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Alt Rixdorf – Vom Richardshof über Ricksdorf zum Rixdorf

Teil 1

Karl-Marx-Platz
12043 Berlin – Neukölln

Berlin – Neukölln

Ankunft: S+U-Bahnhof Neukölln

Zielgruppe

Der Spaziergang ist vor allem gedacht für blinde und sehbehinderte Personen die Interesse an Architektur, Kunst und Geschichte haben.

Für Rollstuhhlfahrer ist der Saziergang nicht geeignet.

Strecke

Der knapp 2200 Meter langer Rundgang, der am Karl-Marx-Platz anfängt, führt über den Dorfkern des altes Rixdorf und endet in der Kirchhofstraße.
Die Streckenlänge vom S+U Bahnhof Neukölln zum Start beträgt etwa 450 Meter. Vom Ziel zum S+U Bahnhof Neukölln sind es 330 Meter.

Thema

Es wird erzählt über die Geschichte und Architektur vom alten Rixdorf.

Konzept

Um sich von der Umgebung und den Objekten ein besseres Bild machen zu können, hat die Strecke den Charakter eines Spaziergangs. Dabei werden die Objekte oft umlaufen, um ein Gefühl für die Größe der Bauwerke zu bekommen. Es werden mehrere Sitzgelegenheiten vorgeschlagen.

Begriffe

Um einige architektonische Begriffe leichter verständlich zu machen, haben wir ein Verzeichnis der wichtigsten Begriffe mit Erklärungen erstellt und ans Ende der Beschreibungen gesetzt.

Verkehrsverbindungen:

Symbolbild S-Bahn
S41
Ring – Im Uhrzeigersinn
S42 Ring – gegen Uhrzeigersinn
S45 Flughafen Berlin Schönefeld – Südkreuz
S46 Königs Wusterhausen – Westend
S47 Spindlersfeld – Hermannstraße, Bahnhof Neukölln

Symbolbild U-Bahn
U7 Rathaus Spandau – U Rudow, Bahnhof Neukölln

Symbolbild S-Bahn
S42 Ring – gegen Uhrzeigersinn
S45 Flughafen Berlin Schönefeld
S46 Königs Wusterhausen
S47 Spindlersfeld, Bahnhof Neukölln

In diese Richtung fahrend den letzten Wagen nehmen.

