der Fenster, mit Motiven zur Architekturgeschichte geschmückt. Um die rote Backsteinfassade lebendiger zu machen, wurde jede fünfte Ziegelreihe mit blau-glasierten Steinen versehen und auf Pilaster wurden Rechtecke und Quadrate gemauert. Auf den Fensterbögen sind Akroterions in Form von Palmetten eingebracht.

Der Schulhaupteingang wurde als Doppelportal mit der vorgelagerten Freitreppe vom Schinkelplatz errichtet und war durch Terrakottareliefs mit antiken Motiven eingerahmt. Die zweiflüglige, mit Bronze beschichtete, Tür ist ebenfalls mit Relief versehen. Das flach geneigte Dach ist von außen mit einer Attika kaschiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1961 musste das Schinkelsche Gebäude den Platz für das Außenministerium der DDR räumen. Nach der Wiedervereinigung wurde das Außenministeriumsgebäude abgetragen.

Um die Bauakademie wieder aufzubauen, hat sich der “Förderverein für die Schinkelsche Bauakademie e.V.” 1994 gegründet.
Für diesen Zweck werden die fehlenden Elemente, Details, Reliefs und Bausteine gesammelt. Die Nord-Ost-Ecke der Bauakademie und der Rote Saal sind bereit als Anschauungsobjekt rekonstruiert. Weitere Teile der Gebäude sind durch eine Attrappe aus bedruckten Planen simuliert. Das Original-Portal bildet den Eingang der Gaststätte Schinkel Klause in der Nähe der Friedrichswerderschen Kirche.

Wegbeschreibung Richtung nordwestliche Ecke der Bauakademie

Jetzt eineinhalb Meter zurück zur Freitreppe vorgehen, zwei Stufen abwärts und zwei Meter über Mosaikpflaster zu Gehwegplatten gehen und 90 Grad links. Dann etwa 40 Meter auf Gehwegplatten den Werderschen Markt entlang, bis zur Bordsteinkante gehen, Orientierung am Mosaikpflaster links. Achtung, unterwegs links ein Straßenuhrmast im Wege. Folgt Überquerung der Straße Schinkelplatz. Ampelanlage, Zebrastreifen sind nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt beidseitig ist aber gering. Von hier etwa 50 Meter auf Gehwegplatten an der südlichen Seite der Bauakademie entlang, bis zur Bordsteinkante geradeaus gehen, Orientierung am Mosaikpflaster links. Unterwegs vier eineinhalb Meter große Betonklötze rechter Hand. Hier einen Meter auf Kopfsteinpflaster vor, 90 Grad links. Jetzt etwa 30 Meter auf Kopfsteinpflaster entlang der östlichen Seite der Attrappe der Bauakademie geradeaus gehen, Orientierung an Bordsteinkante links. Unterwegs vier eineinhalb Meter große Betonklötze rechts. Hinter den vierten Betonklotz 90 Grad links. Jetzt zwei Meter über einen Bordstein bis zu einer Wand vorgehen.
Standort: Die Nord-Ost-Ecke der Bauakademie, die als Anschauungsobjekt rekonstruiert ist.

Infobanner

In der Fensternische befindet sich ein Infobanner. Die Inschrift lautet:

“BAUAKADEMIE von Karl Friedrich Schinkel. An dieser Stelle stand von 1836 bis 1962 das Gebäude der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel(1781- 1841), Preusischer Baumaister und Baureformer unter König Kriedrich Wilhelm III. Mitglied der königlichen Oberbaudeputation seit 1810 Direktor der Königlichen Bauakademie seit 1830.

Als Beitrag zum Wiederbau des Gebäudes hat der Bildungsverein Bautechnik e.V. Lückstraße 72/73, 10317 Berlin, Fon: 030-51066290, mit Auszubildenen der Berufsförderungsgewerke des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V. und der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg gGmbH, sowie weiteren Ausbildungsbetrieben und Sponsoren die bebenstehende Musterfassade nach einer Idee von Horst Drahaim auf historischen Fundamenten der ehemaligen Nord-Ost-Gebäudeecke im Jahr 2001 errichtet.

Die Musterfassade soll werben für den Wiederaufbau des Gebäudes und die hohe Qualität des bildkünstlerichen Programms durch die Bildhauer, die Leistungsfähigkeit der Ziegelindustrie und desverarbeitenden Handwerks im Sinne der Qualitätsmaßstäbe von Karl Friedrich Schinkel.”

Weiter werden die Planungsbeteiligte und Sponsoren genannt.

Fassade

Wie erwähnt, die Fassade der Bauakademie ist aus roten Backsteinen gemauert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aus Backsteinen zu mauern.

Die längere Ziegelseite nennt man Läufer, die kürzere heißt Kopf.
Unter anderem gibt es: Kreuzverband, Englischer Verband, Holländischer Verband, Gotischer Verband und Märkischer Verband.

• Kreuzverband- besteht aus zwei sich wiederholenden Schichten. Kopfschicht und Läuferschicht. Dabei ist jede zweite Läuferschicht um einen Kopf versetzt. Dadurch entsteht ein Kreuzbild.

• Beim Englischen Verband werden Kopfschicht und Läuferschicht abwechselnd gelegt.

• Beim Holländischen Verband werden zwei Schichten wiederholt. Eine, die nur aus Kopf besteht, und eine zweite, wo Kopf und Läufer abwechselnd gelegt sind.

