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Großer Tiergarten – südwestlicher Teil
Siegessäule am Großen Stern

Teil 2

Straße des 17. Juni
10557 Berlin – Tiergarten

Fortsetzung des Rundgangs durch den südwestlichen Teil des Tiergartens

Karte des Rundgangs

Wegbeschreibung zur Station 15 – Das Karl-Liebknecht-Denkmal

Jetzt 90 Grad rechts und etwa 130 Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung an der Bordsteinkante links bis zu der Stelle, an der der Bordstein schräg nach links verläuft. Dort der linken Bordsteinkante folgend drei Meter vor.
Standort: vor der Gedenkstätte Karl-Liebknechts auf dem Ufer der Neuen See.

Station 15 – Das Karl-Liebknecht-Denkmal

Karl Liebknecht

Karl Liebknecht war ein prominenter Marxist, Antimilitarist und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Von 1912 bis 1916 kämpfte er als Abgeordneter gegen den Krieg. Während der Novemberrevolution rief Liebknecht am 9. November 1918 vor dem Berliner Schloss eine „freie sozialistische Republik“ aus.

Kurz nach dem Niederschlag des Spartakusaufstands wurde er verhaftet, stundenlang verhört und misshandelt.
In der Nacht der Ermordung von Rosa Luxemburg wurde auch Karl Liebknecht in den Tiergarten gebracht und hier am Neuen See mit einem Schuss in den Hinterkopf ermordet. Seinen Leichnam übergaben die Mörder der Rettungswache mit der Angabe “unbekannt”.

Die Gedenktafel

Die 140 mal 70 Zentimeter große Bronzetafel liegt auf einem ebenso großen Sockel. Der als Quader aus Klinker gemauerte Sockel ist um 20 Grad zum Betrachter geneigt und sieht so aus, als sei seine vordere Seite in Erde gegraben worden. Auf der vorderen Seite ist der Sockel 16 Zentimeter und auf der hinteren 40 Zentimeter hoch.

Die Inschrift der in Basrelief geprägten Lettern lautet:

Am Abend des 15. Januar 1919 wurden Dr. Karl Liebknecht und Dr. Rosa Luxemburg
von Soldaten und Offizieren der Garde-Kavallerie-Schützen-Division misshandelt und ermordet.
Rosa Luxemburg, tödlich verwundet oder tot, wurde von ihren Mördern neben der Lichtensteinbrücke in den Landwehrkanal geworfen.
Der andere Teil dieses Mahnmals, wenige hundert Meter südlich, kennzeichnet diesen Bereich.
Karl Liebknecht wurde hier am Ort dieses Mahnmals erschossen.
Im Kampf gegen Unterdrückung, Militarismus und Krieg starb der überzeugte Sozialist Karl Liebknecht
als Opfer eines heimtückischen politischen Mordes.
Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen lassen die Fähigkeit der Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. Sie kann und darf kein Mittel irgeneiner Konfliktlösung sein und bleiben
Berlin, 1987.

Der Text dieser Tafel ist ähnlich dem des Rosa-Luxemburg-Denkmals und weist auch hier den Fabrikationsstempel “Kunstguß VEB Lauchhammerwerk 1987” auf. Bemerkenswert ist, dass die Künstler den Auftrag zur Ausführung der Metallteile beider Denkmäler unter beiden Deutschen Staaten verteilt haben: Die Maschinengussformen kommen von der Firma Dove und Minteln in West-Berlin, der Maschinengussstahl der Namenszüge und die Bronzetafeln stammen vom Kunstgusswerk in Lauchhammer in Ost-Deutschland.
Der Entwurf stammt von Ralf Schüler / Ursulina Schüler-Witte.