Nach dem Ausstieg einen Meter vor, 90 Grad links und auf dem Blindenleitstreifen linker Hand folgend bis zum Aufmerksamkeitsfeld. Dann 90 Grad rechts und zwei Meter bis zu einem Treppengeländer vorgehen. Hier 90 Grad rechts und dem Geländer linker Hand bis zu dessen Ende folgen. Jetzt 180 Grad um das Geländer herumgehen und drei Meter vor bis zur ersten Stufe der Treppe abwärts. Nun insgesamt 39 Stufen und 2 Absätzen mit Orientierung am Handlauf links abwärts gehen. Die Stufenkanten sind weiß markiert. Unten angekommen sieben Meter geradeaus der Wand linker Hand bis zum Vorsprung folgen. Danach zwei Stufen abwärts und sieben Meter geradeaus bis zu den Gewegplatten am Ausgang gehen.
Standort: vor dem S-Bahnhof Neukölln, Ausgang Karl-Max-Straße.
Aus der S-Bahn Station kommend 90 Grad rechts und etwa 35 Meter geradeaus der Backsteinwand der S-Bahn-Station rechter Hand bis zur Ecke folgen. Dann acht Meter dem Abgrenzungszaun des U-Bahn-Ausgangs rechter Hand folgen und weitere sechs Meter bis zur Riffelplatte der abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Saalestraße.
Es folgt die Überquerung der Saalestraße auf zwölf Metern. Eine akustisch taktile Ampelanlage ist vorhanden, der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Die Straße links vom Ampelmast überqueren. Auf der anderen Straßenseite zwei Meter vor bis zu den Gehwegplatten. Dann etwa 65 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts, die Karl-Marx-Straße entlang bis zu einer Treppe aufwärts gehen. Einen Meter vor der ersten Stufe ist Mosaikpflaster. Nach fünf Metern dieser Strecke befindet sich rechts die ausgelegte Ware eines Gemüseladens, Werbeaufsteller und Restaurantbestuhlung. Jetzt die vier Stufen aufwärts gehen, Orientierung an Treppenwange rechts.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Braunschweiger Straße.
Weiter einen Meter vor auf Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante mit Riffelplatte. Es folgt die Überquerung der Braunschweiger Straße für 6 Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden. Nach der Überquerung etwa 115 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung rechts am Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Nach etwa 30 Metern dieser Strecke fängt rechts die Mauer an, die auf weiteren 80 Metern den Evangelischen Magdalenen-Friedhof abgrenzt.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Kirchhofstraße.
Es folgt die Überquerung der Kirchhofstraße für fünf Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster mit abgesenkten Bordsteinkanten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Auf der anderen Straßenseite etwa 95 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts. Nach sechs Metern dieser Strecke befindet sich eine Baumscheibe rechts und nach weiteren sechs Metern ein öffentliches Pissoir, im Berliner Volksmund “Café Achteck“ genannt. Etwa 13 Meter weiter fängt rechts eine Mauer aus rotem Backstein an. Diese Mauer grenzt das Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf zur Magdalenen Kirche bis zum Ende dieser Strecke ab. Danach etwa 110 Meter geradeaus auf Gehwegplatten und streckenweise großen Granitplatten mit Orientierung am rechten Mosaikpflaster die Karl-Marx-Straße entlang bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Karl-Marx-Platz.Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Karl-Marx-Platzes für sechs Meter auf großem Kopfsteinpflaster. Vor und hinter den abgesenkten Bordsteinkanten sind Riffelplatten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Nach der Überquerung ist man auf dem Karl-Marx-Platz. Hier sechs Meter geradeaus auf Mosaikpflaster, 90 Grad rechts und drei Meter bis zu einer Bank aus Holz vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.
Unmittelbar links befindet sich eine runde Baumscheibe von zwei Metern Durchmesser, die mit einem Oberflächenbaumrost aus Gusseisen abgedeckt ist. Rechts ist eine Baumscheibe ohne Abdeckung.
Standort: Karl-Marx-Platz mit Blick zur Karl-Marx-Straße.

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Symbolbild S-Bahn
S41 Ring im Uhrzeigersinn
S45 Südkreuz
S46 Westend
S47 Hermannstraße, Bahnhof Neukölln

In diese Richtung fahrend den ersten Wagen nehmen.