• Beim Götischen Verband sind alle Schichten identisch und bestehen aus Läufer-Kopf-Läufer-Kopf usw. Zueinander werden die Schichten um einen halben Kopf verschoben, so dass in jeder zweiten Schicht Kopf über Kopf und Läufer über Läufer liegt.

• Beim Märkischen Verband sind alle Schichten identisch und bestehen aus zwei Läufern und einem Kopf, die sich wiederholen. Zueinander werden die Schichten verschoben, so dass in jeder zweiten Schicht die Köpfe übereinander liegen.

Ertasten Sie bitte das Mauerwerk der Bauakademie an und versuchen Sie den Ziegelverband zu erkennen. Es ist natürlich Kreuzverband.

Wegbeschreibung Richtung Haupteingang der Bauakademie

Nun 180 Grad wenden und zwei Meter vorgehen. Nach zwei Metern den Bordstein abwärts gehen und 90 Grad links. Von hier sechs Meter auf Kopfsteinpflaster geradeaus gehen, Orientierung am Bordstein links, bis zu dessen abgerundeter Ecke. Danach noch drei Meter weiter geradeaus ohne Orientierungmöglichkeit.
Hier 90 Grad links. Jetzt etwa 25 Meter auf Kopfsteinpflaster ohne Orientierungmöglichkeit geradeaus gehen. Nun 90 Grad links und zwei Meter bis zum Bordstein vorgehen. Danach noch einen Meter auf unbefestigtem Untergrund bis zur Freitreppe die zur Bauakademie führt vorgehen. Nun vier Stufen hinaufsteigen, Orientierung an einem provisorischen Handlauf aus Holz rechts.Die Stufen sind 20 Zentimeter hoch. Auf dem Absatz einen Meter bis zur Fassadenplane vorgehen, 90 Grad rechts. Danach drei Meter entlang der Planenwand, Vorsicht hier stehen zwei Pflanzkübel im Laufweg, bis zur Eingangsnische vorgehen und dann 90 Grad links.
Standort: Rechtes Eingangsportal der Bauakademie.
Hier einen Meter bis zur Tür vorgehen. Die provisorische Flügeltür ist aus Sperrholz und ist meistens geschlossen. Wenn die Tür offen ist, dürfen sie hineingehen.  Das linke original Eingangsportal der Bauakademie ist jetzt der Eingang zur Schinkel-Klause.

Wegbeschreibung zur Station 10 – Der Schinkelplatz

Jetzt, vor der Tür stehend 180 Grad wenden und einen Meter vor, nun 90 Grad rechts und einen Meter geradeaus gehen, Orientierung an der Fassadenplane rechts. Es kann ein Pflanzkübel im Laufweg stehen. Dann 90 Grad links, einen Meter bis zur Treppe abwärts vorgehen. Nun vier Stufen heruntergehen mit Orientierung am Holzgeländer rechts. Dann einen Meter auf unbefestigtem Untergrund bis zur Bordsteinkante abwärts. Jetzt fünf Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster weitergehen. Es können hier widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge stehen. Jetzt nochmal sieben Meter bis zur nicht abgesenkten Bordsteinkante weitergehen. Dann einen Meter vor und 90 Grad links. Nun etwa 15 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung rechts an einer niedrigen zaunartigen Metalleinfassung gehen. Hier biegt der Weg nach rechts ab. Diesem etwa 30 Meter weiter folgen bis die Metalleinfassung nach rechts abknickt. Dann 90 Grad rechts und sieben Meter auf Mosaikpflaster der Metalleinfassung rechter Hand folgen bis zur Seitenwange einer Sitzbank. Hier einen Meter vor, 90 Grad rechts. Rechts befindet sich nun die Sitzbank.
Standort: Runde Sitzbank am Schinkelplatz, eine Sitzgelegenheit.

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Station 10 – Der Schinkelplatz

Geschichte

Im Jahre 1837, ein Jahr nach der Fertigstellung von Schinkels Bauakademie, wurde der nördlich gelegene Platz, nach einer Idee von Karl Friedrich Schinkel von Peter Joseph Lenné gestaltet und “Platz an der Bauakademie“ genannt.

Die drei Denkmäler wurden hier in den 60er des 19. Jahrhunderts aufgestellt und Albrecht Daniel Thaer, Peter Christian Wilhelm Beuth und Karl Friedrich Schinkel gewidmet. 28 Jahre nach Schinkels Tod, 1869, wurde der Platz in Schinkelplatz umbenannt und trug diesen über fast hundert Jahre.

1965 wurde die im Zweiten Weltkrieg schwerbeschädigte Bauakademie abgetragen , um Platz für den Neubau des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten zu schaffen. Erst nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude des Außenministeriums abgetragen. Der Schinkelplatz wurde zwischen 2007 und 2008 nach dem historischen Vorbild von 1887 wiederhergestellt.

Flächenteilung

Der dreieckige Platz (mit abgerundeten Ecken) hat eine Fläche von 1.700 Quadratmetern und ist in drei Teile gegliedert. Im nördlichen Teil des Platzes steht eine kreisförmige Brunnenschale. Das formale Pendant zur Brunnenanlage ist eine halb kreisförmige 18 Meter lange Sitzbank. Sie ist auf originalen Fundamenten im Süden des Platzes angelegt. Sie besteht aus poliertem rötlichem Granit und ist unmittelbar an die Rasenfläche gelegt. Die Rasenfläche grenzt mit der gepflasterte Zufahrt zur Bauakademie.

Zentrum des Platzes sind die Drei oben erwähnten, auf Sockeln aus rötlichem Granit stehenden Denkmäler.