Wegbeschreibung zum Denkmal

Jetzt 90 Grad rechts an der Tafel linker Hand vorbei, fünf Meter geradeaus über den Rasen gehen und 90 Grad links. Dann sechs Meter bis zur Säule vorgehen.
Standort: vor dem Karl-Liebknecht-Denkmal

Das Denkmal

Das Denkmal besteht aus einer Gedenktafel und einer unvollendeten Säule, die am Ufer den Ort der Ermordung markiert. Ihr Durchmesser beträgt etwa 60 Zentimeter, ihre Höhe drei Meter. Die dunkle, rotbläuliche, aus Klinker gemauerte runde Säule mit dem abgebrochenen oberen Abschluss erscheint etwas unheimlich auf dem grünen sonnigen Seeufer. Auf der Seite zum Weg und zu den Passanten hin wurden in der Säule von oben nach unten vertikal verlaufende Gussstahllettern eingelassen. Sie bilden den Namenszug “Karl Liebknecht”. Die einzelnen Lettern des Namenszugs schlagen sich plastisch durch den Pfeiler durch.

Wegbeschreibung zur Station 16 – Der Neue See

Nach der Betrachtung des Mahnmals um 180 Grad wenden und acht Meter geradeaus auf Rasen zur Bordsteinkante und zum Sandweg gehen und 90 Grad links. Weiter der Kante auf der linken Seite folgen und etwa 60 Meter geradeaus auf Sandboden bis zu einem Mast mit einem Straßenschild links. Ab diesem fünf Meter vor an einem Weg vorbei und 90 Grad links. Dann etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zum Kopfsteinpflaster. Anschließend drei Meter vor am Geländer rechts entlang bis zum Metallgeländer vor dem Wasser.
Standort: auf der Aussichtsplattform mit Blick Richtung Süden zum Neuen See

Station 16 – Der Neue See

Die Aussichtsplattform

Die mit einem Metallgeländer abgesicherte und mit Kopfstein gepflasterte Aussichtsplattform ist zweieinhalb mal vier Meter groß.

Der Neue See

Wind lässt die Baumkronen rauschen und Amseln knistern im Gebüsch. Einige Bäume haben kräftige alte Stämme. Viele sind noch jung, sind aber schon mit ausladenden Kronen, die den Himmel umrahmen und sich im stillen Wasser spiegeln, ausgestattet. Farn umsäumt den Weg. Man spürt, wie still es im Tiergarten sein kann. Die City scheint weit entfernt. Eine ausgewogene Mischung aus Wasser, Wald und Himmel.

Ein Ort der Erholung, ein Volkspark mit dichten Waldpartien und sonnigen anmutigen Hainen: so hat sich Peter Joseph Lenné den Tiergarten wohl vorgestellt, als er Ende des Jahres 1833 die Planung für das südliche Gebiet vorlegte.

Das schloss auch das stark versumpfte Areal zwischen Fasanerieallee und Landwehrgraben ein. Um die Kosten für die Trockenlegung zu sparen, schlug Lenné vor, einen See anzulegen. Dieser musste in Verbindung mit dem Kanal stehen. Und schon bald nach der Anlegung war der Neue See mit seinen zahlreichen Buchten und gemütlichen Wasserpartien zu einem beliebten Ausflugsort der Berliner geworden.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt 180 Grad wenden, etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer und der Bordsteinkante links zum Großen Weg zurück. Dann 90 Grad links und etwa 100 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Bordsteinkante links bis zu einem zwei Meter breiten Weg auf der linken Seite. Hier 90 Grad links und drei Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zu einer abwärts führenden, etwa zehn Zentimeter hohen Stufe aus Naturstein. Danach wieder drei Meter vor bis zu einer identischen Stufe. Dann sechs Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts dem leichten Rechtsbogen des Weges folgen, am Abfalleimer rechter Hand vorbei und bis zu einer Bank auf der rechten Seite vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: am nördlichen Ufer des Neuen Sees

Die Insel am Neuen See

Vorne rechts befindet sich die größte Insel des Neuen Sees. Der Neue See stellt mit seinen kleinen Buchten und kurvenreichen Uferlinien die längste zusammenhängende Wasseranlage des Tiergartens dar. Gemütliche Spazierwege streifen einzelne Halbinseln. Auf einer der Inseln lässt sich ein bewaldeter Hügel erkennen. Darunter verbirgt sich ein zerstörter Feuerleitturm der Flugabwehrstellung am Zoo. 1952 wurde er gesprengt und eingeschüttet. Jetzt dient die grüne Insel als Vogelschutzgebiet. Schätzungsweise 44 Arten von Brutvögeln haben im Tiergarten ihr Zuhause.