Nach dem Ausstieg einen Meter vor, 90 Grad rechts und dem Blindenleitstreifen bis zum Aufmerksamkeitsfeld folgen. Dann 90 Grad links und zwei Meter bis zu einem Treppengeländer vorgehen. Hier 90 Grad links und dem Geländer rechter Hand folgen und bis zu dessen Ende gehen. Jetzt 90 Grad rechts und vier Meter vor und nochmals 90 Grad rechts. Nach drei Meter folgt die Treppe abwärts mit insgesamt 39 Stufen und 2 Absätzen mit Orientierung am Handlauf links. Die Stufenkanten sind weiß markiert. Unten angekommen sieben Meter geradeaus der Wand linker Hand bis zum Vorsprung folgen. Danach zwei Stufen abwärts und sieben Meter geradeaus bis zu den Gewegplatten am Ausgang gehen.
Standort: vor dem S-Bahnhof Neukölln, Ausgang Karl-Max-Straße.
Aus der S-Bahn Station kommend 90 Grad rechts und etwa 35 Meter geradeaus der Backsteinwand der S-Bahn-Station rechter Hand bis zur Ecke folgen. Dann acht Meter dem Abgrenzungszaun des U-Bahn-Ausgangs rechter Hand folgen und weitere sechs Meter bis zur Riffelplatte der abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Saalestraße.
Es folgt die Überquerung der Saalestraße auf zwölf Metern. Eine akustisch taktile Ampelanlage ist vorhanden, der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Die Straße links vom Ampelmast überqueren. Auf der anderen Straßenseite zwei Meter vor bis zu den Gehwegplatten. Dann etwa 65 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts, die Karl-Marx-Straße entlang bis zu einer Treppe aufwärts gehen. Einen Meter vor der ersten Stufe ist Mosaikpflaster. Nach fünf Metern dieser Strecke befindet sich rechts die ausgelegte Ware eines Gemüseladens, Werbeaufsteller und Restaurantbestuhlung. Jetzt die vier Stufen aufwärts gehen, Orientierung an Treppenwange rechts.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Braunschweiger Straße.
Weiter einen Meter vor auf Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante mit Riffelplatte. Es folgt die Überquerung der Braunschweiger Straße für 6 Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden. Nach der Überquerung etwa 115 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung rechts am Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Nach etwa 30 Metern dieser Strecke fängt rechts die Mauer an, die auf weiteren 80 Metern den Evangelischen Magdalenen-Friedhof abgrenzt.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Kirchhofstraße.
Es folgt die Überquerung der Kirchhofstraße für fünf Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster mit abgesenkten Bordsteinkanten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Auf der anderen Straßenseite etwa 95 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts. Nach sechs Metern dieser Strecke befindet sich eine Baumscheibe rechts und nach weiteren sechs Metern ein öffentliches Pissoir, im Berliner Volksmund “Café Achteck“ genannt. Etwa 13 Meter weiter fängt rechts eine Mauer aus rotem Backstein an. Diese Mauer grenzt das Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf zur Magdalenen Kirche bis zum Ende dieser Strecke ab. Danach etwa 110 Meter geradeaus auf Gehwegplatten und streckenweise großen Granitplatten mit Orientierung am rechten Mosaikpflaster die Karl-Marx-Straße entlang bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Karl-Marx-Platz.Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Karl-Marx-Platzes für sechs Meter auf großem Kopfsteinpflaster. Vor und hinter den abgesenkten Bordsteinkanten sind Riffelplatten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Nach der Überquerung ist man auf dem Karl-Marx-Platz. Hier sechs Meter geradeaus auf Mosaikpflaster, 90 Grad rechts und drei Meter bis zu einer Bank aus Holz vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.
Unmittelbar links befindet sich eine runde Baumscheibe von zwei Metern Durchmesser, die mit einem Oberflächenbaumrost aus Gusseisen abgedeckt ist. Rechts ist eine Baumscheibe ohne Abdeckung.
Standort: Karl-Marx-Platz mit Blick zur Karl-Marx-Straße.

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Symbolbild U-Bahn
U7 Richtung S+U Rathaus Spandau, Bahnhof Neukölln

In diese Richtung fahrend den ersten Wagen nehmen.