Im Westen steht das Denkmal für Albrecht Daniel Thaer, dem Begründer der modernen Landwirtschaftslehre in Preußen. Er lebte in den Jahren zwischen 1752 und 1828.

Im Osten befindet sich das Denkmal für Peter Christian Wilhelm Beuth, der in den Jahren 1781 bis 1853 lebte und als hoher Staatsbeamter erfolgreich den Übergang vom Manufakturwesen zur industriellen Fertigung in Preußen förderte. In der Mitte steht das Karl-Friedrich-Schinkel-Denkmal von Friedrich Drake.

Granitbank

Die halbkreisförmige Sitzbank wurde aus polierten rötlichem Granit auf originalen historischen Fundamenten wiedergestellt. Die 18 Meter lange Bank ist mit zwei Granitpfosten mit Wangen eingefasst. Die Pfosten sind mit Palmetten und einem Ornament in Wellenform, geschmückt. 

Solch ein Ornament in Wellenform wird auch “laufender Hund“ genannt. Auf den äußeren Bankwangen befindet sich ein pflanzliches Ornament.

Wegbeschreibung zum Karl-Friedrich-Schinkel-Denkmal

Nachdem die Sitzgelegenheit wahrgenommen wurde 90 Grad rechts und etwa 16 Meter entlang der halbkreisförmigen Sitzbank rechter Hand bis zur anderen Seitenwange gehen. Nun 90 Grad links und drei Meter auf Mosaik bis zum kleinen Metallzaun vorgehen.
Standort: Hinterseite des Schinkel-Denkmals.
Der Zaun besteht aus vier Eck- und vier Mittelpfählen, die Schachfigur-Läufern ähneln. Der Zaun ist etwa 50 cm hoch und umrandet die Denkmalfläche von drei mal drei Metern.
Jetzt das Denkmal rechter Hand umgehen.

Karl Friedrich Schinkel – Denkmal

Auf einem ein Meter hohen Sockel aus rötlichem Granit steht ein Piedestal aus graphitfarbigem Granit.
Darauf steht die Statue. Der Sockel hat eine Kantenlänge von 120 mal 120 Zentimetern.
Die Statue stellt den Meister dar. Er hat in den Händen einen Bleistift und ein Zeichenbrett mit dem Grundriss des Alten Museums.
Der Sockel ist frei von Reliefs; stattdessen sind an den abgestumpften Ecken vier, aus Bronze gegossene Karyatiden aufgestellt.

Die erste Figur steht als Sinnbild für die Geschichte mit gerolltem Papyrus in der Hand, die anderen drei Figuren stehen für Schinkels Tätigkeitsbereiche: für die Architektur mit dem Modell eines Tempels, für die Malerei mit einer Farbpalette und für die Bildhauerei mit einem Hammer in der Hand. Die Kariatyden sind aus Bronze.

Wegbeschreibung Richtung Denkmal für Peter Christian Wilhelm ­Beuth

Nun vier Meter weiter vor, 90 Grad links und vier Meter bis zur Ecke entlang des zweiten, identischen Metallzaunes vorgehen.
Standort: Rückseite des Denkmals für Peter Christian Wilhelm ­-Beuth.

Denkmal für Peter Christian Wilhelm ­Beuth

Peter Christian Wilhelm Beuth, lebte in den Jahren 1781 bis 1853 . Als hoher Staatsbeamter förderte er erfolgreich den Übergang vom Manufakturwesen zur industriellen Fertigung in Preußen. Der Sockel des Denkmals ist wie bei dem vorherigen Denkmal aus rötlichem Granit, der Piedestal in Graphitfarbe. 

Oben auf dem Sockel befinden sich Allegorien aus Beuths Arbeit; unten die Szenen aus den damaligen Manufakturen, und zwar:

• Darstellung des Daguerr’schen Apparates
• der Druckmanufaktur
• der Schmiede
• der Schneidermanufaktur

Wegbeschreibung Richtung Brunnenschale

Jetzt vier Meter dem Metallzaun rechter Hand folgen, vier Meter weiter geradeaus, 90 Grad links und sechs Meter geradeaus gehen.
Standort: Rechts die runde Brunnenschale.

Kreisförmige Brunnenschale

Die kreisförmige Brunnenschale ist mit einem Rand aus rötlichem, schwedischen Granit angelegt. Sie hat einen Durchmesser von sechs Metern. In ihrer Mitte befindet sich die mit einem Kranz bronzener Akanthusblätter umgebene Fontäne. Die Schale ist mit einem zwei Meter breiten Zierpflanzen-Band umfasst.

Rund um das Pflanzenband stehen 18 kleine Pfosten, die eine Form von Schachspiel Bauern haben. Zwischen den Pfosten ist in 25 Zentimeter Höhe ein runder Metallstab gespannt. Auf dem Boden ist die Ganze mit einem ein Meter breitem Flechtband aus rotem Kleinpflaster auf weißem Hintergrund umfasst.

Mitte des Platzes

Die quadratische Fläche des Platzes ist mit einem ein Meter breitem Flechtband aus rotem Kleinpflaster auf weißem Hintergrund umrandet. Die Fläche in der Mitte ist mit Basaltkreuzen auf Mosaikpflaster ornamentiert.