Hier nisten auch Greifvögel, wie Habicht und Mäusebussard. Dicht bepflanzte und etwas ungepflegte Seeufer bieten den Wasservögeln idealen Schutz. Im Tiergarten fühlen sich nicht nur die Menschen wohl, sondern auch die Tiere.

Wegbeschreibung zur Station 17 – Das Gaslaternen-Freilichtmuseum

Jetzt 90 Grad rechts und sechs Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis einer aufwärtsführenden Stufe aus Stein. Danach drei Meter vor bis zu einer identischen Stufe. Anschließend drei Meter vor und 90 Grad links.
Standort: der Große Weg mit Blick Richtung Nordwesten zur Straße des 17. Juni

Jetzt etwa 100 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Bordsteinkante und der Erdgrenze links. Hinter den großen Eiben-Büschen in einen kleinen Weg nach links abbiegen. Nun etwa 40 Meter dem Verlauf des schmalen Weges folgend mit Orientierung an der Steinkante links bis zu einem Busch auf der linken Seite vorgehen. Jetzt den Busch linker Hand umgehen, 90 Grad links und etwa 14 Meter mit Orientierung an einem Geländer bis zum 80 auf 80 Zentimeter großen Aufmerksamskeitfeld aus Stahl vorgehen. Hier 90 Grad links.
Standort: Der nordwestliche Ausläufer des Neuen Seess mit Blick Richtung Süden zum Tiergartenufer

Station 17 – Das Gaslaternen-Freilichtmuseum

Das Ufergeländer am Neuen See

Das von einem Meter Höhe schmiedeeiserne Geländer besteht aus zwölf 170 Zentimetern langen Gitterwerken und ist an beiden Enden von Sockeln erfasst. Jedes Gitterwerk wird noch diagonal geteilt. Dreiecke oben und unten füllen filigran verarbeitete Tannenzweige mit Zapfen.

Das Gaslaternen Freilichtmuseum

Den Weg vom Flusslauf beleuchten historische Gaslaternen. Diese sind auch stumme Zeitzeugen der Berliner Geschichte und Bestandteil seiner Identität. Mit der Industrialisierung Preußens begann das Gaslicht auch die Berliner Straßen zu beleuchten. 1826 werden die ersten 27 Laternen entlang der Allee Unter den Linden angezündet. Auch heute noch funkeln in der Berliner Nacht rund 44.000 Gaslaternen. Das ist mehr als die Hälfte aller Gaslaternen, die weltweit in den Straßen stehen. Die Berliner Straßenbeleuchtung ist so einzigartig, dass sie zu einem inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

Als die Elektrolampen begannen, die alten guten Gaslaternen von den Straßen der Hauptstadt zu verdrängen, gründete man das Freilichtmuseum, das der Aufbewahrung von ausrangierten Gaslaternen dienen sollte. Heute umfasst das Museum rund 90 Exemplare, darunter Originale und Replikate aus der Zeit von 1826 bis 1956, die nicht nur Berliner Straßen erhellten. Hier sind 25 deutsche und elf europäische Städte vertreten.
Die weltweit einzigartigen Gaslaternen verschönern mit ihrem warmen, gelben Licht die Berliner Nacht im Tiergarten.

Viele tragen eigene Namen, zum Beispiel “Großer Galgen”, “Bischofsstab”, “Schwanenhals” oder “Bullenbein”. Die Gestaltung reicht von prachtvollen fünfarmigen Kandelabern im Wilhelminischen Stil bis zum schlichten schmucklosen Betonmast aus der DDR.

