Zielmobil > Tourismus > Ausflugsziele > Großer Tiergarten – südwest – Teil 1

Straße des 17. Juni
10557 Berlin – Tiergarten

Großer Tiergarten – Berlin
Ankunft: S-Bahnhof Tiergarten

Zielgruppe

Der Spaziergang ist vor allem für blinde und sehbehinderte Personen gedacht, die Interesse an Natur, Kunst und Geschichte haben.

Strecke

Der etwa drei Kilometer lange Rundweg führt vom S-Bahnhof Tiergarten über die Schleuseninsel am Biergarten Schleusenkrug vorbei. Dann geht es entlang der Vogel-Käfige und des Antilopen-Geheges des Zoos zum Rosa-Luxemburg-Denkmal am Ufer des Landwehrkanals. Weiter zur Lichtensteinbrücke über den Kanal zum Großen Weg im südlichen Teil des Tiergartens. Es folgt ein Abstecher durch abgelegene Wege zur Gotischen Brücke, sowie ein Besuch des Fontane-Denkmals und der Skulptur “Deutsches Volkslied”. Nach einem Blick auf die Sehenswürdigkeiten geht es weiter über die Fasanerieallee zur Löwenbrücke und weiter entlang des Neuen Sees am Karl-Liebknecht-Denkmal vorbei. Der Spaziergang endet mit einem Blick auf das Gaslaternen Freilichtmuseum.

Thema

Der Tiergarten ist nicht nur Berlins grüne Lunge und ein bedeutender Teil seiner Identität. Er war im Laufe der über 500-jährigen Geschichte auch der Ort von Ereignissen, die unzertrennlich mit der deutsch-preußischen Geschichte verbunden sind.

Konzept

Wir haben uns bemüht, die Umgebung lebhaft und spürbar zu machen, um das Naturerlebnis besser zu vermitteln. Dafür werden auch mehrere Sitzgelegenheiten vorgeschlagen. Um die Lust und Ruhe des Waldes und seiner Gewässer ungestört genießen und erleben zu können, empfehlen wir für den Spaziergang einen sommerlichen und auf jeden Fall einen trockenen Vormittag. Nachmittags muss man sich auf starken Radverkehr einstellen.

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Verkehrsverbindungen:

Symbolbild S-Bahn
S3 Erkner – Westkreuz,
S5 Strausberg Nord – Spandau,
S7 Ahrensfelde – Potsdam Hauptbahnhof, Bahnhof Tiergarten

Symbolbild S-Bahn
S3 Richtung Westkreuz,
S5 Richtung Spandau,
S7 Richtung Potsdam Hauptbahnhof, Bahnhof Tiergarten

Nach dem Ausstieg vorne einen Meter vor und 90 Grad links. Weiter geradeaus mit Orientierung am Blindenleitstreifen bis zum ersten Aufmerksamkeitsfeld. Dahinter 90 Grad rechts und zwei Meter vor. Nun 90 Grad rechts zum Aufzug. Die Anforderungssäule befindet sich rechts. Das Bedienfeld im Aufzug ist auf der linken Seite. Nach dem Ausstieg in der Eingangshalle 90 Grad links und der Säule aus Metall linker Hand vorbei in einen eineinhalb Meter breiten Durchgang hinein. Dann vier Meter geradeaus mit Orientierung an der Wand links über ein Abflussgitter gehen und 90 Grad rechts. Standort: der Ausgang zur Straße des 17. Juni

Jetzt acht Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung an der Wand rechts bis zur Wandecke. Dort 90 Grad links und sieben Meter geradeaus auf Gehwegplatten ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Ampelanlage. Die Ampel ist mit taktilen und akustischen Signalgebern ausgestattet. Rillenplatten auf allen Seiten. Die Überquerung der Straße des 17. Juni erfolgt in zwei Phasen. Auf etwa 14 Meter Fahrbahn und eine vier Meter breite Mittelinsel folgen etwa zwölf Meter Fahrbahn.Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen drei Meter auf Gehwegplatten bis zum Fahrradweg vorgehen. Der Fahrradweg ist zwei Meter breit, von Richtungsstreifen markiert und von beiden Seiten stark befahren. Diesen überqueren. Danach fünf Meter geradeaus auf Gehwegplatten bis zu einer Mauer und 90 Grad rechts. Standort: unter der Eisenbahnbrücke

Jetzt der Mauer auf der linken Seite bis zu ihrem Ende folgen und acht Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zum Pflanzenbeet gehen. Hier 90 Grad links in den mit Klinker belegten Weg, der linker Hand entlang der Eisenbahnbrücke verläuft, abbiegen.

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Symbolbild S-Bahn
S3 Richtung Westkreuz
S5 Richtung Spandau
S7 Richtung Potsdam Hauptbahnhof, Bahnhof Tiergarten

Nach dem Ausstieg vorne einen Meter vor und 90 Grad links. Weiter geradeaus mit Orientierung am Blindenleitstreifen bis zum zweiten Aufmerksamkeitsfeld. Dahinter 90 Grad rechts und zwei Meter vor. Nun 90 Grad rechts zur abwärtsführenden Treppe. Kontraststreifen auf den ersten und letzten Stufen. Orientierung am Handlauf rechts. Auf 23 Stufen und einen Absatz folgen 18 Stufen. Unten angekommen sechs Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur einer Säule aus Metall. Diese linker Hand umgehen und in einen eineinhalb Meter breiten Durchgang hinein. Dann vier Meter geradeaus mit Orientierung an der Wand links über ein Abflussgitter gehen und 90 Grad rechts. Standort: der Ausgang zur Straße des 17. Juni

Jetzt acht Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung an der Wand rechts bis zur Wandecke. Dort 90 Grad links und sieben Meter geradeaus auf Gehwegplatten ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Ampelanlage. Die Ampel ist mit taktilen und akustischen Signalgebern ausgestattet. Rillenplatten auf allen Seiten. Die Überquerung der Straße des 17. Juni erfolgt in zwei Phasen. Auf etwa 14 Meter Fahrbahn und eine vier Meter breite Mittelinsel folgen etwa zwölf Meter Fahrbahn. Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen zwei Meter auf Gehwegplatten bis zum Fahrradweg vorgehen. Der Fahrradweg ist zwei Meter breit, von Blindenleitstreifen markiert und von beiden Seiten stark befahren. Diesen überqueren. Danach fünf Meter geradeaus auf Gehwegplatten bis zu einer Mauer und 90 Grad rechts. Standort: unter der Eisenbahnbrücke.

Jetzt der Mauer auf der linken Seite bis zu ihrem Ende folgen und acht Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zum Pflanzenbeet gehen. Hier 90 Grad links in den mit Klinker belegten Weg, der linker Hand entlang der Eisenbahnbrücke verläuft, abbiegen.

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Symbolbild S-Bahn
S3 Richtung Erkner,
S5 Richtung Strausberg Nord,
S7 Richtung Ahrensfelde, Bahnhof Tiergarten

Nach dem Ausstieg hinten einen Meter vor und 90 Grad rechts. Weiter geradeaus mit Orientierung am Blindenleitstreifen bis zum ersten Aufmerksamkeitsfeld. Dahinter 90 Grad links und zwei Meter vor. Nun 90 Grad links zum Aufzug. Die Anforderungssäule befindet sich rechts. Das Bedienfeld im Aufzug ist auf der linken Seite. Nach dem Ausstieg in der Eingangshalle 90 Grad links und der Säule aus Metall linker Hand vorbei in einen eineinhalb Meter breiten Durchgang hinein. Dann vier Meter geradeaus mit Orientierung an der Wand links über ein Abflussgitter gehen und 90 Grad rechts. Standort: der Ausgang zur Straße des 17. Juni

Jetzt acht Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung an der Wand rechts bis zur Wandecke. Dort 90 Grad links und sieben Meter geradeaus auf Gehwegplatten ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Ampelanlage. Die Ampel ist mit taktilen und akustischen Signalgebern ausgestattet. Rillenplatten auf allen Seiten. Die Überquerung der Straße des 17. Juni erfolgt in zwei Phasen. Auf etwa 14 Meter Fahrbahn und eine vier Meter breite Mittelinsel folgen etwa zwölf Meter Fahrbahn. Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen drei Meter auf Gehwegplatten bis zum Fahrradweg vorgehen. Der Fahrradweg ist zwei Meter breit, von Richtungsstreifen markiert und von beiden Seiten stark befahren. Diesen überqueren. Danach fünf Meter geradeaus auf Gehwegplatten bis zu einer Mauer und 90 Grad rechts. Standort: unter der Eisenbahnbrücke

Jetzt der Mauer auf der linken Seite bis zu ihrem Ende folgen und acht Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zum Pflanzenbeet gehen. Hier 90 Grad links in den mit Klinker belegten Weg, der linker Hand entlang der Eisenbahnbrücke verläuft, abbiegen.

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Symbolbild S-Bahn
S3 Richtung Erkner,
S5 Richtung Strausberg Nord,
S7 Richtung Ahrensfelde, Bahnhof Tiergarten

Nach dem Ausstieg hinten einen Meter vor und 90 Grad rechts. Weiter geradeaus mit Orientierung am Blindenleitstreifen bis zum zweiten Aufmerksamkeitsfeld. Dahinter 90 Grad links und zwei Meter vor. Nun 90 Grad links zur abwärtsführenden Treppe. Kontraststreifen auf den ersten und letzten Stufen. Orientierung am Handlauf links. Auf 23 Stufen und einen Absatz folgen 18 Stufen. Unten angekommen sechs Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur einer Säule aus Metall. Diese linker Hand umgehen und in einen eineinhalb Meter breiten Durchgang hinein. Dann vier Meter geradeaus mit Orientierung an der Wand links über ein Abflussgitter gehen und 90 Grad rechts. Standort: der Ausgang zur Straße des 17. Juni

Jetzt acht Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung an der Wand rechts bis zur Wandecke. Dort 90 Grad links und sieben Meter geradeaus auf Gehwegplatten ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Ampelanlage. Die Ampel ist mit taktilen und akustischen Signalgebern ausgestattet. Rillenplatten auf allen Seiten. Die Überquerung der Straße des 17. Juni erfolgt in zwei Phasen. Auf etwa 14 Meter Fahrbahn und eine vier Meter breite Mittelinsel folgen etwa zwölf Meter Fahrbahn. Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen drei Meter auf Gehwegplatten bis zum Fahrradweg vorgehen. Der Fahrradweg ist zwei Meter breit, von Blindenleitstreifen markiert und von beiden Seiten stark befahren. Diesen überqueren. Danach fünf Meter geradeaus auf Gehwegplatten bis zu einer Mauer und 90 Grad rechts. Standort: unter der Eisenbahnbrücke.

Jetzt der Mauer auf der linken Seite bis zu ihrem Ende folgen und acht Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zum Pflanzenbeet gehen. Hier 90 Grad links in den mit Klinker belegten Weg, der linker Hand entlang der Eisenbahnbrücke verläuft, abbiegen.

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START!

Standort: Straße des 17. Juni, Eingang zum westlichen Teil des Großen Tiergartens

Der Große Tiergarten

Der zentral im Ortsteil Tiergarten gelegene Große Tiergarten ist mit 210 Hektar die zweitgrößte in Berlin und die drittgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands.
Die Fläche des neues Tempelhofer Parks in Berlin beträgt rund 355 Hektar, der Englische Garten bedeckt die Fläche von rund 375 Hektar. Der größte überhaupt ist der Bois de Vincennes in Paris mit 995 Hektar.

Ab Anfang des 16. Jahrhunderts dienten diese Waldgebiete als Jagdreviere.
Ende des 17. Jahrhunderts ließ der Kurfürst Friedrich III. (später König Friedrich I.) als Verbindung zwischen dem Stadtschloss und dem neu erbauten Schloss Charlottenburg gleichzeitig als Verlängerung der Allee „Unter den Linden“ durch den Tiergarten eine breite Straße anlegen. Gleichzeitig wurde das Jagdgebiet zu einem „Lustpark für die Bevölkerung“ umfunktioniert.