Wegbeschreibung zum Denkmal für Albrecht Daniel ­Thaer

Nun den etwa 35 Meter langen Umfang des Brunnenbeckens in Uhrzeigersinn umgehen. Orientierung am Metallzaun mit den 18 Schachspiel-Bauern-Pfosten rechts. Hinter dem 18. Pfosten sechs Meter geradeaus, 90 Grad links und vier Meter geradeaus, bis zum nächsten Metallzaun vorgehen.
Standort: Vordere Seite des Denkmalsfür Albrecht Daniel Thaer.

Denkmal für Albrecht Daniel ­Thaer

Albrecht Daniel Thaer war der Begründer der modernen Landwirtschaftslehre in Preußen. Er lebte in den Jahren zwischen 1752 und 1828. Sein Standbild zeigt ihn mit dem Griff eines Pfluges in der linken Hand.

Im oberen Teil des Sockels befinden sich vier Reliefs, die seine Arbeit in allegorischen Szenen darstellen. Im unteren Teil sind Szenen aus ­Thaer’s Leben dargestellt.

• Thaer trifft Hirten mit Schafen
• Bei der Schafschur
• Thaer erhält eine Ehrung
• Bei der Getreideernte

Wegbeschreibung zur Station 11 – Die Schinkel-Klause

Ab hier vier Meter des Zauns rechter Hand entlang gehen und weitere sechs Meter bis zur Seitenwange der Granitbank und 90 Grad rechts. Jetzt acht Meter geradeaus auf dem Mosaikpflaster mit Orientierung an der Wange und der niedrigen Metalleinfassung. Am Linksknick einen Meter vor bis zu den Gehwegplatten. Jetzt verlassen Sie den Schinkelplatz. Es folgt die Überquerung der Fahrbahn auf Asphalt. Nach der Überquerung vier Meter vor auf Sandboden ohne Orientierungsmöglichkeit bis zu einer kleinen Schwelle. Unterwegs weiterhin quer liegende große Kabel am Boden möglich.
Weiter etwa 40 Meter geradeaus auf dem gleichen Boden mit Orientierung an einem provisorischen Metallzaun links, bis er nach links abknickt. Nach weiteren vier Metern folgt die Überquerung der Niederlagstraße auf fünf Metern Breite auf Asphalt.
Auf der anderen Straßenseite sind rechts und links Metallpfähle.
Nun fünf Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zur Pflanzeneinfassung linker Hand gehen. Dieser auf acht Metern bis zum Linksknick folgen und 90 Grad links. Dann etwa zwölf Meter der Pflanzeneinfassung linker Hand weiter bis zur Ecke folgen und 90 Grad rechts. Ab hier vier Meter bis zur gegenüberliegenden Pflanzeneinfassung vorgehen und 90 Grad links. Nun zwei Meter vor bis zu einem provisorischen Betonquader linker Hand und der nach rechts abknickenden Einfassung drei Meter folgen bis zu einer Granitsteinpalisade, die ein Pflanzenbeet umfasst. Ab hier etwa 15 Meter geradeaus auf dem Mosaikpflaster der Palisade entlang bis zur Ecke gehen und 90 Grad rechts. Dann sieben Meter der Palisade folgend, bis zu einer Wand gehen und 90 Grad links. Jetzt fünf Meter mit Orientierung an der Wand rechts bis zu einem erhöhten Schachtdeckel gehen. Ab dem Deckel der Wand weitere 25 Meter auf Mosaikpflaster folgen bis zu einem Metallgitterrost im Boden vor der Eingangstür der Schinkelklause. Hier nun 90 Grad rechts.
Standort: Oberwallstraße 1, Schinkel Pavillon, Schinkel-Klause.

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Station 11 – Die Schinkel-Klause

Schinkel Pavillon

Der Schinkel Pavillon wurde im Park des denkmalgeschützten Kronprinzenpalais von dem Architekten Richard Paulick 1969 erbaut.
Architektonisch ist der rundum verglaste oktagonale Pavillon eine Stilmischung aus Klassizismus und Moderne.
In den Schinkel Pavillon werden heute Einzelausstellungen ortsansässigen Künstler präsentiert.

Kronprinzenpalais

1809 hat Karl Friedrich Schinkel die Umgestaltung mehrere Zimmer im Kronprinzenpalais durchgeführt. Danach hat er den Verbindungsbau zwischen Kronprinzenpalais und Prinzessinnenpalais.

Es ist ein erhöhter Gang über dem Erdgeschoss und überquert die Oberwallstraße.
Das Durchfahrtstor im Erdgeschoss wurde mit einem Bogen gekrönt. Die Wände sind als Bossenwerk dargestellt.

Schinkel-Klause

In der südlichen Außenfassade des Kronprinzenpalastes wurde der linke Teil des Doppeleingangsportals der zerstörten Bauakademie eingebaut und dient als der Eingang zur Schinkel Klause. Das Portal ist 130 Zentimeter breit und 250 Zentimeter hoch und besteht aus einer zweiflügeligen Bronzetür und einer Umrahmung aus Terracotta. Auf den von August Kiß geschaffenen Terracotta-Platten, ist symbolisch die Geschichte der Baukunst dargestellt.

Die beide Flügel der Bronzetür sind je in vier Felder geteilt. In jedem Feld ist ein Rundrelief mit einem Porträtkopf. Sie stellen berühmte Architekten und Maler, Baumeister und Bildhauer dar, die die Zeiten von der Antike bis zum Barock geprägt haben. Und zwar: Andreas Schlüter, Albrecht Dürer, Leonardo da Vinci, Vitruv und Leon Battista Alberti.