Nach dem Ausstieg einen Meter vor und 90 Grad rechts und dem Blindenleitstreifen bis zum zweiten Aufmerksamkeitsfeld folgen. Hier 90 Grad rechts und drei Meter geradeaus bis zur Riffelplatte vor der Treppe aufwärts. Es ist eine dunkle Steintreppe mit weißen Kontraststreifen. Nun neun Stufen, dann Absatz und nochmals zehn Stufen aufwärts gehen mit Orientierung am Handlauf rechts. Sie befinden sich in der Zwischenebene. Nach der letzten Stufe etwa 20 Meter ohne Orientierungsmöglichkeit bis zu den Auslagen eines Blumengeschäftes gehen. Nun 90 Grad rechts und acht Meter geradeaus bis zur Wand. Jetzt den Wandverlauf für etwa zehn Meter bis zur ersten Stufe einer weiteren Treppe, wie vorher schon beschrieben, aufwärts folgen. Nun neun Stufen mit Orientierung am Handlauf rechts bis zum Absatz aufwärts gehen. Hier dem Wandverlauf für sechs Meter rechter Hand folgen. Nun nochmals 18 Stufen aufwärts mit Handlauf rechts. Oben angekommen einen Meter über einen Gitterrost vor dann 45 Grad links und sechs Meter bis zur Riffelplatte der abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Saalestraße.
Es folgt die Überquerung der Saalestraße auf zwölf Metern. Eine akustisch taktile Ampelanlage ist vorhanden, der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Die Straße links vom Ampelmast überqueren. Auf der anderen Straßenseite zwei Meter vor bis zu den Gehwegplatten. Dann etwa 65 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts, die Karl-Marx-Straße entlang bis zu einer Treppe aufwärts gehen. Einen Meter vor der ersten Stufe ist Mosaikpflaster. Nach fünf Metern dieser Strecke befindet sich rechts die ausgelegte Ware eines Gemüseladens, Werbeaufsteller und Restaurantbestuhlung. Jetzt die vier Stufen aufwärts gehen, Orientierung an Treppenwange rechts.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Braunschweiger Straße.
Weiter einen Meter vor auf Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante mit Riffelplatte. Es folgt die Überquerung der Braunschweiger Straße für 6 Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden. Nach der Überquerung etwa 115 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung rechts am Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Nach etwa 30 Metern dieser Strecke fängt rechts die Mauer an, die auf weiteren 80 Metern den Evangelischen Magdalenen-Friedhof abgrenzt.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Kirchhofstraße.
Es folgt die Überquerung der Kirchhofstraße für fünf Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster mit abgesenkten Bordsteinkanten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Auf der anderen Straßenseite etwa 95 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts. Nach sechs Metern dieser Strecke befindet sich eine Baumscheibe rechts und nach weiteren sechs Metern ein öffentliches Pissoir, im Berliner Volksmund “Café Achteck“ genannt. Etwa 13 Meter weiter fängt rechts eine Mauer aus rotem Backstein an. Diese Mauer grenzt das Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf zur Magdalenen Kirche bis zum Ende dieser Strecke ab. Danach etwa 110 Meter geradeaus auf Gehwegplatten und streckenweise großen Granitplatten mit Orientierung am rechten Mosaikpflaster die Karl-Marx-Straße entlang bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Karl-Marx-Platz.Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Karl-Marx-Platzes für sechs Meter auf großem Kopfsteinpflaster. Vor und hinter den abgesenkten Bordsteinkanten sind Riffelplatten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Nach der Überquerung ist man auf dem Karl-Marx-Platz. Hier sechs Meter geradeaus auf Mosaikpflaster, 90 Grad rechts und drei Meter bis zu einer Bank aus Holz vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.
Unmittelbar links befindet sich eine runde Baumscheibe von zwei Metern Durchmesser, die mit einem Oberflächenbaumrost aus Gusseisen abgedeckt ist. Rechts ist eine Baumscheibe ohne Abdeckung.
Standort: Karl-Marx-Platz mit Blick zur Karl-Marx-Straße.

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Symbolbild U-Bahn
U7 Richtung Rudow , Bahnhof Neukölln

In diese Richtung fahrend den letzten Wagen nehmen.