In den späteren Epochen wurde das Gebiet mehrmals umgestaltet. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts hat der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm III. den Park in einen Landschaftsgarten im Stil des englischen Gartens verwandelt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde durch Bombenangriffe und bei Kämpfen im Zentrum Berlins der Große Tiergarten schwer beschädigt, die Denkmäler wurden umgestürzt, die Brücken zerstört.

In der Nachkriegszeit während der Blockade Westberlins fielen viele Bäume und Sträucher dem Brennholz zum Opfer. Von dem alten Baumbestand von 200.000 Bäumen sind nur etwa 700 heil geblieben. Die baumfreien Flächen wurden zu nutzbringenden Äackern, auf denen Kartoffeln und Gemüse angebaut wurden.
1949 fing, mit Baumspenden aus anderen deutschen Städten, die Wiederbelebung des Tiergartens an.
In der Zeit der Berliner Mauer wurde der Große Tiergarten, neben dem Grunewald und dem Wannsee, ein Ausflugsziel für die Einwohner der geschlossenen Stadt.

Wegbeschreibung vom Start zur Station 1 – Der Landwehrkanal und die Schleuseninsel

In den Räumen zwischen den Pfeilern der Eisenbahnbrücke sind Büros eingerichtet. Von hier etwa 45 Meter geradeaus auf Klinker den Streckenzug der Grenzlinie zwischen Klinker und Sandboden, die einen Rechtsbogenbeschreibt, diesem bis zu einer einen Meter breiten abwärtsführenden Treppe folgen. Die Treppe besteht aus drei Granitstufen, die etwa 50 Zentimeter tief und etwa zwölf Zentimeter hoch sind. Nun die drei Stufen abwärts gehen und 90 Grad rechts. Standort: das Tiergartenufer

Ab dieser Stelle etwa 40 Meter geradeaus auf einem Sandweg mit Orientierung an der Rasenkante rechts und 90 Grad links. Danach einen fünf Meter breiten Weg überquerend bis zu einem Zaun aus Holz vorgehen. Standort: auf dem Tiergartenufer, gegenüber der Schleuseninsel

Station 1 – Der Landwehrkanal und die Schleuseninsel

Das Tiergartenufer

Das Tiergartenufer ist ein Fußweg am Nordufer des Landwehrkanals zwischen der Straße des 17. Juni und der Lichtensteinallee. Entlang des Tiergartenufers, am Ufer des Flutgrabens, der Teil des Landwehrkanals ist, sind zahlreiche Liegeplätze für Boote und Kähne, die als Hausboote dienen. Diese zum Wasser geneigten Grundstücke, die an dieser Stelle nicht breiter als acht Meter sind, werden von dem Tiergartenufer-Weg durch die künstlerisch gestalteten Zäune aus Holz getrennt und sind über die Eingangspforten zugänglich. Von den Eingangspforten zum Kai führen schmale Treppen. Einige dieser Liegeplätze sind mit schmalen Gerätehäuschen aus Holz ausgestattet.

Jeder Liegeplatz hat seine Adresse mit Nummer, die sich neben der Eingangspforte befindet. Letztendlich wird dort gewohnt. Hinter dem etwa 30 Meter breiten Flutgraben erstreckt sich die Schleuseninsel, auf der sich die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau Berlin befindet.

Der Landwehrkanal

Der Landwehrkanal ist einer von 24 der im Netz der Wasserstraßen befindlichen in Berlin. Er verbindet die Obere und die Untere Spree und führt vom Osthafen in Kreuzberg durch die Berliner Bezirke Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten und Charlottenburg bis zum Spreekreuz in Charlottenburg. Der Kanal von 10,73 Kilometern Länge hat eine nutzbare Breite von 22 Metern und ist in der Mitte zwei Meter tief.

Die Höhenunterschiede, die von Osten nach Westen im Mittel zwei Meter betragen, werden an den Kanalenden durch die Abstiegsbauwerke ausgeglichen, die Oberschleuse im Osten und die Unterschleuse im Westen. Auf der ganzen Kanallänge befinden sich 36 Brücken. Heute gilt der Landwehrkanal als eine der beliebtesten Schiffstour-Strecken Berlins. Die Gesamtanlage des Landwehrkanals steht unter Denkmalschutz.

Die Geschichte des Landwehrkanals

Die Geschichte des Landwehrkanals geht bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück, als der Aufstieg des Spreeduos zur fürstlichen Residenz begann. Der damalige Landsherr Johann Cicero von Brandenburg hat die Privilegien der Doppelstadt bestätigt und ließ als Verteidigungsgrenze einen Landwehrgraben vom Oberbaum im heutigen Friedrichshain bis nach Charlottenburg anlegen. Außerdem diente er der Innenstadt als Abzugsgraben zur Hochwasserentlastung der Spree.

Um 1850 wurde das Grabensystem zu dem Kanal umgebaut, wie wir ihn heute kennen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Kanals war die Entlastung des Verkehrs auf der Spree. Schon um 1820 war es keine einfache Aufgabe, die Berliner Innenstadt zu Wasser zu passieren. Die Schleuse am Kupfergraben war so überlastet, dass die Schiffe bis zu acht Tage warten mussten, bevor sie an der Reihe waren. Der frisch inthronisierte Friedrich Wilhelm IV. beauftragte Peter Joseph Lenné, den ehemaligen Landwehrgraben schiffbar zu machen. Lenné, der bereits 1832 mit der Umgestaltung des Tiergartens begonnen hatte, versuchte, auch die Spree und den Landwehrgraben zur Speisung seiner Fließgewässer zu nutzen. Die Pläne dazu legte er dem König 1841 vor. Es dauerte aber noch weitere zehn Jahre, bevor der Landwehrkanal fertig gestellt wurde. Seine Trassenführung blieb bis heute unverändert.

Zu den Aufgaben des Kanals zählte: Entwässerung und Hochwasserentlastung, das Vorfluten von Abwässern, Bewässerung des Tiergartens und die Schifffahrt. Die Gestaltung von Straßen, Promenaden und Wegen zog sich bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts hin. Auch danach wurden noch zahlreiche Brücken gebaut. Um 1890 wurde der Landwehrkanal mit steinernen Wänden versehen. Sieben Jahre später kamen gusseiserne Geländer dazu. Nach und nach ist aus dem Kanal ein großartiges, funktionales und stadtbildprägendes Bauwerk geworden.

Die Entstehungsgeschichte der Schleuseninsel

Die Schleuseninsel entstand als trennende Insel zwischen der Kammerschleuse und dem Flutgraben. Sie war zu Beginn ein Ausflugsziel der Berliner, wurde aber 1903 gesperrt. Es wurde dort mit dem Bau der königlichen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau begonnen. Dabei geht die Geschichte bis zum Jahre 1884 zurück, als Professor Schlichting, Mitglied der damaligen Bauakademie, den Bau einer Strömungsrinne für wasserbauliche und schiffarttechnische Untersuchungen vorgeschlagen hatte.

Damals scheiterte das Projekt, weil der Tiergarten die Insel nicht abgeben wollte. Aber zehn Jahre später wurden die Pläne wieder hervorgeholt; diesmal mit starker Unterstützung seitens der Reichsmarine. Das Herzstück der Anlage bildete eine überdachte Strömungsrinne samt Schleppwagen. Unter dem Namen “Königliche Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau” wurde sie einem staatlichen Forschungsinstitut des Ministeriums der Öffentlichen Arbeiten zugeordnet. Damit begann die Geschichte einer Forschungseinrichtung, die bald zu den spektakulärsten der Welt wurde. Die ersten Jahre ihrer Arbeit wurden voll und ganz dem Tirpitz Flottenprogramm zum Aufbau der kaiserlichen Kriegsmarine gewidmet. Nach zahlreichen Erweiterungen um 1930 war die preußische Versuchsanstalt nicht nur zur renommiertesten in Europa, sondern auch zur größten der Welt geworden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anstalt mehrfach beschädigt und nach 1945 übernahm die sowjetische Militäradministration das Gelände.

Die Entstehungsgeschichte der Schleuseninsel

Die Schleuseninsel entstand als trennende Insel zwischen der Kammerschleuse und dem Flutgraben. Sie war zu Beginn ein Ausflugsziel der Berliner, wurde aber 1903 gesperrt. Es wurde dort mit dem Bau der königlichen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau begonnen. Dabei geht die Geschichte bis zum Jahre 1884 zurück, als Professor Schlichting, Mitglied der damaligen Bauakademie, den Bau einer Strömungsrinne für wasserbauliche und schiffarttechnische Untersuchungen vorgeschlagen hatte.

Damals scheiterte das Projekt, weil der Tiergarten die Insel nicht abgeben wollte. Aber zehn Jahre später wurden die Pläne wieder hervorgeholt; diesmal mit starker Unterstützung seitens der Reichsmarine. Das Herzstück der Anlage bildete eine überdachte Strömungsrinne samt Schleppwagen. Unter dem Namen “Königliche Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau” wurde sie einem staatlichen Forschungsinstitut des Ministeriums der Öffentlichen Arbeiten zugeordnet. Damit begann die Geschichte einer Forschungseinrichtung, die bald zu den spektakulärsten der Welt wurde. Die ersten Jahre ihrer Arbeit wurden voll und ganz dem Tirpitz Flottenprogramm zum Aufbau der kaiserlichen Kriegsmarine gewidmet. Nach zahlreichen Erweiterungen um 1930 war die preußische Versuchsanstalt nicht nur zur renommiertesten in Europa, sondern auch zur größten der Welt geworden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anstalt mehrfach beschädigt und nach 1945 übernahm die sowjetische Militäradministration das Gelände.

Wegbeschreibung zur Station 2 – Die Unterschleuse

Jetzt 90 Grad links und etwa 40 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung am Zaun rechts bis zum Asphaltbelag gehen. Dann etwa 25 Meter geradeaus unterhalb der Eisenbahnbrücke bis zum Sandweg. Von hier etwa 80 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis einem Laternenmast rechts gehen. Hinter dem Laternenmast 45 Grad rechts und fünf Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster der Bordsteinkante weiter folgen. Jetzt sieben Meter geradeaus bis zur Mitte der Brücke gehen und 90 Grad links.
Standort: die Untere Schleusenbrücke mit Blick nach Westen

Station 2 – Die Unterschleuse

Blick nach Westen auf den Flutgraben

In der Ferne überquert die Eisenbahnbrücke den Flutgraben. Rechts verläuft das Tiergartenufer, an dem sich hinter der Eisenbahnbrücke zahlreiche Liegeplätze für Hausboote befinden. Links erstreckt sich die Schleuseninsel.

Die Schleusen

Eine Schleuse dient zur Verbindung zweier Wasserabschnitte mit unterschiedlichem Wasserstand. Dabei bezeichnet man den Abschnitt mit dem höheren Wasserspiegel als Oberwasser, den mit dem niedrigeren als Unterwasser. Eine Schleuse besteht aus einem Wasserbecken, dessen Durchfahrtsöffnungen durch Tore verschließbar sind und je nach Bedarf auf das Niveau der tieferen oder höheren Wasserfläche gesetzt werden können.

Die Kammer, welche zur Aufnahme von Schiffen dient, wird bei geschlossenen Toren durch besondere, verschließbare Öffnungen gefüllt oder entleert. Diese Teile einer Schleuse heißen Oberhaupt und Unterhaupt.

Die Schleusen wurden am oberen, das heißt an der Oberbaumbrücke, und an dieser Stelle am unteren Ende des Kanals gebaut. Lenné hat ein Querprofil gelegt, sodass bei niedrigstem Wasserstand eine Tiefe von einem Meter und 57 Zentimetern und eine Wasserspiegelbreite von 22 Metern und 60 Zentimetern erreicht werden konnte. Der Normalwasserstand wurde am Berliner Pegel auf zwei Meter und 14 Zentimeter festgesetzt. Sank der Wasserstand im Oberwasser unter diesen Wert, blieb die Oberschleuse geöffnet. Überstieg die Spree im Unterwasser den Normalwasserstand des Kanals, dann blieb die Unterschleuse geöffnet. Eigentlich wäre es für die Entwässerung der angrenzenden Gebieten sinnvoller gewesen, nur eine Oberschleuse anzulegen und den Rest des Kanals am Spiegel der Spree zu regulieren. Aber Lenné befürchtete, dass die Absenkung des Wasserstandes den alten Baumbestand des Tiergartens gefährden könnte.