Wegbeschreibung zur Station 12 – Die Schloßbrücke

Hier 90 Grad rechts und etwa 30 Meter dem Wandverlauf rechter Hand bis zur Granitspalisade die ein Pflanzenbeet umfasst folgen und 90 Grad rechts. Dann sechs Meter vor bis zur Palisadenecke und 90 Grad links. Weiter etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung an der Palisade links bis zum Ende. Ab hier Orientierung links an der Beeteinfassung. Nach drei Metern knickt die Einfassung nach links ab und rechts ist ein provisorischer Betonquader. Weiter etwa 20 Meter auf dem Mosaikpflaster der Pflanzenbeeteinfassung folgen. Links befinden sich zwei Sitzbänke in sechs Meter Abstand voneinander.
Nach der zweiten Bank 90 Grad rechts, danach zwölf Meter mit Orientierung an drei weiteren Sitzbänken. Hinter der letzten Bank noch drei Meter vor und 45 Grad links, der abgeschrägten Rasenkante auf fünf Metern folgen und noch mal 45 Grad links in die Niederlagstraße einbiegen. Von hier etwa 35 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster mit Orientierung an der Rasenkante links bis zu deren Ende gehen. Nun weitere 45 Meter der Seitenwand des Kronprinzenpalais rechter Hand bis zum Ende folgen.
Standort: Unter den Linden Ecke Niederlagstraße.
Dann 90 Grad rechts. Es folgt die Überquerung der Niederlagstraße, sechs Meter auf Asphalt. Danach drei Meter vor bis zu einer erhöhten, runden Pflanzeinfassung. Hier 90 Grad links und etwa zwölf Meter der runden Pflanzeinfassung rechter Hand folgen. Danach etwa 35 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster mit Orientierung an der Grenze zwischen zwei Mosaikpflasterbelägen bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Es folgt die Überquerung der Fahrbahn Schinkelplatz auf sechs Metern. Ein provisorischer Betonklotz ist im Weg. Diesen rechter Hand umgehen und zwei Meter bis zum südwestlichen Sockel des Schloßbrückengeländers vorgehen.

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Station 12 – Die Schloßbrücke

Bronze Tafel

Am roten Granitsockel ist in Höhe von 80 Zentimetern eine Bronzetafel angebracht mit der Reliefinschrift:

Schlossbrücke
erbaut 1821-1824
nach Entwürfen von
Karl Friedrich Schinkel

Geschichte

Auf dem Weg vom Berliner Stadtschloss zum Jagdgebiet im Großen Tiergarten gab es schon im 15. Jahrhundert an dieser Stelle eine Brücke. 1806 zog Napoléon Bonaparte über diese Brücke in Berlin ein. 1821-1824 hat Karl Friedrich Schinkel, auf Befehl des Königs die neue steinerne Brücke gebaut. Damit wurde die ehemals hölzerne Hundebrücke ersetzt.

Die allerdings noch nicht vollständig fertiggestellte Brücke (ohne Pflasterung und Geländer) wurde am 28. November 1823, einen Tag vor der Heirat des preußischen Kronprinzen, dem späteren König Friedrich IV. feierlich eingeweiht. Und dann passierte das Unglück. Große Mengen Zuschauer standen auf der Hilfsbrücke, die neben der Schlossbrücke während der Bauzeit errichtet worden war. Durch den Andrang der Menschen stürzten viele Menschen ins Wasser und 22 Personen ertranken.

Schinkels steinerne Brücke

Die neu gebaute 34 Meter breite und 56 Meter lange, auf drei Flachbogen gelagerte Brücke erhielt die Bezeichnung Schloßbrücke.

Brückenschmuck

Als Brückenschmuck hat Schinkel acht monumentale Skulpturengruppen vorgesehen (4 auf jede Brückenseite). Die wurden aber erst, aus Geldmangel, nach Schinkels Tod, in den Jahren 1847-1857 von acht verschiedenen Bildhauern gefertigt. Auf die Befreiungskriege bezogene Motive, die auf hohen Marmor-Postamenten über den steinernen Brückenpfeilern stehen, sind im Geist des Klassizismus erhalten. In jedem weißen Marmor Paar, eine Personen eine griechische Göttin (Athena, Nike oder Iris) und zweite ein Kämpfer ist. In der griechischen Mythologie ist:

• Athena eine Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes, der Kunst, des Handwerks; sie ist eine Schutzgöttin.
• Nike ist eine Siegesgöttin.
• Iris ist eine Götterbotin

Die hohen weißen Piedestale ruhen auf roten 1,5 Meter mal 1,5 Meter großen und 1,20 Meter hohen Granitsockeln und sind mit kreisförmigen Medaillons geschmückt.

Skulpturen, die die Südseite der Brücke von Westen nach Osten schmücken

• Nike lehrt den Knaben Heldensagen, von Emil Wolf, 1847
• Athena unterrichtet den Jungen im Waffengebrauch, von Hermann Schievelbein, 1953 Heldensagen, von Emil Wolf, 1847
• Athena bewaffnet den Krieger, von Karl Heinrich Möller, 1851
• Nike krönt den Sieger, von Friedrich Drake, 1853

Skulpturen, die die Nordseite der Brücke von Westen nach Osten schmücken

• Nike richtet den Verwundeten auf, von Ludwig Wilhelm Wichmann, 1853
• Der Jüngling wird von Athena in neuen Kampf geführt, von Albert Wolff, 1853
• Der junge Held wird von Athena beschützt, von Gustav Blaeser, 1854
• Iris trägt den gefallenen Helden zum Olymp, von August Wredow, 1857

Brückengeländer

Die drei etwa 14 Meter breiten Räume zwischen den vier Marmor-Postamenten sind mit einem 150 Zentimeter hohen gusseisernen Brückengeländer versehen, das mit Mythologischen Motiven geschmückt ist.