Als Beispiel sei die besonders edle “Wilmersdorfer Witwe” genannt. Die Laterne hat einen Leuchter aus Kristallglas mit Facettenschliff und aufwändiger Blattgoldverzierung. Ein Fabrikant aus Wilmersdorf ließ sie für seine Villa anfertigen. Die Witwe hat die Laterne dem Museum übergeben. So kam die Laterne “Wilmersdorfer Witwe” zu ihrem Namen.

Die Laternen sind mit Ornamenten in verschiedenen Stilen und aus verschiedenen Epochen verziert. Der Klassizismus, die Gotik und der Jugendstil sind hier vertreten. Allein in Berlin gab es um die 4.000 Modelle. Das bekannteste davon ist die Schinkel-Laterne mit gusseisernen Gliedern im klassizistischen Stil.
Jede Laterne ist mit einem ovalförmigen Schild ausgestattet, das in etwa auf einer Höhe von zwei Metern hängt.

Ende der 70er Jahre hat man begonnen, Gasleuchten durch Elektrolampen zu ersetzen. Damals gab es die alten Berliner Gaslaternen für nur 20 Mark zu kaufen. Sie gingen an Liebhaber und Sammler in aller Welt, unter anderem auch ins Freilichtmuseum im Tiergarten.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt sich um 180 Grad drehen. Standort: vor dem Charlottenburger Platz-Kandelaber

Der Charlottenburger Platz-Kandelaber

Seckseckige Leuchter aus Glas ruhen auf drei Armen, an die sich Ranken und Blumen weben. Kaiser Wilhelm II. war ein Liebhaber der Gotik. Deswegen auch die reichlichen Ornamente am Übergang vom Mast zu den Leuchtern.

Der Text auf dem Schild lautet :

35
Charlottenburger Platz-Kandelaber. Dreiarmig.
Gusseiserner (historisch) elektizistischer Schmuckkandelaber, Modell 1904, der Aktiengesellschaft für Gas und Elektricität, Köln-Ehrenfeld.
Drei vierflammige Berliner Laternen, Modell 1892.
Kandelaber und Laternen, Nachbauten der Firma Friedhelm Trapp, Mainzhausen. Stand ursprünglich auf Plätzen in Berlin-Charlottenburg, letztes Original (fünfarmig) in der Schloßstraße in Berlin-Charlottenburg mit Gasbetrieb.
Im Museum seit 15.09.1979.

Weiterführende Wegbeschreibung durch die Allee mit ihren historischen Gaslaternen

Jetzt 90 Grad links und neun Meter am Geländer entlang bis zum Ecksockel gehen. An diesem linker Hand vorbei und fünf Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster mit Orientierung an der Grenze zum Erdreich und Sandboden links bis zu einer Laterne am Weg rechts. Standort: Das nördliche Ende der Allee mit historischen Laternen, auf der abgewandten Seite befindet sich die Straße des 17. Juni. Vor der Laterne Nummer 39.

Die Laterne Stadt Dresden

Die Laterne mit einem kannelierten und stark profilierten gusseisernen Mast, der auf einem mit pflanzlichen Ornamenten geschmückten balusterartigen Sockel steht. Der dreifenstrige Rundmantelleuchter ist mit drei Palmetten versehen. Der halbkugelförmige Helm aus Metall ist ebenfalls mit Palmetten verziert.

Der Text auf dem Schild lautet:

39
Stadt Dresden
Gusseiserner Friedrich-Siemens-Kandelaber („Viktoria-Mast“), Modell 1881,
Nachguss in Silumin durch die Firma Construktions-Licht, Berlin.
Vierflammige Aufsatzleuchte, Nachbau eines Mitarbeiters der GASAG unter Verwendung von Originalteilen einer dreifenstrigen Rundmantellaterne.
Stand in der Innenstadt von Berlin; letzte erhaltene Originale im Viktoria Park (daher der Name) in Berlin-Kreuzberg aufgefunden.
Im Museum seit 06.02.1978.