Die Bestandteile einer Brücke

Eine Brücke besteht aus einem Überbau und einem Unterbau. Als Überbau zählt das Haupttragwerk mit Fahrbahn, als Unterbau Widerlager, Flügelmauern, Pfeiler oder Stützen und Fundamente.  Die Widerlager stützen die Seitenenden des Überbaus ab und leiten die auf ihn einwirkenden Kräfte in den Baugrund ab. Sie bilden den konstruktiven Abschluss der Brücke gegenüber dem nachfolgenden Straßendamm. Die sich zwischen dem Widerlager befindlichen Pfeiler und Stützen verringern die Gesamtstützweite der Brücke. Sie tragen die Zwischenlager für den Überbau.

Die Untere Schleusenbrücke

Die Untere Schleusenbrücke führt vom Tiergartenufer über den Flutgraben (auch Freiarche genannt) des Landwehrkanals auf die Schleuseninsel. Freiarche, so bezeichnet man ein Wehr, das zum Ausgleich des Wasserstandes und zum Wasserablauf dient, unabhängig davon, ob die Schleuse geöffnet ist oder nicht. Hier hört man den Wasserfall der Wehrschwelle, deren Überfallkante direkt bei der Brücke liegt. Nach dem Krieg wurde an dieser Stelle eine Fischbauchklappe eingebaut.

So nennt man einen beweglichen Teil, der bei Stauanlagen dem genauen Stand des Oberwasserspiegels dient. Als 1941 die Schleuse vergrößert und modernisiert wurde, tauschte man sozusagen den Standort von Wehr und Schleuse. Das Wehr befindet sich jetzt an der nördlichen Seite der Schleuseninsel und die Kammerschleuse befindet sich südlicher im ehemaligen Flutgraben. Diese Umsetzung wurde vorgenommen, weil vorher die Schiffe einen Bogen um die Schleuseninsel fahren mussten. Die aus Stahlbeton errichtete Fußgängerbrücke ist etwa 13 Meter lang und sechs Meter breit. Die einfachen Brückengeländer stehen auf den 20 Zentimeter hohen und 40 Zentimeter breiten Sockeln und sind etwa 25 Zentimeter von der vorderen Sockelkante entfernt. Direkt an der Brücke wächst am Ufer eine Trauerweide. Ihre langen rutenförmigen Äste hängen tief über dem Wasser und dem Brückengeländer.

Weiterführende Wegbeschreibung zur gegenüberliegenden Brückenseite

Nach dem Blick nach Westen um 180 Grad wenden und drei Meter geradeaus bis zu einer aufwärtsführenden Bordsteinkante. Links und rechts stehen Poller aus Kunststoff. Dort einen Schritt aufwärts auf die Bordsteinkante und drei Meter geradeaus bis zum gegenüberliegenden Geländer. Standort: Die Untere Schleusenbrücke mit Blick nach Osten

Der Flutgraben

Der Flutgraben dient zur Regulierung des Wasserpegels. Geradeaus macht der Flutgraben einen Bogen um die Insel. Die Stelle, wo er vom Landwehrkanal abzweigt, wird von mehren Pfählen markiert, um etwaigen Schiffsverkehr zu verhindern.

Wegbeschreibung über die Schleuseninsel zur Unteren Freiarchenbrücke und zur Unterschleuse

Jetzt 90 Grad rechts und sieben Meter geradeaus bis zum Ende des Brückengeländers links und einer abwärtsführenden Stufe gehen. Dort 90 Grad rechts, drei Meter vor bis zum Kunststoffpoller rechter Hand und 90 Grad links. Anschließend vier Meter geradeaus zur anderen Brückenseite wechseln. Hier 90 Grad links und etwa zehn Meter geradeaus auf Asphaltbelag mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zum Kopfsteinbelag auf der linken Seite. Hier nach links verläuft ein mit Kopfstein belegter, aufwärts geneigter Fahrradweg, der in einem Halbkreis von etwa 30 Metern Durchmesser bis zur Freiarchenbrücke führt. Dann etwa 25 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Bordsteinkante links bis zum Ansatz einer abwärtsführenden Treppe gehen. Die Stufen bis zum Absatz sind mit Metallkanten verstärkt. Auf acht Stufen und einen Absatz folgen zehn Stufen. Orientierung am Metallgeländer rechts. Oben auf der Brücke angekommen etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer rechts bis zur Mitte der Brücke gehen und 90 Grad rechts. Die Verengung des Weges nach acht Metern und die Metallabdeckung einer Dehnungsfuge kennzeichnen den Beginn der Brücke.

Standort: Die westliche Seite der Unteren Freiarchenbrücke, mit dem Gesicht zur Schleusenkammer und zum Unterhaupt. Direkt im Blick ist auch die Eisenbahnbrücke, links befindet sich die Gaststätte „Schleusenkrug“, rechts erstreckt sich die Schleuseninsel.

Die Untere Freiarchenbrücke

Arche ist eine Altdeutsche Bezeichnung für Schleuse. Die Untere Freiarchenbrücke spannt sich direkt über die Schleusenkammer und führt von der Insel zum Gartenufer am Zoologischen Garten. Die ursprungliche Konstruktion aus dem Jahr 1940 ist nicht erhalten. Die neue Fußgänger-Stahlträgerbrücke datiert auf 1998. Sie ist 23 Meter lang und vier Meter breit. Die Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt vier Meter.

Weitere Wegbeschreibung zur östlichen Seite der Unteren Freiarchenbrücke

Jetzt um 180 Grad drehen und vier Meter geradeaus zur gegenüberliegenden Brückenseite wechseln.

Standort: Die östliche Seite der Unteren Freiarchenbrücke mit Blick auf den Landwehrkanal und die Wartestellen im Oberwasser. Rechts verläuft das Gartenufer und das Territorium des Zoos, links die Spitze der Schleuseninsel.

Die Unterschleuse

1941 wurde die Unterschleuse, die jetzt “LWK Kilometer 1,67” heißt, vergrößert und modernisiert. Die Kammerlänge beträgt 60 Meter, die Kammerbreite achteinhalb Meter.

Eine Instandsetzung und Automatisierung der Unterschleuse erfolgte im Winter 2003/2004. Kammerwände, Sohle und Häupter sind aus Beton angefertigt und mit Klinker verblendet. Befüllt und entleert wird die Schleuse durch schmale Öffnungen, sogenannte Schütze in den „Stemmtoren“. So wird dieser doppelflügelige Verschlusstyp bezeichnet. Das Tor besteht aus zwei gleichgroßen Flügeln, die das Oberhaupt in einem Winkel verschließen. Das heißt, die geschlossenen Flügel sind nicht ganz rechtwinklig zur Schleusenwand eingestellt, sondern zeigen Richtung Oberwasser. So werden bei der Schließung die Flügel bei anstehendem Wasser aneinander gepresst und das Tor bleibt aus eigener Kraft geschlossen.

Direkt an der Brücke befindet sich das Oberhaupt mit Stemmtor. Beim Öffnen und Schließen des Tors hört man ein sich mehrmals wiederholendes Pieps-Signal.

Wegbeschreibung zur Station 3 – Das Gartenufer

Jetzt 90 Grad rechts und etwa 13 Meter geradeaus auf Betonbelag mit Orientierung am Brückengeländer links bis zur Metallabdeckung einer Dehnungsfuge. Hier endet die Brücke und der Weg erweitert sich um einen Meter. Der Bodenbelag wechselt zwischen Asphalt und Mosaiksteinpflaster. Dann etwa zehn Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante links bis zum Formsteinbelag aus Beton auf der linken Seite. Dort 90 Grad links und sechs Meter geradeaus bis zum Torflügel aus Metall links. Jetzt 90 Grad rechts und den drei Meter breiten Weg bis zum gegenüberliegenden Torflügel überqueren. Anschließend 90 Grad links und einige Schritte geradeaus bis zum Ende des Torflügels.

Standort: das Tor am Anfang des Gartenufers. Ab hier verläuft die Strecke entlang der Ufer des Landwehrkanals links und des Zooareals rechts.

Station 3 – Das Gartenufer

Das Gartenufer

Von der Unterschleuse bis zum Katharina-Heinroth-Ufer am südlichen Ufer des Landwehrkanals verläuft ein Fußweg, der als Gartenufer benannt ist. Tierstimmen und Vogelgesang verraten, dass der Spazierweg parallel zum Landwehrkanal entlang der Gehege des Zoologischen Gartens verläuft. 

Das Eingangstor wird bei Sonnenuntergang, das heißt spätestens um 21 Uhr, geschlossen. Aber tagsüber wirft man bei einem schönen Spaziergang einen freien, unentgeltlichen Blick auf rosafarbene Flamingos Laufvögel und Kraniche, horcht auf Rufe von Uhus, lauscht gespannt auf das Rauschen der Flügel des Kondors oder kann andere Exemplare bewundern, die ungestört in ihren großen Voileren aus luftigem Netz die Ausflugsdampfer auf dem Kanal beobachten. Die Käfige an dieser Stelle werden von Flamingos bewohnt.

Weiterführende Wegbeschreibung das Gartenufer entlang zu einem Ahorn

Nun etwa 45 Meter geradeaus auf Formsteinen aus Beton mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zu einem Abflussgitter und einem mit Gitter abgedeckten Lüftungsschacht der U-Bahn. Im Anschluss beginnt ein harter Sandweg. Die Bordsteinkante auf der Strecke ist häufig mit Gebüsch überwuchert. Im Weiteren wird das als Grenze zwischen Sandweg und Erdbereich bezeichnet. Jetzt etwa 32 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze (zwischen Sandweg und Erde) rechts und 90 Grad rechts.
Standort: vor dem Ahorn

Der Ahorn

Hier, in Reichweite des Blindenstockes, wächst auf der rechten Seite ein bemerkenswerter Ahorn – ein Zwiesel. So werden in der Botanik jene Bäume genannt, deren Gabelungen aus zwei Trieben entstanden sind. Anbei: Dementsprechend nennen sich Gabelungen aus drei Trieben Drillinge.

Weiterführende Wegbeschreibung am Gartenufer entlang zu einer alten Pappel

Danach 90 Grad links fünf Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit. Dann etwa 85 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze des Sandweges rechts bis zu einer mächtigen Pappel auf der rechten Seite.
Standort: das Gartenufer, vor einer mächtigen Pappel.

Die alte Pappel

Pappeln sind groß und stattlich, oft massiv gebaute Laubbäume mit einer klassischen, regelmäßigen Silhouette. Sie erreichen Wuchshöhen von 30 bis 45 Metern, wobei der Durchmesser der Stämme oft mehr als zweieinhalb Meter misst. Neben den Weiden sind die Pappeln die am schnellsten wachsenden Bäume in der gemäßigten Klimazone.

Weiterführende Wegbeschreibung

Zur Information: der Weg führt weiter entlang der Fasanerie, einem Gehege mit allerlei Vogelarten.
Nun 90 Grad links und etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze zwischen Sandweg und Erdreich rechts. Dort beginnt eine 16 Meter lange Rasenbegrenzung, das sogenannte Tiergartengitter. Hier 90 Grad links. Standort: vor dem Vogelkäfig

Der Vogelkäfig

Die Käfige an dieser Stelle werden von Uhus und Eulen bewohnt.