Jedes Teil besteht aus fünf, jeweils ein Meter breiten Feldern, die zwischen sechs schmaleren, 50 Zentimeter breiten Feldern sich befinden. Die breiten Felder sind abwechselnd mit zwei Seepferdchen und zwei Tritone, beschmückt, die mit Mäanderband umrandet sind. In jedem der sechs schmalen Felder befindet sich jeweils ein Delfin.

Schinkel-Laterne

Jede Brückenseite ist jeweils mit vier so genannten doppelten Schinkel-Laternen beleuchtet, die gegenüber dem Statuensockel stehen. Solchen Laternen werden allerdings zur Beleuchtung von vielen Straßen und Plätze in Berlin, wie Schinkelplatz verwendet.

“Die Schinkelleuchte bezeichnet die Bauform eines Lichtmastes in der Straßenbeleuchtung. In einigen Fällen ist auch nur der Leuchtkörper in seiner typischen sechseckigen Form bezeichnet. Die Glasflächen stellen damit einen auf dem Kopf stehenden Pyramidenstumpf mit sechseckiger Grundfläche dar. Einige Varianten haben eine quadratische Grundfläche, andere eine achteckige. Die Bezeichnung geht auf Entwürfe von Karl Friedrich Schinkel zurück.” (Wikipedia)

Von Zweiten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Figurengruppen ausgelagert und in den Südhafen von Spandau verbracht. Dort verblieben sie, bis der Senat von Berlin im Rahmen des deutsch-deutschen Austausches von Kulturgütern, sie 1981 dem Ostberliner Magistrat zurück gab.

Sie kehrten 1984 nach ihrer Restaurierung an ihrem ursprünglichen Standort zurück. Die Brücke hatte 1951 den Namen Marx-Engels-Brücke erhalten. Erst ein Jahr nach der Wiedervereinigung bekam sie ihren Namen “Schloßbrücke“ zurück. Die Schreibweise wurde bis heute nicht geändert. Die Schloßbrücke steht unter Denkmalschutz.

Wegbeschreibung über die Schloßbrücke

Jetzt den Sockel rechter Hand umgehen.
Standort: Der Sockel an der Westseite des südlichen Brückengeländers, vor der Skulptur :”Nike lehrt den Knaben Heldensagen” von Emil Wolf, 1847.
Weiter 14 Meter entlang des, mit Tritonen, Sehpferdchen und Delfinen verzierten Brückengeländers bis zum nächsten Sockel mit einem Skulpturenpaar, gehen.
Hier steht “Athena unterrichtet den Jungen im Waffengebrauch” von Hermann Schievelbein, 1953. Von hier weitere 14 Meter dem Brückengeländer entlang.
Auf dem dritten “Athena bewaffnet den Krieger” von Karl Heinrich Möller, 1851. Danach noch die letzten 14 Meter bis zum vierten Sockel gehen. Hier “Nike krönt den Sieger” von Friedrich Drake, 1853.
Standort: Ostseite des südlichen Brückengeländers. Hier ist die Brücke zu Ende.

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ZIEL !

Hier endet der der Schinkelrundgang.

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Symbolbild Bus
100 Richtung S+U-Bahnhof Zoologischer Garten,
200 Richtung S+U-Bahnhof Zoologischer Garten, Haltestelle Lustgarten

Ab Ende der Brücke fängt der Bauzaun an. Jetzt zehn Meter vor auf Asphalt mit Orientierung am Bauzaun rechts bis zu einem runden Geldautomaten links. Nun 90 Grad links und sieben Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit. Hier 90 Grad rechts und fünf Meter geradeaus bis zu einem Bauzaun. Ab hier ist bedingt durch eine Baustelle ein provisorischer Ersatzfußweg durchgehend auf Asphalt. Jetzt 90 Grad links und fünf Meter rechter Hand dem Bauzaun folgen, bis er nach rechts abknickt. Dann etwa 40 Meter dem Bauzaun entlang gehen. Danach folgt die Überquerung einer Baustellenzufahrt auf neun Meter. Jetzt weitere 20 Meter dem Bauzaun entlang gehen. Danach 90 Grad rechts und acht Meter vor und 90 Grad links. Jetzt etwa 25 Meter geradeaus auf dem Beton mit der Orientierung an den neun Blumenkästen aus Holz rechts. Es folgt die Überquerung einer weiteren Baustellenzufahrt auf etwa 20 Meter. Danach zehn Meter weiter geradeaus dem Bauzaun rechter Hand folgen, dann 90 Grad links und vier Meter bis zur Bordsteinkante gehen. Es folgt die Überquerung der Fahrbahn Schloßplatz in zwei Phasen. Die Ampelanlage ist taktil mit Anforderungsknopf. Erste Phase sechs Meter, dann Mittelinsel zwei Meter breit, zweite Phase sechs Meter.
Nach der Überquerung ist 45 Grad links in vier Meter Entfernung ein BVG – Wartehäuschen. Nach der Überquerung fünf Meter geradeaus bis zur abwärts führenden Stufe. Vor der Stufe 90 Grad links und etwa 35 Meter geradeaus mit Orientierung an der Stufenkante rechts, dann 90 Grad links und vier Meter vor bis zur Bushaltestellensäule.
Standort: Bushaltestelle Lustgarten