Weiterführende Wegbeschreibung der Laternen – die Allee entlang

Hinweis: Auf der ganzen Strecke zwischen den Laternen, die in unterschiedlichen Abständen voneinander stehen, wurden Granitblöcke von 20 Zentimetern Höhe, 30 Zentimetern Breite und zwei Metern Länge auf den Boden gelegt. Nun die Laterne rechts liegen lassen und drei Meter vor auf Mosaiksteinpflaster bis auf den Sandweg. Standort: vor der Laterne 38

Die Laterne Nummer 38 – Böhmischer Kandelaber

Der Böhmische Kandelaber hat eine Hängeleuchte mit einfachem grün gestrichenem Bündelpfeiler.

Der Text auf dem Schild lautet:

38
Böhmischer Kandelaber
Gusseiserner Mast mit schmiedeeisernem Aufsatz.
Vierflammige Hängeleuchte der Firma Bamag, Berlin.
Stand ursprünglich in der Kolonie Hasenwinkel in Berlin Köpenick.
Im Museum seit 29.04.1993.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, sechs Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 40

Die Laterne – Stadt Bonn

Diese Laterne gehörte der Stadt Bonn. Der mit Palmetten geschmückte Sechseckleuchter krönt den kannelierten gusseisernen Mast.
Der Pfeiler setzt sich aus vier verschieden verzierten Rohrelementen zusammen. Der zweite kegelförmige Teil ist mit floralen Ornamenten ausgeschmückt.

Der Text auf dem Schild lautet:

40
Stadt Bonn
Gusseiserner Mast mit neoklassizistischen Stielanklängen.
Vierflammige Sechseck-Laterne, Modell „Alt Bonn“, der firma Gebrüder Schneider, Hamm in Westfalen.
Stand in Bonn, Kandelaber-Modell wird mit anderen Aufsatzleuchten noch gasbetrieben. Insgesamt hat Bonn noch ca. 250 Gasleuchten (Stand 2006), leichte Tendenz zu weiterem Abbau.
Im Museum seit 01.10.1981.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, neun Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 43

Die Laterne – Stadt Aachen

Diese Laterne stammt aus der Stadt Aachen. Auf einem grün gestrichenen kannelierten Pfeiler steht sie auf einer sechseckigen Basis und ist mit Akanthusblättern geschmückt. Der Mast hat ein spezielles Leitereisen, auch Leiterbügel genannt. Das ist eine horizontale Stange in etwa drei Metern Höhe, die das Anlehnen der Leiter erleichtern sollte. Der Viereckleuchter aus Glas, der von oben ebenfalls mit einer viereckigen Glashaube versehen ist, ist schlicht aber elegant.

Der Text auf dem Schild lautet:

43
Stadt Aachen
Gusseiserner Mast.
Vierflammige Viereck-Laterne. Stand ursprünglich in Aachen.
Im Museum seit Oktober 1981.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, etwa zehn Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 45

Die Laterne – Stadt Frankfurt / Main

Der schlichte, kannelierte Pfeiler steht auf einem viereckigen, etwa 50 Zentimeter hohen Sockel. Der Viereckleuchter ist mit einer ebenfalls viereckigen Haube aus Metall ausstaffiert. Das Frankfurter Wappen in Form eines Basreliefs befindet sich auf jeder Seite des Sockels in einer Höhe von etwa 50 Zentimetern und ist gut zu ertasten. Es stellt einen weißen Adler auf rotem Schild dar. Der Adler trägt auf dem Kopf eine Krone.

Der Text auf dem Schild lautet:

45
Stadt Frankfurt/Main
Nachguss des repräsentativen „Adler Kandelabers“ (Frankfurter Wappen) durch die Höchster Eisengießerei Scriba von 1978.
Nachbau einer Viereck „Biedermeier-Laterne“ durch einen Mitarbeiter der Maingas AG, Frankfurt/Main.
Die Firma Gießerei G. Knodt (nachmals Metallwerke Knodt AG), Frankfurt/Main, war vermutlich erster Hersteller der Leuchte.
Im Museum seit 15. September 1979.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nach Betrachtung der Laterne 90 Grad links und fünf Meter vor bis zu einer Bank. Eine Sitzgelegenheit.