Weiterführende Wegbeschreibung am Gartenufer entlang zu einer kleinen Brücke

Nun 90 grad rechts und etwa 75 Meter dem Weg auf Sandboden mit Orientierung an der Grenze rechts bis zum Mosaiksteinpflaster an einer kleiner Brücke folgen. Nach etwa 30 Metern rechts befindet sich eine Bank und lädt zum Ausruhen ein. Nun dem Weg auf Sandboden mit Orientierung an der Grenze rechts etwa 40 Meter bis zum Mosaiksteinpflaster an der Brücke folgen. Dann zwei Meter vor auf dem Mosaiksteinpflaster und 90 Grad rechts Richtung Brückengeländer. Standort: die kleine Brücke über dem Wasserlauf am Gartenufer

Die kleine Brücke über dem Wasserlauf am Gartenufer

Die neun Meter lange Brücke ist mit kunstvollen gusseisernen Geländern, die auf einem etwa 30 Zentimeter hohen Sockel stehen, versehen. Der aus Klinker gemauerte Sockel ist mit einer 16 Zentimeter dicken Granitplatte bedeckt. Die Geländer von neun Metern Länge und 110 Zentimetern Höhe sind mit ihren 13 Stützen von quadratischem Querschnitt in zwölf 75 Zentimeter breite Felder geteilt. Die horizontal verlaufenden, 75 Zentimeter voneinander entfernten Gurte fassen die quadratischen Fächer in jedem Feld ein. Die Quadrate sind wie folgt geschmückt: Zwei Diagonale teilen das Quadrat in vier Dreiecke. Der Schnittpunkt der Diagonalen kennzeichnet den Mittelpunkt eines etwa 35 Zentimeter großen Kreises und ist mit einer Blume markiert. Oberhalb, unterhalb und auf beiden Seiten befinden sich zum Kreis und zu den Diagonalen tangential verlaufende Bögen.

Die Flugvoliere

Geradeaus befindet sich die Flugvoliere aus luftigem Metallnetz für Wasser- und Sumpfvögel. Dort leben Störche, Enten, Gänse, Ibisse, Löffler und weitere Vogelarten.

Wegbeschreibung zur Station 4 – Der Doppelmair-Gedenkstein

Jetzt 90 Grad links und fünf Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster mit Orientierung am Geländer rechts. Ab Ende des Geländers etwa 85 Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung am Bordstein und der Grenze rechts bis zu einer Bank rechts. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: rechter Hand steht in zwei Metern Entfernung ein Gedenkstein

Station 4 – Der Doppelmair-Gedenkstein

Constantin Gawrilowitsch von Doppelmair

Constantin Gawrilowitsch von Doppelmair war ein russischer Offizier und Militärattaché an der Gesandtschaft. 1870 war er mit einer Mission nach Berlin gekommen. Während des deutsch-französischen Krieges diente er im Stab des Prinzen Kraft zu Hohenloe-Ingelfinden. Beide waren freundschaftlich miteinander verbunden. Am 27. Oktober 1871 starb Constantin Gawrilowitsch nach einem Sturz vom Pferd an dieser Stelle. Sein Leichnam wurde nach Riga überführt und auf Anregung des Prinzen hin wurde der Gedenkstein an diesen Ort gesetzt.

Weiterführende Wegbeschreibung zum Gedenkstein

Nun 90 Grad rechts und zwei Meter vor bis zum Gedenkstein rechter Hand, der sich gut ertasten lässt.
Standort: vor dem Gedenkstein

Der Gedenkstein

Etwas seitlich vom Gebüsch und von Passanten wenig beachtet, steht hochkant ein Stein, der aus einem Findling geschnitten wurde. “Findlinge” nennt man diese einzelnen großen Blöcke, die während der Eiszeiten durch Gletscher transportiert und irgendwo abgelegt wurden. Der oben abgerundete rosa Granit-Stein ist 120 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit. Er hat eine natürliche Struktur, die vordere Seite ist geglättet. Das Zentrum bildet ein poliertes Oval, in das das Wappen, ein Kreuz und die Inschrift gemeißelt wurden.

Die Inschrift

In einem Oval unter dem Wappen steht eine Inschrift, die lautet:

CONSTANTIN
VON
DOPPELMAIR
+
XXVII OKTOBER MDCCCLXXI

Wegbeschreibung zur Station 5 – Das Rosa-Luxemburg-Denkmal

Der weitere Weg verläuft parallel zum Gehege der afrikanischen Antilopen auf rechten Seite.
Nun 90 Grad links und etwa 50 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze rechts dem Sandweg bis zum Torflügel aus Metall folgen. Hier 90 Grad links und einen zwei Meter breiten Weg überqueren. Die rechte Seite des Weges ist mit dekorativen Sträuchern bepflanzt. Dann 90 Grad rechts und etwa zehn Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze zwischen Sandweg und Sträuchern links bis zum Mosaiksteinpflaster. Noch 2 Meter bis zu einem Geländer aus Metall auf der linken Seite.
Standort: am Gartenufer etwa 40 Metern von der Liechtensteinbrücke

Ab hier geht der Weg auf eine Länge von etwa 25 Metern abwärts. Zwei Meter weiter rechts beginnt der zum Rosa-Luxemburg-Steg aufwärtsführende Weg. Beide Wege haben eine Neigung von sechs Prozent. Auf der linken Seite fängt ein Ufergeländer an. Nun etwa 35 Meter geradeaus dem Verlauf des Ufergeländers aus Metall, das an manchen Stellen stark von Pflanzen überwuchert ist, bis zur Ecke folgen. Dann sieben Meter geradeaus bis zum frontal stehenden Ufergeländer.
Standort: vor der Lichtensteinbrücke

Hier 90 Grad rechts und dem abgerundeten Verlauf des Geländers, das zwei Mal nach links führt, bis zur Ecke folgen. Nun 90 Grad rechts, neun Meter vor und 90 Grad links.
Standort: direkt vor dem Rosa-Luxemburg-Denkmal

Station 5 – Das Rosa-Luxemburg-Denkmal

Das Ufergeländer

Das Ufergeländer ist auf der Grundlage von historischen Vorbildern rekonstruiert. Die gusseisernen kannelierten runden Pfosten von neun Zentimetern Durchmesser und 120 Zentimetern Höhe sind von oben mit einer Pfostenkappe versehen, die um 190 Zentimeter Achsmaß voneinander entfernt sind. Die drei horizontalen Rundstahl-Quergurte von zwei Zentimetern Durchmesser werden in der Mitte des Feldes durch einen vertikalen, drei Zentimeter breiten Flachstahl-Gurtverbinder gehalten.

Die Verbindungspunkte zwischen den runden und den flachen Elementen sind mit kleinen Rosetten beziehungsweise mit den Knospen von Akanthusblättern verziert. Die Brüstungshöhe beträgt 106 Zentimeter. Alle Elemente haben eine anthrazitfarbene Metallbeschichtung.

Rosa Luxemburg

Eine Platte aus Gusseisen, die scheinbar ins Wasser gleitet, erinnert an die Tragödie, die sich an diesem idyllischen Ort abspielte. Das Längsrelief der Platte bildet den Namenszug “Rosa Luxemburg”. Sie war Revolutionärin, einflussreiche Vertreterin der deutschen Sozialdemokratie und überzeugte Pazifistin, bekannt durch ihren Kampf um soziale Gerechtigkeit und ihrem Engagement für Frieden. Nach der Oktoberrevolution in Russland, die sie begrüßte, aber scharf kritisierte und vor einer Parteidiktatur warnte, rief sie leidenschaftlich zur deutschen Revolution nach russischem Vorbild auf und forderte eine „Diktatur des Proletariats“. Gleichzeitig grenzte sie sich von der Parteistrategie Lenins ab. Im nicht vollendeten Manuskript “Zur russischen Revolution” von 1918 formulierte sie ihren berühmten Satz:

 „Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.“ Im Januar 1919 gründete sie zusammen mit Karl Liebknecht die Kommunistische Partei Deutschlands. Kurz danach begannen in Berlin die bewaffneten Kämpfe und Generalstreiks, deren Niederschlagung auch das Ende der Novemberrevolution in Deutschland bedeutete. Am Abend des 15. Januar wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet und stundenlang verhört und misshandelt. Der Mord an beiden, der danach an ihnen verübt wurde, sollte nach einer spontanen Tat Unbekannter aussehen.

Das Denkmal

Das eindrucksvolle Werk ist in das gusseiserne Geländer integriert. Der in Richtung der Passanten schräg weisende Teil bildet in blockhaften Lettern den Namen der Revolutionärin. Der Namenszug wurde plastisch abfallend in das Wasser herab geführt und markiert den Ort, an dem im Winter 1919 die Mörder die Leiche von Rosa Luxemburg in den Kanal geworfen haben.

Das zweite Denkmal, das Karl Liebknecht gewidmet ist, befindet sich um etwa 400 Meter Luftlinie von hier entfernt, am Ufer des Neuen Sees. Die Künstler Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte gestalteten die beiden Mahnmale 1987 mit der Brücke zusammen als eine künstlerische Einheit. Die Architekten machten sich stark dafür, dass die Stelle der Ermordung der Sozialisten, nur wenige Meter von der Brücke entfernt, nicht unbeachtet bleiben sollte.

Beide Monumente tragen einen Fabrikationsstempel “Kunstguß VEB Lauchhammerwerk 1987”. Am Rosa-Luxemburg Denkmal befindet er sich auf der rechten Seite der Platte.

Wegbeschreibung zur Gedenktafel

Nun um 180 Grad wenden und drei Meter geradeaus bis zu einer Stützwand gehen.
Standort: vor der Gedenktafel

Die Gedenktafel

Auf der gegenüber dem Denkmal liegenden, mit Klinker verkleideten Stützwand wurde in Augenhöhe eine 128 mal 64 Zentimeter große Bronzetafel mit einer Inschrift angebracht. Die Inschrift lautet:

Am Abend des 15. Januar 1919 wurden Dr. Rosa Luxemburg
und Dr. Karl Liebknecht von Soldaten und Offizieren der
Garde-Kavallerie-Schützen-Division misshandelt und ermordet.
Rosa Luxemburg, tödlich verwundet oder tot, wurde an dieser Stelle von ihren Mördern in den Landwehrkanal geworfen.
Karl Liebknecht wenig später am Neuen See, einige hundert Meter nördlich von hier, erschossen.
Der andere Teil dieses Mahnmals bezeichnet den Ort seiner Ermordung.
Im Kampf gegen Unterdrückung, Militarismus und Krieg starben die überzeugte Sozialistin Rosa Luxemburg als Opfer eines heimtückischen politischen Mordes.
Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen
lassen die Fähigkeit der Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. Sie kann und darf kein Mittel irgeneiner Konfliktlösung sein und bleiben
Berlin, 1987.

Wegbeschreibung zur Station 6 – Das Katharina-Heinroth-Ufer

Jetzt sich wenden und drei Meter geradeaus zum Denkmal zurück. Dann 90 Grad rechts und 30 Meter geradeaus.
Standort: das Katharina-Heinroth-Ufer, direkt am Pumpwerk Tiergarten

Station 6 – Das Katharina-Heinroth-Ufer

Katharina Heinroth

Seit 1994 trägt das Lützowufer im Abschnitt von der Budapester Straße bis zum Pumpwerk den Namen von Katharina Heinroth.

Katharina Heinroth, geboren 1897 in Breslau, war eine deutsche Zoologin und Direktorin des Berliner Zoos von 1945 bis 1956. Sie studierte Zoologie, Botanik, Geografie und Geologie an der Universität Breslau und promovierte 1923 mit Auszeichnung über das Hörvermögen von Reptilien. Sie arbeitete in München, Halle und Berlin. Hier hat sie 1933 den Ornithologen und Kurator des Aquariums, Oskar Heinroth, geheiratet und seine Forschungsarbeiten unterstützt. Im August 1945 wurde sie zur Direktorin des Berliner Zoologischen Gartens berufen. Unter ihrer Leitung wurde der während des Krieges völlig zerstörte Zoo wiederaufgebaut. 1956 wurde sie pensioniert und erhielt 1987 den Verdienstorden des Landes Berlin. Nach ihrem Tod im Jahre 1989 wurde sie neben ihrem Ehemann auf dem Gelände des Zoos begraben.