Nach dem Ausstieg einen Meter vor und 90 Grad links und dem Blindenleitstreifen bis zum Aufmerksamkeitsfeld folgen. Hier 90 Grad links und drei Meter geradeaus bis zur Riffelplatte vor der Treppe aufwärts. Es ist eine dunkle Steintreppe mit weißen Kontraststreifen. Nun neun Stufen, dann Absatz und nochmals zehn Stufen aufwärts gehen mit Orientierung am Handlauf rechts.
Sie befinden sich in der Zwischenebene. Nach der letzten Stufe etwa 20 Meter ohne Orientierungsmöglichkeit bis zu den Auslagen eines Blumengeschäftes gehen. Nun 90 Grad rechts und acht Meter geradeaus bis zur Wand. Jetzt den Wandverlauf für etwa zehn Meter bis zur ersten Stufe einer weiteren Treppe, wie vorher schon beschrieben, aufwärts folgen. Nun neun Stufen mit Orientierung am Handlauf rechts bis zum Absatz aufwärts gehen. Hier dem Wandverlauf für sechs Meter rechter Hand folgen. Nun nochmals 18 Stufen aufwärts mit Handlauf rechts. Oben angekommen einen Meter über einen Gitterrost vor dann 45 Grad links und sechs Meter bis zur Riffelplatte der abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Saalestraße.
Es folgt die Überquerung der Saalestraße auf zwölf Metern. Eine akustisch taktile Ampelanlage ist vorhanden, der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Die Straße links vom Ampelmast überqueren. Auf der anderen Straßenseite zwei Meter vor bis zu den Gehwegplatten. Dann etwa 65 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts, die Karl-Marx-Straße entlang bis zu einer Treppe aufwärts gehen. Einen Meter vor der ersten Stufe ist Mosaikpflaster. Nach fünf Metern dieser Strecke befindet sich rechts die ausgelegte Ware eines Gemüseladens, Werbeaufsteller und Restaurantbestuhlung. Jetzt die vier Stufen aufwärts gehen, Orientierung an Treppenwange rechts.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Braunschweiger Straße.
Weiter einen Meter vor auf Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante mit Riffelplatte. Es folgt die Überquerung der Braunschweiger Straße für 6 Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden. Nach der Überquerung etwa 115 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung rechts am Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Nach etwa 30 Metern dieser Strecke fängt rechts die Mauer an, die auf weiteren 80 Metern den Evangelischen Magdalenen-Friedhof abgrenzt.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Kirchhofstraße.
Es folgt die Überquerung der Kirchhofstraße für fünf Meter auf kleinem Kopfsteinpflaster mit abgesenkten Bordsteinkanten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Auf der anderen Straßenseite etwa 95 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts. Nach sechs Metern dieser Strecke befindet sich eine Baumscheibe rechts und nach weiteren sechs Metern ein öffentliches Pissoir, im Berliner Volksmund “Café Achteck“ genannt. Etwa 13 Meter weiter fängt rechts eine Mauer aus rotem Backstein an. Diese Mauer grenzt das Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Rixdorf zur Magdalenen Kirche bis zum Ende dieser Strecke ab. Danach etwa 110 Meter geradeaus auf Gehwegplatten und streckenweise großen Granitplatten mit Orientierung am rechten Mosaikpflaster die Karl-Marx-Straße entlang bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen.
Standort: Karl-Marx-Straße, Ecke Karl-Marx-Platz.Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Karl-Marx-Platzes für sechs Meter auf großem Kopfsteinpflaster. Vor und hinter den abgesenkten Bordsteinkanten sind Riffelplatten. Eine Ampelanlage ist nicht vorhanden, der Autoverkehr kommt von links. Nach der Überquerung ist man auf dem Karl-Marx-Platz. Hier sechs Meter geradeaus auf Mosaikpflaster, 90 Grad rechts und drei Meter bis zu einer Bank aus Holz vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.
Unmittelbar links befindet sich eine runde Baumscheibe von zwei Metern Durchmesser, die mit einem Oberflächenbaumrost aus Gusseisen abgedeckt ist. Rechts ist eine Baumscheibe ohne Abdeckung.
Standort: Karl-Marx-Platz mit Blick zur Karl-Marx-Straße.

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START!

Standort: Mittelinsel des Karl-Marx-Platzes mit Blick zur Karl-Marx-Straße.

Vom Richardshof zum Ricksdorf

Im Jahr 1200 hat ein Tempelritter namens Richard, dessen Orden in Tempelhof ansässig war, hier eine Ordenssiedlung gegründet und als Richardshof benannt. Da 1312 der Tempelorden aufgelöst wurde, ist die Besitzung 1318 dem Johanniterorden übertragen worden.
Laut Gründungsurkunde vom 26. Juni 1360, die in mittelniederländischer Sprache abgefasst war, wurde Richardshof in ein Dorf Richardsdorp umgewandelt.
Als im Jahr 1435, die Johanniter alle ihre Dörfer an die Doppelstadt Berlin-Cölln verkauften, hat Richardsdorp wieder neue Besitzer bekommen. Im selben Jahr wurde die Dorfkirche gebaut.
Im Jahr 1525 wurde das Dorf urkundlich in Ricksdorf umbenannt.