Die Bänke

Das Museum wurde 1978 eröffnet. Nach knapp 30 Jahren Ausstellungsdauer wurden seine Exponate reparaturbedürftig. Eine umfangreiche Sanierung erfolgte 2006. Die Laternen wurden gereinigt, gestrichen und bekamen neue Schilder mit historischen und technischen Angaben. Außerdem wurde die Anlage durch Informationstafeln und zwei neue Parkbänke vervollständigt.

Die grün gestrichenen Bänke tragen auf den Rückenlehnen ein Zitat aus dem Gedicht “Der Revoluzzer” des Schriftstellers Erich Mühsam, der lautet:

Ich bin der Lampenputzer dieses guten Leuchtlichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts! Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehen,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nach einer kleinen Rast 90 Grad rechts, fünf Meter geradeaus mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 47

Die Laterne – Stadt Freiburg im Breisgau

Die Laterne der Stadt Freiburg hat einen reich mit floralen Ornamenten verzierten kannelierten Pfeiler, der auf einem sechseckigen, 50 Zentimeter hohen Sockel steht. Der Viereckleuchter aus Glas ist mit einer flachen vierkantigen Haube bestückt.

Der Text auf dem Schild lautet:

47
Stadt Freiburg im Breisgau
Gusseiserner Kandelaber Süddeutscher Bauart der Firma Ph. A. Fauler, Freiburg. Vierflammige Viereck „Munster-platz-Laterne“.
Nachbau. Historische Kombination fast ausschließlich mit Wandarmen, nicht mit einem Kandelaber von Fauler bekannt. Stand in der Innenstadt von Freiburg.
Im Museum seit 15.10.1979.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, acht Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 49

Die Laterne Stadt Hameln

Die Laterne der Stadt Hameln hat einen schlichten kannelierten Pfeiler, der auf einem achteckigen 40 Zentimeter hohen Sockel steht. Der Leuchter ist zurzeit nicht vorhanden.

Der Text auf dem Schild lautet:

49
Stadt Hameln
Gusseiserner Mast mit sechseckigem Sockel und Leitereisen der Eisengießerei Concordia in Hameln, Niedersachsen.
Nachbau einer vierflammigen „Hamelner-(Sechseck-)Laternen“ durch einen Mitarbeiter der GASAG.
Stand in Hameln.
Im Museum seit 15. September 1979.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, acht Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 51

Die Laterne Stadt Wuppertal

Die Laterne der Stadt Wuppertal hat einen schlichten kannelierten Pfeiler, der auf einem sechseckigen 40 Zentimeter hohen Sockel steht. Sie hat einen Aufsatzleuchter.

Der Text auf dem Schild lautet:

51
Stadt Wuppertal
Gusseiserner Mast mit sechseckigem Sockel und Kannelierungen in naturalistischen Endigungen, Modell 1896.
Vierflammige Aufsatzleuchte „Modell 52“ der Firma Gebrüder J. & C. Schneider, Hamm in Westfalen.
Stand in Wuppertal.
Im Museum seit 15. September 1979.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, etwa zehn Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 53

Die Laterne Stadt Essen

Der Aufsatzleuchter krönt den schlichten kegelförmigen Mast.

Ein Schild ist nicht vorhanden.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, acht Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 55

Die Laterne Stadt Braunschweig

Die Rundmantellaterne, die auf einem Vier-Bündelpfeilermast steht.

Der Text auf dem Schild lautet:

55
Stadt Braunschweig
Gusseiserner gotisierender Vier-Bündelpfeilermast, der über dem Blatt-Kapitell eine Art englisches Poligonal-Kapitell (decoratend) bzw. einen achtseitigen Kämpfer ausweist. Sechsflammige Rundmantellaterne Modell „Wartburg“ der Gebrüder J. & C. Schneider, Hamm in Westfalen.
Stand in Braunschweig.
Im Museum seit 15. September 1979.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, etwa zehn Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 57

Die Laterne Stadt Mainz

Die Laterne der Stadt Mainz hat einen reich verzierten Pfeiler, der auf einem runden, balusterartigen 50 Zentimeter hohen Sockel steht. Der vierfenstrige Rundmantelleuchter ist mit einer Krone, die aus den Akanthusblättern besteht, geschmückt.