Wegbeschreibung zum Pumpwerk und zu einer Stech-Fichte

Jetzt 90 Grad rechts und drei Meter geradeaus bis zum Zaun.
Standort: das Katharina-Heinroth-Ufer 1 mit Blick auf das Eingangstor des Pumpwerks

Die Stech-Fichte

Direkt am Zaun wächst eine Blaufichte. Ihre unteren Äste wurden abgeschnitten, die oberen bilden in einer Höhe von zwei Metern eine Krone, die man noch gut berühren kann. Die Stech-Fichte ist gleichfalls als Blau-Fichte bekannt. Ihr Nadeln sind vierkantig, starr, etwa zwei Zentimeter lang, zugespitzt und ziemlich stechend. Ihrer blaulichtgrünen Farbe hat die Fichte auch ihren Spitznamen Blautanne zu verdanken. Diese Gattung stammt aus den Rocky Mountains im westlichen Teil Nordamerikas. In freier Wildbahn erreicht der Baum über 30 Meter Höhe und einen Stammdurchmesser bis zu eineinhalb Metern.

Das Pumpwerk

Das Pumpwerk versorgt den Großen Tiergarten und den Zoologischen Garten mit Wasser. Im eingezäunten Bereich stehen die Wasserpumpen. Das eingeschossige Haus aus rotem Backstein, das 17 Meter von dem Zaun entfernt steht, wird von einigen Bäumen umgeben, darunter eine alte mächtige Eiche und eine junge Stech-Fichte.

Wegbeschreibung zur Station 7 – Die Lichtensteinbrücke

Nun um 180 Grad wenden und drei Meter geradeaus zum Ufergeländer und 90 Grad links. Jetzt etwa 50 Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer rechts. Hier 90 Grad rechts.
Standort: Der Rosa-Luxemburg-Steg unter der doppelten Lichtensteinbrücke. Rechts verläuft der Teil der Brücke, der zum Zooterritorium gehört, links der öffentliche Steg. Hinten befindet sich die Stützmauer, vorne sind die Pfeiler der Brücke zu sehen.

Station 7 – Die Lichtensteinbrücke

Die Geschichte

Seit 1873 existierte hier bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1945 bereits eine eiserne Brücke. Die Entstehung der neuen sogenannten Fußgänger-Doppelbrücke geht auf das Ende der 70er Jahre anlässlich der geplanten Zoo-Erweiterung zurück. Der östliche Steg ist nur den Zoobesuchern zugänglich, während der westliche für all jene Passanten gedacht ist, die über den Kanal zur Lichtensteinallee gelangen wollen.

Der zum ZOO gehörige Steg, der nach Martin Heinrich Lichtenstein benannt ist, verbindet den alten Kern mit dem neuen Areal des Zoos auf der anderen Seite des Landwehrkanals. Martin Hinrich Lichtenstein war Arzt, Forscher, Zoologe und darüber hinaus Begründer und erster Direktor des Berliner Zoologischen Gartens. Der östliche, öffentliche Steg trägt seit 2012 in übertragener Bedeutung den Namen von Rosa Luxemburg und gehört zusammen mit dem Gartenufer zum Berliner Grünen Weg.

Die Konstruktion der Lichtensteinbrücke

Die Brückenbauteile werden innerhalb der zweiten Station erläutert.

Die Brücke fällt aufgrund ihrer originellen luftigen Konstruktion auf. Sie besteht aus zwei voneinander unabhängigen einzelnen Brücken, die auf einem gemeinsamen Fundament ruhen. Die schiefwinkeligen, bogenförmigen Brücken bestehen jeweils aus einem Teil, der den etwa 25 Meter breiten Kanal überspannt und zwei seitlichen, die über beide Uferwege verlaufen.
Die Überbauten wurden als bogenförmige Rohrfachwerkträger gebildet. Das Hauptfachwerkteil besteht aus 20 Fächern, deren seitlichen Teile entsprechend verkürzt sind und je nur aus sechs Fächern bestehen.

Die acht Stahlstützen je Kanalseite übernehmen die Lasten des mittleren Bogens und teilweise die der seitlichen Bögen und leiten diese weiter bis zu den Fundamenten. Die anderen Enden der seitlichen Bögen ruhen auf den Widerlagern. Die am Ufer sich separat im Wasser befindlichen Stahlbetonfundamente werden von Stahlpfählen gestützt.

Die aus dem Wasser herausragenden Fundamente werden mit je einer Deckplatte aus Naturstein bedeckt. Die ganze Metallkonstruktion der Brücke ist in einem dunklen Türkiston gestrichen. Fünf der Träger bilden die östliche, fünf Meter breite Brücke und drei die westliche, drei Meter breite Brücke. Die beide Brücken liegen fünf Meter voneinander entfernt. Die gesamte Brücke ist bis ins Detail perfekt und gewissenhaft durchgeformt und konstruiert. 1990 wurde sie mit einem Preis der Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure ausgezeichnet.

Weiterführende Wegbeschreibung

Die tiefsitzende Bogenkonstruktion könnte man mit dem gehobenen Gehstock berühren. Nun um 180 Grad wenden und vier Meter geradeaus bis zum 40 Zentimeter hohen Sockel, der die bepflanzte Fläche zur Stützmauer abgrenzt.
Standort: vor dem südlichen Widerlager der Lichtensteinbrücke

Die Revisionstür

Hier in der Wand befindet sich in Augenhöhe eine 125 mal 125 Zentimeter große Revisionsöffnung, die mit einer künstlerisch gestalteten doppelflügeligen Tür aus Stahl geschlossen ist. Auf die Tür wurde eine Halbkugel von einem Meter Durchmesser, ebenfalls aus Stahl, aufgesetzt, die durch eine vertikal verlaufende Platte halbiert wird.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad rechts und etwa 25 Meter geradeaus mit Orientierung am Sockel links bis zum Ende der Wand. Dort 90 Grad links zur aufwärts führenden Treppe.
Standort: vor der zum Rosa-Luxemburg-Steg führenden Treppe

Die Treppe

Die zum Rosa-Luxemburg-Steg landschaftlich angelegte aufwärtsführende Treppe besteht aus insgesamt 15 Stufen aus hellgrauem Granit, die beidseitig mit Treppenwangen aus Beton umfasst sind. Der Treppenlauf beschreibt einen leichten Bogen nach links. Die rechte Treppenwange ist etwa 40 Zentimeter hoch, die linke dagegen nur 20. Beide sind mit fünf Zentimeter dicken Granitplatten abgedeckt.

Oberhalb der linken Wange befindet sich ein Handlauf aus Metallrohr, der an dem sich hinter der Wange befindlichen Geländer befestigt ist. Das Metallgeländer besteht aus etwa 90 mal 100 Zentimeter großen, mit Maschendraht gefüllten Rahmen, die an runden 110 Zentimeter hohen Stäben befestigt sind. Auf den Stäben sind Knäufe in Form eines Polyeders, genauer gesagt eines Rhombendodekaeders, angebracht. Alle Metallteile der Geländer sind in einem Türkiston gestrichen.

Wegbeschreibung zum Rosa-Luxemburg-Steg über die Treppe

Auf zehn Stufen, einen Absatz und zehn Stufen folgen ein Absatz und fünf Stufen. Orientierung an den Treppenwangen und am Handlauf links. Oben angekommen einen Meter vor auf Mosaiksteinpflaster und 90 Grad links.
Standort: vor dem Ecksockel an der südlichen Seite der Lichtensteinbrücke

Der Ecksockel des Rosa-Luxemburg-Steges

Die 90 Zentimeter hohen Ecksockel sind zwei Meter lang und 60 Zentimeter breit. Sie wurden mit Klinker verblendet und oben mit zwölf Zentimeter dicken Granitplatten versehen. Auf der Vorderseite wurde in den Klinker ein rundes Mosaik eingearbeitet. Es stellt eine abstrakte Landschaft mit Feldern und Bäumen dar und trägt die Inschrift “Love is a natural feeling”. Rechts daneben befindet sich eine Tafel mit der Relief-Inschrift “Rosa-Luxemburg-Steg”.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt den Sockel linker Hand umgehen auf die Brücke hinauf und etwa 20 Meter geradeaus auf Holzbelag mit Orientierung an der Brüstung links bis zur Mitte der Brücke gehen. Hier 90 Grad links.
Standort: die Mitte des Rosa-Luxemburg-Steges mit Blick Richtung Westen zur Schleuse

Der Rosa-Luxemburg Steg

Der Rosa-Luxemburg Steg ist 40 Meter lang und drei Meter breit. Der Stegbelag besteht aus zwölf Zentimeter dicken Kiefernholzbohlen. Das Metallgeländer besteht aus etwa 100 mal 100 Zentimeter großen, mit Maschendraht gefüllten Rahmen, die an runden 110 Zentimeter hohen Stäben befestigt sind. Sie bilden die Fortsetzung des Treppengeländers. Jedoch anders als bei diesem Treppengeländer sind hier die Gitterrahmen mit je einer hochkant stehenden Kiefernholzbohle versehen. Um Platz für die sich auf Stäben befindlichen Polyeder zu schaffen, sind an beiden Enden von oben nach unten abgeschrägt. Die Holzbohlen sind zwölf Zentimeter hoch, unten sechs Zentimeter dick und verjüngen sich nach oben.

Der Blick nach Westen

Rechts verläuft das Tiergartenufer, links erstreckt sich das alte Terrain des Zoos. Die weiße Kuppel des sogenannten Persischen Turms auf einem Tierstall ist gut zu erkennen. Immer wieder hallt lautes Trompeten, Brüllen und Schnauben der Zoobewohner herüber.

Wegbeschreibung zur gegenüberliegenden Brüstung

Anschließend um 180 Grad wenden und drei Meter geradeaus bis zur gegenüberliegenden Seite des Steges.
Standort: die Mitte des Rosa-Luxemburg-Steges

Der Blick nach Osten

In fünf Metern Entfernung verläuft parallel der Martin-Heinrich-Lichtenstein-Steg. Rechts verläuft das Katharina-Heinroth-Ufer, links, entlang des Ufers, beginnt die Drakestraße und das neue Areal des Zoos. In der Ferne ist die Corneliusbrücke zu erkennen.

Wegbeschreibung zur Station 8 – Der Tiergarten

Danach 90 Grad links und etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer rechts bis zum Ende der Brücke. Am Ecksockel 90 Grad rechts und zwei Meter vor auf Mosaiksteinpflaster bis zum Zaun des Zoos. Dort 90 Grad links und etwa 14 Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster und etwa 80 Meter auf Sandboden mit Orientierung am Metallzaun bis zum Mosaikpflastergehen. Dann 90 Grad rechts. Gegen Ende des Sandweges geht es an einer Halbkugel aus Beton vorbei.
Standort: die Lichtensteinallee

Station 8 – Der Tiergarten

Das Gehege des Vogel Strauß

Rechts ist das neue Areal des Zoos zu sehen. Das dortige Gehege wird von Straußen bewohnt. Links befindet sich der Eingang des viel besuchten Cafés “Am Neuen See” mit seinem großen Biergarten.

Weiterführende Wegbeschreibung

Hier 90 Grad links und etwa 70 Meter geradeaus mit Orientierung am Metallzaun rechts. Dann 90 Grad rechts um die Ecke. Drei Meter vor dem Ende des Sandweges geht es an einer Halbkugel aus Beton vorbei.
Standort: die Lichtensteinallee, rechts steht das Gebäude der Spanischen Botschaft

Dann acht Meter geradeaus auf Asphalt bis zur Bordsteinkante, weitere fünf Meter geradeaus bis zu einem Zaun und 90 Grad links. Danach etwa 55 Meter geradeaus dem Zaun rechter Hand bis zu dessen Ecke folgen. Nun fünf Meter geradeaus bis zur Bordsteinkante und zwischen den zwei Reihen von Metallpollern durchgehen. Es folgt die Überquerung der etwa 10 Meter breiten Thomas-Deler-Straße. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Verkehr von beiden Seiten ist gering. Nach der Überquerung 90 Grad links und fünf Meter geradeaus auf Asphalt mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zum Mosaiksteinpflaster, der rechts anfängt. Hier 90 Grad rechts.
Standort: Lichtensteinallee, Ecke Thomas-Dehler-Straße, vor dem Eingang in den Großen Tiergarten

Hier ein paar Meter bis zur Ecke der Rasengitter gehen und 90 Grad rechts. Dann etwa 20 Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster mit Orientierung rechts an der Bordsteinkante und am Rasengitter, das in Berlin allgemein Tiergartengitter heißt. Dem Verlauf des Gitters nach rechts acht Meter bis zu einer Sitzbank folgen. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: der Große Weg, Ecke Fasanerieallee

Der Tiergarten

Der Name täuscht. Im heutigen Tiergarten existieren die Tiere nur als Skulpturen auf den Postamenten. Ursprünglich war der Tiergarten das Jagdgebiet der Kurfürsten und lag zu Beginn dicht am Schloßplatz. Im Laufe der Zeit „wanderte“ er Richtung Nord-West. 1530 kaufte Kurfürst Joachim I. der Stadt Cölln ein Stück Ackerland ab, um Gehege einzurichten und Wild auszusetzen.

Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ das Schloss mit dem Jagdrevier durch eine Allee verbinden, da es sich unter den Linden viel angenehmer reiten ließ. Ebenso befahl er, den Tierbestand und die Einzäunung zu erneuern. Es vergingen noch über hundert Jahre, in denen brandenburgische Fürsten sich hier mit der Jagd vergnügten.

Ende des 17. Jahrhunderts entstanden im Tiergarten unter König Friedrich I. Alleen und Schneisen. Der Hofjäger Emmerich gestaltete den Großen Stern als Kreuzung bestehend aus acht Wegen. Das Jagdgebiet verwandelte sich nach und nach in einen Erholungspark. Der Soldatenkönig legte, seinem Namen gemäß, am Spreebogen, dem heutigen Platz der Republik, einen Exerzierplatz an. Damit verkleinerte sich der eigentliche Tiergarten noch mehr. Sein Sohn Friedrich der Große, der die Jagd verabscheute, setzte die Sache fort und beauftragte den Architekten Georg von Knobelsdorf, den Tiergarten nach französischem Vorbild vollständig zum öffentlichen Lustgarten umzugestalten.

Im Stil des Spätbarocks wurden Skulpturen aufgestellt, Zierteiche angelegt, Blumenbeete gepflanzt und Labyrinthe gestaltet. Statt Jagdwild flanierten nun stolz Fasanen in einem Gehege. Diese könnte man quasi als Keimzelle des Berliner Zoos betrachten. Doch wie die Zeiten sich verändern, so auch die Mode: Und alsbald verwandelten der Hofgärtner Justus Ehrenreich Sello und der preußische Gartenkünstler Peter Joseph Lenné den vormals nach französischem Vorbild gestalteten Park in einen, der dem englischen Landschaftsideal entsprach.

Im südlichen, dem gewässerreichsten,Teil des Tiergartens, begann Lenné 1845 mit dem Bau der Anlage des Neuen Sees. Dafür wurde ein großes sumpfiges Gebiet trockengelegt. Es entstand dort eine der größten Seeflächen des Tiergartens mit kleinen gemütlichen Buchten und zahlreichen Inseln.

Das Tiergartengitter

Solche kleinen niedrigen Zäune wurden bereits im 19. Jahrhundert von dem Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné zur Abgrenzung von Blumenbeeten, Parkwegen oder Rasenflächen verwendet.  Das Tiergarten- oder Rabattengeländer besteht aus einer Reihe von kleinen Bars, die etwa zwei Meter voneinander entfernt sind und einem waagerechten Quergurt, der 20 Zentimeter über dem Grundniveau von Pfeiler zu Pfeiler verläuft.

Der runde gusseiserne Pfeiler von fünf Zentimetern Durchmesser und 30 Zentimetern Höhe ähnelt in seiner Form dem Bauern einer Schachfigur und ist oben mit einer Kugel versehen. Der Quergurt besteht aus einem Flachstahlelement.

Wegbeschreibung zur Station 9 – Die Gotische Brücke

Nach der Sitzpause 90 Grad rechts und einige Schritte bis zum Tiergartengitter vorgehen, das einen Baum umrahmt. Diesen rechter Hand umgehen bis zum hartkörnigen Sandweg. Das Gitter rechts bis zu dessen Ende folgen. Dann etwa 30 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze zwischen Sandweg und Erdboden rechts bis zu einem Baum, der in Reichweite eines Stockes rechter Hand steht. Dort 90 Grad rechts und geradeaus mit Orientierung an der Grenze zwischen Sandweg und Erdboden rechts bis einem etwa 50 Zentimeter hohen Geländer aus Holz. Weiter etwa 45 Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer rechts bis zur Brücke.
Standort: die nördliche Seite der Gotischen Brücke

Station 9 – Die Gotische Brücke

Die Brücke

Die Brücke ist drei Meter breit. Die gesamte Länge der Brücke beträgt fünf Meter, die Spannweite der Brücke vier Meter. Der auf dem 50 Zentimeter hohen Bogen gelegte Steg der Brücke ist vier Meter vierzig Zentimeter lang. Er ist mit Holzdielen verlegt. Die Steigung der Brücke beträgt mehr als etwa zwölf Prozent. Aus diesem Grund ist die rechte Seite des Brückensteges mit stufenartigen Kanthölzern versehen.
Jedes der gusseisernen Brückengeländer besteht aus elf schmalen Elementen von 40 Zentimetern Breite und 90 Zentimetern Höhe, die der Form eines gotischen Spitzbogenfensters ähneln. In jedem Spitzbogen befinden sich zwei einbeschriebene genaste Rundbögen.

Die horizontalen Segmente an den Ausläufern der beiden Geländer sind mit Formen, die Fischblasen ähneln, verziert. Fischblase, so heißt ein geschwungenes Ornament, das an einem Ende kreisförmig abgerundet ist und am anderen spitz ausläuft. Diese Elemente der gotischen Architektur haben der Brücke ihren Namen gegeben. Schlichte, aber elegante spitze Formen der grünfarbenen Geländer spiegeln sich im kleinen Bach wieder und lassen die launische Unregelmäßigkeit der Natur gut erkennen.

Die Geschichte

Die originelle Brücke war 1802 entworfen und angefertigt worden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie zerstört. Das zweite Original auf der Pfaueninsel blieb aber erhalten. Darum konnte in den 80er Jahren eine Nachbildung gegossen und am ursprünglichen Platz wiedererrichtet werden.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nun 90 Grad links und zur gegenüberliegenden Seite der Brücke vorgehen. Dort 90 Grad rechts und vorsichtig mit Orientierung am Geländer links über die Brücke gehen. Dann etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung erst am Sockel der Brücke, danach an der Grenze zwischen Sandweg und Erdboden links. Dort führt links eine kleine Treppe mit drei breiten Stufen zu einer Aussichtsterrasse und eine daneben liegende Treppe führt hinunter zum Wasser. Weiter fünf Meter geradeaus bis zum Geländer aus Holz linker Hand. Dann etwa acht Meter (fünf Geländerabschnitte) geradeaus und 90 Grad rechts. Jetzt den fünf Meter breiten Sandweg überqueren, um zu zwei Sitzbänken zu gelangen. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: die Allee im südlichen Tiergarten mit Blick Richtung Gewässer

Die kleine Bucht

Hier gelangt man in den Teil des Großen Tiergartens, der auch Seepark genannt wurde. Erst nach Anlage des Neuen Sees wurde diese sumpfige Landschaft trockengelegt. Und heute ist sie durch zahlreiche Inseln, Buchten und verborgene gemütliche Wasserzugänge geprägt. Die Bäume spiegeln sich im Gewässer.

Weiterführende Wegbeschreibung

Nach einer kleinen Rast auf der Bank 90 Grad rechts und etwa 80 Meter geradeaus mit Orientierung an der Grenze zum Erdboden rechts bis zu einem Baum auf der rechten Seite, der über die Wegbegrenzung hinaus Wurzeln schlägt.
Standort: vor der Rotbuche

Die Rotbuche

Wegen der leicht rötlichen Farbe des Holzes werden diese Buchenarten „Rotbuchen“ genannt. Die Buchen, deren Blätter in Purpurfarben changieren, werden als Blutbuchen bezeichnet. Der Baum ist eine mächtige Rotbuche, die man umgehen, abtasten, umarmen kann.  Die Verwüstungen des Krieges und den Notstand am Ende der vierziger Jahre haben nur wenige alte Bäume überlebt. Einer davon ist diese Rotbuche. Sie ist eine der häufigsten Baumarten in den deutschen Wäldern. Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden und eine Höhe von 30 oder sogar 40 Metern erreichen. Die Borke dieses alten Baums ist dick und rissig. Die Laubblätter sind ellipsenförmig, haben eine kurze Spitze und sind am Grund keilförmig oder abgerundet. Altersbedingt hat sich auch eine Baumhöhle gebildet, die auf der linken Baumseite unten am Stamm zwischen zwei dicken Wurzeln zu erkennen ist.

Wegbeschreibung zur Station 10 – Das Fontane-Denkmal

Den Baum rechter Hand umgehen und nach rechts in einen, mit Mosaikpflaster belegten, zwei Meter breiten Weg abbiegen. Den Weg etwa 18 Meter geradeaus mit Orientierung an der Erdgrenze rechts gehen. Nun rechts und sieben Meter auf Mosaiksteinpflaster in einem kleinen Linksbogen bis zu einer steinernen Bank gehen. Ein Abfallkorb im Wege.
Standort: zur rechten Seite des Fontane-Denkmals

Station 10 – Das Fontane-Denkmal

Theodor Fontane

Theodor Fontane gilt als bedeutendster Vertreter des bürgerlichen Realismus in der deutschen Literatur. Seine ersten Märkischen Wanderungen unternahm er im Sommer 1958 in Ruppin. Wie er bemerkte: “Am liebsten ohne vorgeschriebene Marschroute, ganz nach Lust und Laune”. Auf den ersten Blick hat das Land zwischen Oder und Elbe nichts Spektakuläres zu bieten. Aber Fontane ist es gelungen, ein spannendes Stück Geschichte und zahlreiche interessante Landschaften zu finden. “Ich bin die Mark durchzogen und habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte”, schrieb er.

Das Denkmal

Er scheint direkt seinem Werk entstiegen zu sein: Fontane. – Der “Wanderer in der Mark” macht eine kleine Rast, um vielleicht die Landschaft zu genießen. Schlösser, Klöster, Ortschaften und die Märkische Natur; die Bewohner und ihre Geschichten – alles findet seinen Platz in den fünfbändigen “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Nun steht er auf einem runden Postament und in seine Gedanken vertieft blickt er Richtung Tiergartenstraße. Er ist mit einem Gehrock bekleidet, seinen Hut hält er in der linken Hand und in der rechten einen Wanderstock.

Seine Figur wird im sogenannten Kontrapost gezeigt. In der Kunstsprache bedeutet Kontrapost die Gestaltung des menschlichen Körpers im harmonischen Ausgleich durch die unterschiedliche Stellung von Stand- und Spielbein und der entsprechenden Senkung und Hebung der Schulter.

Die Skulptur gewinnt dadurch etwas an Dynamik. Theodor Fontane neigt sich auf seinem Sockel um wenige Grad nach vorne, die rechte Schulter auf der Seite des Spielbeins ist gesenkt und der Dichter stützt sich leicht auf seinen Wanderstock. Auf der linken Seite zeigt die Schulter dagegen nach oben und der Handrücken wird in die Hüfte gestemmt. Noch einen Augenblick… dann setzt er seinen Hut wieder auf und wandert weiter durch die Mark Brandenburg. Der runde 120 Zentimeter hohe Sockel hat einen Durchmesser von einem Meter und steht auf einer runden stufenartigen, etwa 35 Zentimeter hohen Basis. Der Durchmesser der Basis beträgt vier Meter. Die Gesamthöhe des Denkmals erreicht fünf Meter.

Max Klein schuf das Fontane-Denkmal für den Großen Tiergarten im Jahre 1908. Er konnte sein Werk aber nicht vollständig zu Ende bringen. Nach seinem Tod vollendete Fritz Schaper die Skulptur. Das aus Marmor bestehende Original wurde 1985 durch eine Kopie aus Betonguss ersetzt.