Böhmen

Das zweite Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts ging gerade zu Ende. In Europa war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, der zugleich ein Religionskrieg war, ausgebrochen.
Später wurde der von 1618 bis 1648 dauernde Krieg als Dreißigjähriger Krieg bezeichnet.
Im Jahre 1620 kam es am Weißen Berg bei Prag zu einer Auseinandersetzung zwischen den tschechischen Protestanten unter König von Böhmen Friedrich V. und der Armee der Katholischen Liga der Habsburger. Ursache war der steigende Antagonismus seit den Tagen von Jan Hus, dem protestantischen Reformator in der tschechischen Kirche. Es waren die Auseinandersetzungen von zwei ethnischen Gruppen: einerseits die Tschechen, die in der Regel Anhänger der Hussiten waren, und andererseits die Deutschen, die gestandene Katholiken waren.
Die Hussiten wurden in dieser Schlacht besiegt. In Folge dieser Niederlage floh König Friedrich V. über Nachod und Glatz nach Breslau, dann über Brandenburg und Wolfenbüttel nach Niederland, wo er sich ins Exil begab.
In Böhmen begann die Verfolgung und Tötung der Hussiten. In den folgenden Jahrzehnten flohen Tausende von böhmischen Protestanten aus ihrer Heimat nach Deutschland.

Böhmen in Preußen

Die Flüchtlinge aus Böhmen hatten in Deutschland eine Zuflucht gefunden und begannen sich das Leben in der neuen Heimat zu organisieren.
Schon 1722 entstand in Berthelsdorf in der Oberlausitz die Gemeinde Herrnhut. Die katholischen Sachsen hatten die böhmischen Protestanten willkommen geheißen.
Etwas später entstand in Preußen, in der Nähe des heutigen Potsdam-Babelsberg, eine böhmische Siedlung mit Namen Nova Ves (Neues Dorf).
1732 gestattete König Friedrich Wilhelm I. den 500 Böhmen nach Berlin zu kommen. Er gestattete ihnen, sich im südlichen Teil der Friedrichstadt (die erst 1710 nach Berlin eingemeindet wurde) niederzulassen. Zwischen Kochstraße und Halleschem Tor wurden 39 Häuser für böhmische Siedler gebaut. Der König gewährte den Exulanten, die hauptsächlich Leinweber und Flachsspinner waren, eine Reihe von Vergünstigungen, unter anderem 5-jährige Steuerfreiheit und mehrere 100 Taler zur Beschaffung von Arbeitsmaterial, vorwiegend Flachs und Garn. Sie wurden auch vom Militärdienst befreit.
In der Mauer-, Ecke Krausenstraße wurde für sie eine Kirche Namen Bethlehemskirche gebaut. Für die Gemeinde wurde ein Pfarr- und Schulhaus errichtet und ein eigener Bereich auf dem Friedhof vor dem Halleschem Tor wurde für sie zugeteilt. Im Volksmund hieß die handwerkliche Kolonie bald die Böhmische Walachei.
Ab 1737 kamen 350 Böhmen auf Einladung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. in die Gemeinde Richardsdorp (das heutige Rixdorf) in der Nähe von Berlin.
1750 entstand unter König Friedrich II. in der Nähe von Berlin, zwischen dem heutigen Kleistpark und dem Kaiser-Wilhelm-Platz die dritte Siedlung, Neu Schöneberg (Krasna Hora) als eigene politische Gemeinde am „Böhmenberg“.