Der Text auf dem Schild lautet:

57
Stadt Mainz
Gusseiserner prunkvoller Mast.
Vierflammige vierfenstrige Rundmantellaterne.
Nachbau durch einen Mitarbeiter der GASAG.
Stand in Mainz.
Im Museum seit 02.03.1982.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, etwa zehn Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Mosaiksteinpflaster links und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 61

Die Laterne Stadt Dublin (Irland)

Ein Hängeleuchter mit einem schlichten runden Mast, der auf dem reich mit Ornamenten geschmückten Sockel steht. Die Laterne beleuchtete einst die Stadt Dublin. Es ist kein Schild vorhanden.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links, einen Meter geradeaus auf Sandweg bis zum Kopfsteinpflaster und 90 Grad rechts. Jetzt drei Meter vor auf Kopfsteinpflaster mit Orientierung an der Erdgrenze rechts und 90 Grad rechts. Standort: vor der Laterne Nummer 62

Die Laterne Stadt London (England)

Der sechsfenstrige Laternenleuchter ist von oben mit einer ebenfalls sechseckigen, flach geneigten und mit Palmetten geschmückten Haube versehen. Er wird von einem reich mit pflanzlichen Ornamenten geschmückten Bündelpfeiler getragen, der auf einem polygonalen Sockel steht.

Auf dem Schild ist die Laterne fehlerhaft beschrieben. Es handelt sich um eine sechseckige und nicht achteckige Laterne.

Der Text auf dem Schild lautet:

62
Stadt London,
Großbritannien/England
Gusseiserner Mast Typ „11’6“ Constitution Hil.
Achteckige, vierflammige ausladende Laterne, Typ „30“ Westminster (Lantern) aus Kupfer, matt-schwarz lackiert, historisch bestückt mit Brennern für bis zu 20 Flammen (!).
Stand in London.
Im Museum seit 01. Juni 1988.

Die Britische Hauptstadt gilt als Pionier der Straßenbeleuchtung mit Gas. Am ersten April 1814 wurden hier die Öllampen in den Straßen durch Gaslaternen ersetzt.
Constitution Hill ist der Straßenname im Londoner Stadtteil Westminster, in der die Laternen aufgestellt wurden.

Wegbeschreibung zum Ziel

Jetzt 90 Grad links und etwa 90 Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster mit Orientierung an der Grenze des Kopfsteinpflasters rechts bis zu einem Laternenmast auf der rechten Seite. Standort: der Ausgang zur Straße des 17. Juni
ZIEL !

Quellen

Folkwin Wendland: Der Große Tiergarten in Berlin – Seine Geschichte und Entwicklung in fünf Jahrhunderten, Gebrüder Mann Verlag, 1993

Folkwin Wendland, Gustav Wörner, Rose Wörner: Der Berliner Tiergarten, Vergangenheit und Zukunft. Kulturbuch-Verlag, Berlin 1986

Alexander von Gleichen-Rußwurm, Susanne Kähler, Karl Bertuch: Kunstguss in Lauchhammer: 1784 bis heute, REGARDEUR IV

Susanne Twardawa: Der Tiergarten in Berlin: das Abenteuer liegt um die Ecke. Motzbuch, Berlin 2006

Klaus von Krosigk: Der Berliner Tiergarten. Berlin-Edition, Berlin 2001

de.wikipedia.org/wiki/Schiffbau-Versuchsanstalt

www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl

www.baw.de/dokumente/pdf/baw/BAW_Historie_Oebius.pdf

www.wsa-b.de/wasserstrassen/schleusen/unterschleuse/geschichte/index.html

www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article115462303/Das-Wettruesten-der-Laternen

www.gaslicht-kultur.de

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