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Symbolbild Bus
100 Richtung S+U-Bahnhof Alexanderplatz,
200 Richtung Prenzlauer Berg / Michelangelostraße, Haltestelle Lustgarten

Ab Ende der Brücke fängt der Bauzaun an. Jetzt zehn Meter vor auf Asphalt mit Orientierung am Bauzaun rechts bis zu einem runden Geldautomaten links. Nun 90 Grad links und sieben Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit. Hier 90 Grad rechts und fünf Meter geradeaus bis zu einem Bauzaun. Ab hier ist bedingt durch eine Baustelle ein provisorischer Ersatzfußweg durchgehend auf Asphalt. Jetzt 90 Grad links und fünf Meter rechter Hand dem Bauzaun folgen, bis er nach rechts abknickt. Dann etwa 40 Meter dem Bauzaun entlang gehen. Danach folgt die Überquerung einer Baustellenzufahrt auf neun Meter. Jetzt weitere 20 Meter dem Bauzaun entlang gehen. Danach 90 Grad rechts und acht Meter vor und 90 Grad links. Jetzt etwa 25 Meter geradeaus auf dem Beton mit der Orientierung an den neun Blumenkästen aus Holz rechts. Es folgt die Überquerung einer weiteren Baustellenzufahrt auf etwa 20 Meter. Danach etwa 70 Meter weiter geradeaus dem Bauzaun rechter Hand folgen, dann 90 Grad links und vier Meter vor bis zur Bushaltestellensäule.
Standort: Bushaltestelle Lustgarten.

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Architektonische Begriffe

Akanthus

Der Akanthus ist ein dekoratives Element in Form eines stilisierten Blattes der im mediterranen Raum beheimateten Pflanze Akanthus. Akanthus ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae).

Akroterion

Das Akroterion ist ein Architekturelement, das in klassischen griechischen und römischen Gebäuden als krönender Abschluss der oberen und seitlichen Ecken Anwendung findet.

Alberti

Leon Battista Alberti (* 1404; † 1472) war ein italienischer Humanist, Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker sowie Architekt der Frührenaissance.

Arboretum

Arboretum (oder auch Dendrarium, dendrologischer Garten, botanischer Garten) ist ein Ort an dem exotische Bäume, Sträucher und Gehölzer angepflanzt werden.

Amoretten

Als Amoretten werden Liebesgötter genannt. Sie werden in der Kunst als beflügelte Knäblein dargestellt.

Attika

Attika bezeichnet den oberen Teil des Gebäudes der über dem Kranzgesims sich befindet. Sie kann in Form von Mauern, Geländern geformt sein. Die Attika hat eine Doppelfunktion: einerseits ist sie ein dekoratives architektonisches Element, andererseits dient sie als Brandschutzelement.

Barock

Barock, die Hauptrichtung in der europäischen Kultur, deren Dauer vom Ende des 16.Jahrhunderts bis ins 18. Jahrhundert stammt. In der Architektur, Malerei und Skulptur war dieser Stil reich an Verzierungen, fantasievolle Lösungen und die Symbolik.

Basilika

Die Basilika in der Architektur, ist ein mehrschiffige Tempel ( unabhängig von ihrer kanonischer Funktion), in denen das Hauptschiff höher als die Seitenschiffe ist. In der Hauptschiff, über die Dächer der Seitenschiffe befinden sich Fenster.

Castrum

Castrum ist, ein befestigtes Militärlager, das von Römischen Legionären errichtet wurde. In der Regel wurde es immer nach einem bestimmten Plan auf einem Hügel in der Nähe von Wasser und Wald auf einem quadratischen oder rechteckigen Grundriss errichtet. Es war normalerweise umgeben mit einem Burggraben und Wällen oder Palisaden, in die vier Tore eingebaut waren.

Dorische Ordnung

Die dorische Ordnung ist wahrscheinlich die älteste architektonische Ordnung und hat sich im 7. Jahrhundert vor Christus in Griechenland entwickelt. Die Merkmale der dorischen Ordnung sind:

• kein Sockel (Basis)
• Säulen mit meist 20 Kanneluren, deren Höhe etwa 8 Säulendurchmesser betragen
• schlichtes Kapitel

Fortifikation

Fortifikation, Festung, ist ein Bauwerkekomplex mit Bastionen und Mauern für militärische Abwehroperationen.

Frigidarium

Frigidarium, ein Begriff aus dem antiken Rom, ist ein Raum in Thermen, wo sich ein Pool oder Becken mit kaltem Wasser befand. Es diente zu Abkühlung nach einem Aufenthalt in Warmräumen.

Gotik

Gotik, der Stil in der Architektur und Kunst der während der reife und späten Mittelalter in christliche Europa präsent war. Gotik wurde von Renaissance abgelöst.

Ionische Ordnung

Die ionische Ordnung ist im 6. Jahrhundert vor Christus in den griechischen Kolonien Kleinasiens entstanden. Die Merkmale der ionischen Ordnung sind:

• Ein prächtig entwickelter kreisförmiger Sockel (Basis)
• Säulen mit meist 24 Kanneluren, deren Höhe etwa 9 Säulendurchmesser betragen
• Voluten am Kapitel (lat. ­volutum – „das Gerollte“)
• Wie in allen anderen Ordnungen verjüngen sich die Säulen nach oben.

Kanneluren

Die Kanneluren sind flache, konkave vertikale Rillen die in gesamter Höhe auf der Schaftoberfläche einer Säule oder eines Pilasters verlaufen.