Böhmisch-Rixdorf

Für die Exulanten wurden neun Doppelhäuser mit Scheunen, sogenannten Büdnerhäuser, für je zwei Familien gebaut. Alle Häuser wurden giebelständig gebaut. Zusätzlich wurden jeder Familie 12 bis 14 Morgen Acker und Gartenland, das notwendige Ackergerät, zwei Pferde und zwei Kühe zugeteilt. In jeder Scheune wurden zwei Kammern ausgebaut für je eine Familie. Die Einlieger sollten nach zwei Jahren einen jährlichen Zins zahlen und dem Pächter des Schulzenhofes einige Hand- und Spanndienste leisten. Die Siedler mussten sich verpflichten, Leinen- und Baumwollzeug für Berliner Fabrikanten herzustellen. Jedes Jahr mussten sie gegen Lohn bei der Ernte helfen und vier Taler Miete zahlen.
Ähnlich wie in der „Böhmischen Walachei“ wurden sie vom Militärdienst befreit. 1748 kamen weitere 20 Familien nach Rixdorf. Eine bäuerliche böhmische Siedlung entstand. Die Gemeinde wurde geteilt in Deutsch-Rixdorf und Böhmisches Rixdorf, jeweils mit eigener Verwaltung.
Böhmisch-Rixdorf hat sich rund um die heutige Richardstraße und die heutige Kirchgasse entwickelt. Deutsch-Rixsdorf dagegen schloss sich direkt südlich vom Dorfanger, dem heutigen Richardplatz, an.
Bei einem großen Feuersturm im Jahre 1849 brannten 52 der 135 Häuser aus Deutsch- Rixdorf und 56 aus Böhmisch-Rixdorf nieder. In den nächsten vier Jahren wurden die Häuser entlang der Richardstraße in Massivbauweise nicht mehr giebelständig sondern traufständig wieder aufgebaut.
Danach wuchs die Bevölkerungszahl im Böhmisch-Rixsdorf bis zum Jahr 1858 auf 1024 und in Deutsch-Rixdorf auf 2823 Einwohner.
1874 wurde die Gemeinde Böhmisch-Rixdorf mit der Gemeinde Deutsch-Rixdorf zur Einheitsgemeinde Rixdorf mit einer Einwohnerzahl von achttausend vereinigt.
1899 erhielt Rixdorf das Stadtrecht und Wappen. Der Hussiten-Kelch, der einige Giebel im Dorf ziert, wurde als Symbol der eingewanderten Böhmen in das Wappen aufgenommen.
1912 wurde der Ort in „Neukölln“ was auf die Lage vor den südlichen Toren des alten Berlin-Cölln hinweisen sollte, umbenannt.
In Böhmisch Rixdorf leben bis heute die Nachkommen der aus Ostböhmen vertriebenen Exulanten. Die einstige tschechische Enklave gilt heute als bedeutendes Kulturdenkmal.

Die Böhmische Bruder, die Brüdergemeinde

Als Brüdergemeinden werden die freikirchlichen Gemeinden bezeichnet.
Die Böhmische Brüdergemeinde wurde nach der Verbrennung von Jan Hus 1415 und nach den Hussitenkriegen 1420 von seinen Anhängern als reformatorische Kirche gegründet.
Der Name der Herrnhuter Brudergemeine geht auf den Ort Herrnhut in der sächsischen Oberlausitz, wo Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf im Jahr 1722 den Böhmischen Brüdern, den Glaubensflüchtlingen aus Mähren auf seinem Gut Berthelsdorf aufgenommen hat, zurück.

Wegbeschreibung zur Station 1 – Der Böhmische Gottesacker

Die Gehwege innerhalb des ganzen Rundgangs sind mit Mosaikpflaster belegt, die Straßen sowie die Aus- und Einfahrten sind mit historischem Kopfstein gepflastert. Die Straßenüberquerungen sind nicht mit Ampelanlagen versehen, Zebrastreifen sind nicht vorhanden. Der Autoverkehr ist auf 30 beziehungsweise zehn Kilometer pro Stunde begrenzt.
Der ganze Bereich ist mit alten Schinkellaternen beleuchtet.

Von der Bank aufstehend drei Meter vor, 90 Grad links und acht Meter bis zur Bordsteinkante. Vor und hinter den abgesenkten Bordsteinkanten sind Riffelplatten. Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Karl-Marx-Platzes auf sechs Metern. Der Autoverkehr kommt von rechts. Bitte den Verkehrsfluss beachten.
Auf der gegenüberliegenden Seite stehen eventuell parkende Autos.
Nach der Überquerung zwei Meter vor und 90 Grad links. Jetzt etwa 65 Meter mit Orientierung am Verlauf der Fassaden rechts der südlichen Karl-Marx-Platzes-Seite, bis zu einem Gittertor rechter Hand, gehen. Hier endet das Mosaikpflaster und das Kopfsteinpflaster zum Kirchhof beginnt. Nun 90 Grad rechts.
Standort: Karl-Marx-Platz 6-8, vor dem nördlichen Eingang zum Böhmischen Gottesacker.