Wegbeschreibung zum Denkmal

Nach der Betrachtung drei Meter geradeaus bis zur Basis. Die runde Basis etwa vier Meter gegen den Uhrzeigersinn umgehen und 90 Grad links zur Skulptur.
Standort: an der Vorderseite des Denkmals, mit dem Rücken zur Thomas-Dehler-Straße

Die Inschrift

Auf dem runden Sockel des Denkmals ist eine Inschrift eingemeißelt, die lautet:

Theodor Fontane
1819 – 1898

Wegbeschreibung zur Station 11 – Die Skulptur “Deutsches Volkslied“

Jetzt 90 Grad rechts und sieben Meter die Basis des Denkmals gegen den Uhrzeigersinn im Halbkreis umgehen. Dann 90 Grad rechts und etwa 20 Meter geradeaus auf einem zwei Meter breiten Weg aus Mosaiksteinpflaster. Am Ende des Pflasters 90 Grad rechts. Anschließend etwa 40 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Grenze zur Erde rechts bis zum Asphaltbelag und 90 Grad links. Nach Überquerung eines drei Meter breiten Weges 90 Grad rechts und etwa 40 Meter geradeaus auf Asphalt mit Orientierung an der Erdgrenze links.
Standort: mit Blick Richtung Hofjägerallee im Osten.

Rechts verläuft die Stülerstraße mit den Nordischen Botschaften. Links befindet sich das Tiergartengewässer und ein Weg aus Steinplatten abwärts zum Gewässer. Ab hier beschreibt der Weg einen leichten Bogen nach links. Am Weg wächst links eine Gruppe alter Platanen. Nun etwa 60 Meter geradeaus auf Asphalt mit Orientierung an der Erdgrenze links. Linker Hand befinden sich ein zugewachsener Fahrradständer und ein toter Baumstamm. Dann fünf Meter geradeaus bis zum Sandboden und etwa 15 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Erdgrenze links bis zu einem Geländer, das über dem Gewässerufer verläuft.
Standort: am östlichsten Ende des Neuen Sees mit Blick nach Norden

Danach sieben Meter geradeaus mit Orientierung am Geländer links. Dann etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung an der Erdgrenze links bis zum Mosaiksteinpflaster auf der linken Seite und 90 Grad links. Jetzt fünf Meter geradeaus auf einem eineinhalb Meter breiten Weg aus Mosaiksteinpflaster bis zum Sockel der Skulptur.
Standort: vor der Gruppe “Deutsches Volkslied”.

Station 11 – Die Skulptur “Deutsches Volkslied“

Die Skulptur

Die Skulptur ist ein Betonabguss jener Marmorfiguren, die Ludwig Sussmann-Hellborn im Jahre 1875 schuf. Sie wurde 1910 im Großen Tiergarten aufgestellt.

Zwei sitzende Figuren musizieren gemeinsam im Schatten der Bäume. Die Frau im antiken griechischen Gewand, einem sogenannten Chiton, verkörpert die Terpsichore. Ihre rechte Schulter bleibt unbedeckt. Terpsichore war eine der neun Musen und widmete sich der Chorlyrik und dem Tanzen. Mit der rechten Hand hält sie eine Lyra – ein antikes Saiteninstrument, das aus einem Resonanzkörper und zwei hornartig gebogenen Trägern für sieben Saiten besteht. Die Lyra war ein Attribut der Terpsichore und galt als Symbol der Poeten. Das Wort Lyrik verweist darauf.
Mit der linken Hand umarmt die Muse ein Mädchen in deutscher Volkstracht. Die junge Musikerin mit zwei langen Zöpfen zupft fleißig an der Lyre, die Terpsichore auf dem Schoß hält.

Das Mädchen verkörpert offensichtlich das altdeutsche Liedgut. Die beiden Frauen sind barfuß abgebildet. Der linke Fuß der Terpsichore ragt etwas über das runde Podest hinaus nach vorne.

Ihre Gesamthöhe beträgt ungefähr zweieinhalb Meter. Sie steht auf einem viereckigen Sockel aus Muschelkalkstein und lässt sich leicht umgehen. Auf der Vorderseite ist die mit Blockbuchstaben gemeißelte Inschrift “DAS VOLKSLIED” zu erkennen.

Wegbeschreibung zur Station 12 – Der Baumbestand

Nach der Betrachtung der Skulptur fünf Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster mit Orientierung an der Erdgrenze links bis zum Sandweg zurückkehren. Hier 90 Grad links, etwa 80 Meter geradeaus mit Orientierung an der Erdgrenze links bis zur Mündung des Weges in den Großen Weg und 45 Grad links.
Standort: der Große Weg im Tiergarten, der von Osten nach Westen verläuft.

Nach Überquerung des fünf Meter breiten Großen Weges 90 Grad links und etwa 50 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante und der Erdgrenze rechts den Großen Weg entlang. Hier stehen rechts nach einem Abfallkorb zwei Bänke auf Mosaiksteinpflaster, um eine Pause einzulegen.
Standort: der Große Weg mit Blick zum Gewässer, Richtung Süden.

Station 12 – Der Baumbestand

Die Linde

Die Linde ist seit jeher ein beliebter deutscher Baum. Viele Orte oder Ortsteile tragen Namen, die sich vom Lindenbaum herleiten. Wegen ihres enormen Alters, denn sie können bis zu 1.000 Jahre leben, galten die Bäume schon bei den alten Germanen als etwas ganz besonderes. Die Lindenblüte bedeutet Hochsommer. Ihr süßer, kräftiger Duft betört Bienen und Hummeln, aber auch die Menschen. Oft schmückten alte mächtige Bäume mit dichten hoch gewölbten, aber tief herabhängenden Kronen Dorfplätze oder Wegkreuzungen.

Im Mittelalter fanden im Schatten der Linden Tanzfeste statt. Oder es wurde Gericht gehalten. Nicht selten wurde der Verurteilte dann auch gleich in dem Baum aufgehängt.

Sogar in der Nibelungensage spielt die Linde eine entscheidende Rolle: Als Siegfried im Drachenblut badet, klebt ein Lindenblatt an seinem Rücken und macht ihn so verwundbar. Auch im Tiergarten haben einige, über mehrere hundert Jahre alte Exemplare ihren Platz gefunden. Die Bäume erreichen bis zu 40 Metern Höhe, die Krone wird immer dicker und breiter. Die alten Linden haben eine grobe, rissige und dunkelbraune Borke mit rhombenartiger Zeichnung. Die Blätter sind asymmetrisch, etwa herzförmig.

Die Eiche

Gleichermaßen wie Linden, Buchen, Ulmen und Eschen trifft man im Tiergarten häufig Eichen an. Schon der Große Kurfürst ließ gleich nach dem Dreißigjährigen Krieg über hundert junge Bäumen hier einpflanzen, die als Nahrung für das Wild dienen sollten. Es gibt im Tiergarten noch einige Bäume, die die großen Abholzaktionen nach dem zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden haben und über zweihundert Jahre alt sind. Vielleicht haben sie noch in Erinnerung, wie Friedrich der Große bei ihnen ein wenig Schatten suchte. Auch in der deutschen Mythologie hat die Eiche einen besonderen Platz eingenommen.

Und nicht umsonst pflanzt man zu besonderen Anlässen „für die Ewigkeit“ Eichen. In der Höhe erreichen sie 40 Meter mit einem Stammdurchmesser von bis zu drei Metern. Die Borke alter Bäume ist rissig und dick.

Sehr typisch und bekannt sind die Blätter und die Früchte. Eichen haben Blätter mit fünf bis sieben gerundeten Lappen, die beidseitig symmetrisch angeordnet sind. Sie sind etwas ledrig und dunkelgrün. Ihre reifen Früchte, die Eicheln, sind länglich rund, hellbraun und glatt. Sie haben ein hellgrünes, etwas raues Hütchen. Die Eicheln sitzen zu dritt bis zu fünft an einem Stiel. Vielen Tieren dienen sie als Nahrung.

Wegbeschreibung zur Station 13 – Die Fasanerieallee

Nach der Pause 90 Grad rechts und etwa 140 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Erdgrenze rechts bis zum Mosaiksteinpflaster. Rechts des Weges jeweils zweimal ein Abfallbehälter mit zwei Sitzbänken dahinter. Am Ende des Weges rechts eine Übersichtstafel vom südwestlichen Tiergarten und dann ein Findling. Dann etwa zehn Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster an der Einmündung eines Sandweges von rechts vorbei und dann mit Orientierung am Bordstein und am Tiergartengitter rechts. Hier 90 Grad rechts.
Standort: Der Große Weg an der Mündung Fasanerieallee mit Blick nach Nord-Ost Richtung Großer Stern.

Station 13 – Die Fasanerieallee

Die Allee

Heute ist die Fasanerieallee eine wunderschöne Fußgängerpromenade mit Blick zur Siegessäule. Sie ist 400 Meter lang und besteht aus zwei parallelen Sandwegen, jeder drei Meter breit, die von einem 15 Meter breiten Grünstreifen, der mit teilweise sehr alten Eichen bepflanzt ist, voneinander getrennt sind. Die Allee fällt besonders wegen ihrer vier Skulpturen, den sogenannten Jagdgruppen, ins Auge. Ursprünglich wurden sie für den Hubertusbrunnen angefertigt und standen am Großen Stern. Der Brunnen aus dem Jahre 1904 stellte die Geschichte des heiligen Hubertus dar: Er wurde einmal auf der Jagd durch einen prächtigen Hirsch bekehrt. Das Tier trug auf dem Kopf zwischen dem Geweih ein Kruzifix. Den Brunnen, der vom Hubertushirsch gekrönt wird, umgaben vier Skulpturen mit Jagdszenen aus verschiedenen Epochen, die die Bedeutung des Tiergartens als ehemaliges kurfürstliches Jagdrevier der Hohenzollern illustrieren.

Der Brunnen fiel 1938 der Siegessäule zum Opfer und die vier Jagdgruppen fanden ihren Platz in der Fasanerieallee. Der Name Fasanerieallee verweist auf einen von dem Feinschmecker Friedrich dem Großen angelegten Fasanengarten. Der Garten bildet den Kern des späteren Zoologischen Gartens.

Die Tiergarten-Laternen

Die Wege werden durch typische Tiergarten-Laternen beleuchtet. Sie haben einen einfachen Mast und einen schlichten, aber kunstvoll gebogenen Ausleger mit Leuchten aus weißem Glas.

Die Sitzbänke

In der Allee stehen hübsche Sitzbänke mit stilisierten astähnlichen Armlehnen aus Metall.

Wegbeschreibung zu den Jagdgruppen

Dann etwa zehn Meter geradeaus auf Mosaiksteinpflaster mit Orientierung am Tiergartengitter rechts. Nun 90 Grad rechts und etwa 20 Meter geradeaus auf Sandboden bis zum Ende des Gitters. Danach etwa 20 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts, 90 Grad links und drei Meter vor bis zu einer Bank. Eine Sitzgelegenheit.
Standort: Die Fasanerieallee mit Blick nach Südosten

Die Jagdgruppen

Seit Jahrhunderten vergnügten sich die Adligen damit, Wild zu verfolgen und zu jagen. Die erlegte Beute in den Szenen der vier Jagdgruppen sind: ein Wisent, ein Eber, ein Hase und ein Fuchs. Die bronzenen Plastiken wirken sehr dramatisch und fein detailliert verarbeitet, was den damals vorherrschenden neu-barocken Stil trifft. Die Skulpturen zeigen eine altgermanische Wisentjagd von Fritz Schaper, eine Eberjagd um 1500 von Carl Begas, die die Renaissancezeit demonstriert, eine Hasenhetze um 1750 von Max Baumbach, die die Rokokozeit verkörpert, und eine Fuchsjagd um 1900 von Wilhelm Haverkamp, die der Kaiserepoche gewidmet ist. Die Jagdgruppen wurden paarweise in die Fasanerieallee gestellt.