Kapitell

Das Kapitell ist der höchste, krönende Teil einer Säule oder eines Pilasters. Es ist das unmittelbare konstruktive Verbindungsteil zwischen dem Säulenschaft und dem Gebälk. Aufgrund seiner Lage hat es auch eine dekorative Funktion.

Klassizismus

Der Klassizismus ist in der Architektur ein Stil, der sich an den architektonischen Formen des antiken Roms und Griechenlands orientiert. Er hat sich um 1750 in der Architektur entwickelt als Reaktion auf die Pracht des Barock und des Rokoko und wurde etwa bis 1850 angewandt.

Korinthische Ordnung

Die korinthische Ordnung hat sich im 4. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland entwickelt. Sie wird wie die ionische Ordnung bestimmt durch:

• eine Basis
• ein Kapitell in Form eines tiefen Korbes mit drei Kränzen aus Akanthusblättern
• eine kannelierte Säule
• Die Säulenhöhe beträgt etwa 10 Säulendurchmesser

Kymation

Der Kymation ist ein kontinuierliches, geschnitztes oder bemaltes pflanzliches Ornament, das auf einer Leiste platziert ist.

Maßwerk

Das Maswerk in der Gotik ist eine geometrisch konstruierte Steinfüllung in den Bogenwinkeln von Fenstern, Leuchtkąsten, Rosetten usw. Es wird auch zur Dekoration von Wänden angebracht. Die Maßwerke können verschiedene Formen haben wie: Fischblasen und flammenähnlichen Gebilde.

Mäander

Der Mäander ist ein seit der Jungsteinzeit verwendetes orthogonales Ornament. Mäander sind ursprünglich Kennzeichen einer griechischen Kunst. In der griechischen Antike steht dieses Ornament für die Erlangung der Ewigkeit als Dauer in der Zeit durch Reproduktion. Der Mäander ist ein horizontaler Polygonzug von rechten Winkeln in sich wiederholender Linie.
Mäander finden sich als Doppelmäander als dekoratives Element auch in der pompejianischen Wandmalerei.
Das Wort Mäander stammt vom griechischen Namen Maiandros für die Flüsse Menderes (Großer Mäander und Kleiner Mäander) in der westlichen Türkei. Das Wort ist hingegen nicht die Übersetzung von ‘Schlinge’ oder ‘Schleife’. Bereits in der Antike waren die genannten Wasserläufe bekannt für ihre zahlreichen Flussschlingen.

Niobide

Niobide ist ein männlicher Abkömmling der Niobe, die eine Tochter des Tantalus war.

Palmette

Die Palmette ist ein dekoratives Motiv in Form stilisierter Palmenblättern, die fächerförmig angeordnet sind.

Pantheon

Das Pantheon ist eine kreisförmige Tempel auf dem Marsfeld in Rom, des von Kaiser Hadrian im Jahr 125 gesponsert wurde.

Pilaster

Der Pilaster ist eine lokale Verdickung der Wand in Form einer flachen Säule. Pilaster dient der Wandgliederung, kann aber auch eine tragende statische Funktion haben.

Portal

Das Portal – dekorative Türen in Kirchen, Paläste, Rathäuser in wohlhabenden Häuser.

Portikus

Der Portikus ist eine Säulenhalle oder Säulengang mit gradem Gebälk als Vorbau an der Haupteingangsseite eines Gebäudes.

Pylon

Pylon – ist eine Toranlage mit Flankentürmen. Die Türme wurden auf einem rechteckigen Grundriss gebaut und verjüngten sich nach oben. Im alten Ägypten, befand sich zwischen den Türmen der Eingang zum Tempelhof.

Risalit

Der Risalit ist ein, Vorsprung aus der Fluchtlinie eines Baukörpers. Er zieht sich meist über die ganze Höhe hin und dient als Mittel zur Fassadengliederung.

Treppenwange

Bei Treppenwangen handelt es sich um die tragenden Seitenfläche einer Treppe.

Triton

Triton ist in der griechischen Mythologie ein Gott des Meeres. Re wurde als Sohn des Gottes Poseidon und Göttin Amphitrite bekannt.
In der Kunst wird er meist als Mischwesen mit einem Dreizack und einer großen Schale dargestellt. Der obere Teil seines Körpers (Rumpf, Kopf und Hände) ähnelt dem menschlichen Körper, während der untere Teil wie ein Fisch geformt ist.

Tympanon

Ein Tympanon ist eine dreieckige Fläche innerhalb von Portalen. Es kann schlicht ausfallen oder mit einem Relief gefüllt sein. Das Tympanon ist wesentliches Merkmal der monumentalen Gebäude im ­antiken Griechenland und Rom.

Vitruv

Vitruv (auch: Vitruvius oder Marcus Vitruvius Pollio) war ein römischer Architekt, Ingenieur und Architekturtheoretiker des 1.Jahrhunderts v.

Volute

Die Volute (Schnecke), gehört zu den architektonischen und dekorativen Motiven in Form einer Spirale oder Rolle. Man findet sie in den Säulenkapiteln in der griechischen und römischen Architektur (in der ionischen, korinthischen und Kompositen Ordnung.

Quellen

www.schinkel-galerie.de

de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia

www.history.didaktik.mathematik.uni-wuerzburg.de/rechner/neumann/ordfra.html

www.enzyklo.de

www.internationale-bauakademie.com

www.besuch-berlin.de

www.ghb-online.de

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