Zwei davon: “Fuchsjagd um 1900” und “Hasenhetze um 1750” befinden sich von hier schräg links in der Entfernung von etwa zehn Metern.
Die zwei anderen: “Altgermanische Büffeljagd” und “Eberjagd der Renaissancezeit (um 1500)” stehen etwa 230 Metern weiter entfernt.
Jede der vier Jagdgruppen steht auf einem Sockel aus Sandstein. Die zwei mal drei Meter großen Sockel sind zwei Meter hoch. Die Flächen rund um die Sockel sind mit Kopfstein gepflastert.

Die Jagdgruppe “Altgermanische Büffeljagd” auch „Altgermanische Wisentjagd“ genannt.

Die Gruppe zeigt eine dramatische Szene.
Ein Jäger in Begleitung von zwei Hunden zerlegt einen Wisent. Das große Tier versucht, sich im letzten erbitterten Kampf gegen einen Hund zu wehren. Es hat den Hund auf den Rücken geworfen und schwer mit dem linken Horn verletzt. Dabei beißt der zweite Hund in das vordere Bein des Wisents und der Mann in der altgermanischen Tracht stößt mit voller Kraft den Speer tief in seine rechte Seite. Die ganze Plastik wirkt sehr dynamisch.

Das offene Maul des verletzten Hundes und seine gehobene Pfote, der gespannte Körper des Wisents mit dem tief gesenkten Kopf und dem gehobenen Schweif, und nicht zuletzt der Jäger, der mit einem großen Schritt nach vorne dem Wisent seinen tödlichen Speerstoß versetzt.

Diese Skulptur wurde von Fritz Schaper im Auftrag des Kaisers im Jahr 1904 angefertigt. Bekannt ist, dass der Künstler den Kopf des Germanen nach seinem eigenen Portrait formte.

Die Jagdgruppe “Eberjagd der Renaissancezeit (um 1500)”

Die Gruppe präsentiert wieder eine Szene mit einem Jäger und zwei Hunden, voller Kraft und Dynamik. Ein Hund hetzt das wilde Tier von der Seite. Der zweite Hund, anscheinend verletzt und heulend, ist auf den Rücken umgekippt. Er liegt zwischen den Füßen des Jägers, der seinen Speer in die rechte Seite des Ebers stößt.

Der Jäger trägt einen kurzen Kittel, kniehohe Stiefel und einen Hut mit Eichenblättern. Am Gürtel hängen eine Jagdtasche und ein Jagdmesser. Carl Begas hat diese Skulptur um 1904 erstellt. Der Name der Gruppe lautet “Eberjagd aus der Zeit Joachims”.

Wegbeschreibung zur Jagdgruppe “Fuchsjagd um 1900”

Nach einer kleinen Pause drei Meter geradeaus und 90 Grad links. Dann fünf Meter geradeaus bis zum Kopfsteinpflaster rechts. Dort 90 Grad rechts, zwei Meter vor und 90 Grad links.
Standort: direkt am Sockel der Gruppe “Zeitgenössische Fuchsjagd”

Die Jagdgruppe “Fuchsjagd um 1900” auch “Zeitgenössische Fuchsjagd” genannt

Die Skulptur zeigt eine Jagdszene aus der kaiserlichen Epoche und zwar einen Mann mit Parforcehorn und seiner Meute. So nennt man in der Jägersprache eine Gruppe von Hunden. Parforcejagd ist eine Hetzjagd, bei der man die Hunde mit Pferden begleitet.

Diese Art der Jagd war zur Kaiserzeit sehr beliebt und wurde mit großem Aufwand betrieben.

So zeigt auch die Skulptur einen von vier Hunden umgebenen Jäger. In der rechten, hoch erhobenen Hand hält er einen Fuchs. Er scheint triumphierend seine Beute in der Runde zeigen zu wollen; und die Hunde feiern mit: Einer hat sich vor Freude auf den Rücken geworfen und wälzt sich, der andere kuschelt am Bein des Jägers und zwei andere springen zur unerreichbaren Beute hoch. Mit der linken Hand hält der Mann sein Pferd. Das Pferd senkt tief seinen Kopf und man sieht seine bemerkenswerte Frisur: Die Mähne ist zu vielen kleinen Zöpfen geflochten, jeder mit einer Schleife verziert. Einer kommt zwischen den Ohren auf der Stirn zu liegen, drei weitere hängen seitlich am langen Hals. Mit ausgestrecktem Arm kann man den Kopf eines Hundes berühren. Diese Gruppe schuf 1904 der Bildhauer Wilhelm Haverkamp.

Wegbeschreibung zur Jagdgruppe “Hasenhetze um 1750”

Nun 90 Grad rechts und weiter geradeaus an der Längsseite des Sockels linker Hand entlang und danach ohne Orientierungsmöglichkeit über den fünf Meter breiten Rasenstreifen bis zum nächsten Kopfsteinpflaster gehen. Von dort zwei Meter geradeaus mit Orientierung an der Längsseite des Sockels links bis zur seiner Mitte und 90 Grad links.
Standort: direkt am Sockel der Gruppe “Hasenhetze um 1750”

Die Jagdgruppe “Hasenhetze um 1750”

Die Komposition präsentiert eine Hetzjagd zur Rokokozeit. Ein Jäger peitscht seinen Hund, damit dieser der Spur der Hasen folgt. Der Mann ist voller Bewegung, in der linken Hand hebt er die Peitsche hoch, die rechte schickt mit herrschender Geste den Hund vor. Der ganze Körper fordert: “Los! Los!”.

Ein Page steht daneben und hält einen zweiten, schon ungeduldig auf den hinteren Pfoten springenden Hund an der kurzen Leine fest.
Der Knabe hat bereits eine Beute: An seinem Gürtel hängt, mit dem Kopf nach unten, ein erlegter Hase. Seine langen Ohren berühren die Füße des Jungen. Die beiden, Jäger und Page, tragen, gemäß der Mode des 18. Jahrhunderts, Kamisolen und Dreispitze. Diese wunderschöne Plastik stammt von Max Baumbach, einem jüngeren Kollegen und Schüler vom Schaper und Begas.

Wegbeschreibung zur Station 14 – Die Löwenbrücke

Jetzt um 180 Grad wenden, den Sockel rechter Hand lassen und wieder geradeaus über den fünf Meter breiten Rasen zum ersten Sockel zurück. Auch an diesem geradeaus vorbei und zwei Meter vor bis zum Sandweg. Nach Überquerung des drei Meter breiten Weges 90 Grad rechts. Dann etwa 65 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Weggrenze links bis zu einem Findling auf der linken Seite. Dort 90 Grad links in einen Querweg. Danach etwa 50 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Grenze links bis zu einem Abfallkorb links. Nach Überquerung eines fünf Meter breiten Sandweges etwa 12 Meter geradeaus mit Orientierung an der Erdgrenze links bis zum Steinsockel der Brücke. Nun vier Meter geradeaus zwischen zwei Sockeln hindurch bis zu einer Sperre aus Metall. Unmittelbar unter der Metallsperre fällt die Steinkante direkt ins Wasser ab.
Standort: die östliche Seite der Löwenbrücke

Station 14 – Die Löwenbrücke

Die Umgebung

Die Natur sorgt immer wieder für neue Blickwinkel. Ein Eichhörnchen huscht durch die Baumkrone, der Rhododendron blüht rosafarben und ein Fischreiher wartet bewegungslos auf sein Opfer am Rande des kleinen Teiches.

Die Brücke

Die Löwenbrücke ist die erste und letzte erhaltene Hängebrücke in Berlin. Sie wurde 1837 als Nachbau der russischen Löwenbrücke in Sankt Petersburg errichtet. Die Löwen modellierte der Architekt Christian Friedrich Tieck und bei August Borsig wurden sie gegossen. Inzwischen gehören sie zum ältesten Skulpturenschmuck im Park.

Heute kann man nur noch ahnen, wie tief das elegante, zierliche, hölzerne Brückenbauwerk über dem Wasser hing. Nun schauen zwei Löwenpaare an beiden Uferseiten sich gegenseitig etwas ratlos an, so als fragten sie sich: “Wann endlich dürfen wir wieder die gewohnte Arbeit übernehmen?” Die Brücke wird zur Zeit restauriert. Noch ist ungewiss, wann man wieder über die leicht schwingende Brücke das stille Wasser überqueren kann.

Zur Zeit ist der Brückenweg nicht begehbar, da der Brückensteg wegen Renovierungsarbeiten ausgehängt wurde.

Die Löwen

Im Dickicht bewachen vier gusseiserne Löwen das Ufer. Einst hielten sie eine 17 Meter lange Brücke fest im Gebiss. Die Löwen sitzen je auf ihrem Sockel. Die Skulpturen sind aus Eisen gegossen, die Postamente bestehen aus Naturstein. Sie sind etwa 80 Zentimeter hoch, eineinhalb Meter lang und einen halben Meter breit. Die Gesamthöhe beträgt zwei Meter. Die Löwen sind in Lebensgröße dargestellt. Ihr Blick richtet sich auf das Wasser. Im Maul halten sie Ösen. Diese sind für die eisernen, parallel verlaufenden Drahtseile vorgesehen, an denen die Brücke früher hing und wieder hängen wird.

Die Löwen mit ihren kräftigen muskulösen Körpern wirken angespannt und kraftvoll. Von dieser Stelle aus werden die Tierskulpturen von hinten betrachtet. Man kann sie auch mit den Händen abtasten.

Weitere Wegbeschreibung zur ahornblättrigen Platane

Nach einer Kehrtwende etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts. Nun 90 Grad rechts und etwa 60 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts. Ein bemerkenswerter wunderlich geformter Baumstumpf auf der rechten Seite. Jetzt etwa 40 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante rechts bis zu einer quer verlaufenden Bordsteinkante. Standort: die Mündung der Fasanerieallee in den Großen Weg mit Blick zum Tiergartenausgang in der Lichtensteinallee.

Nach Überquerung des sechs Meter breiten Großen Weges 90 Grad rechts und etwa 150 Meter geradeaus mit Orientierung an der Bordsteinkante links und 90 Grad links. An dieser Stelle wächst links, in Reichweite des Stockes, eine uralte Platane.

Die ahornblättrige Platane

Heutzutage lässt sich kaum noch vorstellen, wie stark der Tiergarten nach dem Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. Erst ist er Zeuge der letzten erbittertsten Kämpfe um den Reichstag geworden, danach kam der kalte Winter 1946-1947, den nur wenige Vorkriegsbäume überlebt haben – schätzungsweise 600 von ursprünglichen 200.000. Mehr als 30.000 Eichen, Buchen, Eschen, Ulmen und andere Arten wurden nach dem Krieg hier neu gepflanzt. Heute, im Jahre 2015, sind die meisten Bäume etwa 60 bis 70 Jahre alt.

Schon bei den alten Griechen und Römern war die Platane als Schattenspender sehr beliebt. Ihr großer durchgehender Stamm und die kräftigen Hauptäste bilden eine weitverzweigte gewölbte Krone.

Platanen können eine Höhe von 45 Metern erreichen und sehr alt werden. Es sind über 300 Jahre alte Bäume bekannt. Die Borke ist dunkelgrau bis braun.
Mit zunehmendem Alter blättert die Borke in dünnen Platten ab, die junge Borke darunter sieht gelblich-grün aus. So bekommt der Baum einen mit Flecken versehenen Tarnanzug. Die Blätter sind, wie auch beim Ahorn, dreieckig und meist durch spitze Einschnitte in fünf Teile geteilt. In der Botanik heißt das ein “gelapptes Blatt”. Die Lappen sind ganzrandig oder wenig gezahnt. Der Blattstiel hat eine Länge von drei bis zehn Zentimetern.

Dieses prächtige Exemplar ist weitaus älter und gehört eindeutig noch zum alten Baumbestand des Tiergartens. Er ist über 30 Meter hoch und hat einen Umfang von fünf Metern. Der mächtige Baum lässt sich umrunden, abtasten oder umarmen.

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