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Station 1 – Der Böhmische Gottesacker

Der Böhmischer Gottesacker

Der Böhmische Gottesacker, der zweitälteste Friedhof in Berlin, wurde schon 1751 angelegt und wird bis heute von allen drei kirchlichen Gemeinden gemeinsam benutzt. Er befindet sich im Straßendreieck von Karl-Marx-Straße, Karl-Mark-Platz und Kirchhofstraße und ist im Norden vom Karl-Marx-Platz und im Süden von der Kirchhofstraße zugänglich.
Das gitterartige schmiedeeiserne schlichte nördliche Tor ist mit einem 30 Zentimeter breitem Rahmen umfasst, auf dem sich oben die Aufschrift “Böhmischer Gottesacker” befindet. Ein bogenförmiger schmiedeeiserner Ansatz mit einem krönenden Kreuz und der Aufschrift „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ vervollständigt das Ganze.

Ein ähnlicher, bogenförmiger schmiedeeiserne Aufsatz mit einem Kreuz krönt das südliche Tor. Dieses Tor ist aber vollflächig aus Metall gestaltet und trägt auch die Aufschrift “Böhmischer Gottesacker”. Der Aufsatz trägt dagegen die Inschrift: “Christus ist mein Leben – Sterben mein Gewinn.

Das Areal

Das circa 45 mal 140 Meter große Areal des geometrisch angelegten Friedhofs ist mit einer Begrenzungsmauer aus rotem Backstein umzäumt. Es wird von einer mit Linden und Kastanien gesäumten Hauptallee, die vom Nordeingang bis zum Südeingang verläuft, durchschnitten.

Der Teil des Friedhofs, der der Brüdergemeinde gehört, unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen Teilen, und zwar durch seine einheitliche und schlichte Grabgestaltung.
Die Grabsteine von eingewanderten Böhmen befinden sich in der östlichen Begrenzungsmauer des Böhmischen Gottesackers. Die Bestattungen auf dem Friedhof erfolgten nach Geschlechtern getrennt.
Hier sind die frühesten Dorfbesiedler wie Adam Krystek und Jan Pittmann begraben.

Die Infotafel

An der Wand links vom Eingang in 2 Metern Entfernung befindet sich eine Infotafel mit dem folgendem Text:

Das erste Begräbnis fand hier am 3. September 1751 statt. Damit ist der Böhmische Gottesacker der zweitälteste ununterbrochen genutzte Friedhof Berlins.
Seine herausragende historische Bedeutung bekommt er durch die im Jahre 1903 in die Begrenzungsmauern eingelassenen Grabsteine, die ursprünglich in tschechischer Sprache, später bilinguistisch und dann nur noch in deutsch beschriftet sind. 

An ihnen läßt sich sehr eindrücklich ablesen, wie die sprachliche Integration der seit 1737 in Rixdorf aufgenommenen böhmischen Exulanten verlaufen ist.

Mehrere Grabsteine stammen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts: Darunter sind die ältesten, die auf einem noch benutzten Berliner Friedhof besichtigt werden können. Das am weitesten zurückliegende Geburtsdatum ist der 29.8. 1680 (Jan Pitman – Ostwald). Der älteste erhalten gebliebene Stein stammt aus dem Jahr 1755.

Die Gesamtanlage befindet sich im gemeinsamen Eigentum der 3 böhmischen Gemeinden in Berlin Neukölln: Evangelisch- böhmisch-lutherische Bethlehemsgemeinde (südlicher Teil rechts, bis zur Kapelle), Evangelisch reformierte Bethlehemsgemeinde (nördlicher Teil, bis zur Kapelle) und Evangelische Brüdergemeine (südlicher Teil links, bis zur Kapelle) – hier besteht noch die „Herrnhuter Ordnung“, die für alle 3 Teile von 1751-1903 galt.

Mit den in die Südwand (1. bis 4. Feld von links) eingelassenen 16 Grabsteinen, die sich bis 1971 auf dem Gottesacker der Brüdergemeine am Halleschen Tor befanden, wird an die ehemalige Brüdergemeine Berlin Wilhelmstraße erinnert.

Die besonders in den letzten Jahrzehnten einem rapiden Verfall ausgesetzten historischen Grabsteine wurden in den Jahren 1988/1989 aus Mitteln der Pressestiftung Tagesspiegel und mit finanzieller Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz (Landeskonservator und Gartendenkmalpflege) restauriert und in ihrer Substanz gesichert, die Mauern saniert und die Eingangstore nach historischem Vorbild erneuert. Das Schutzdach an der Südwand schützt die Steine zusätzlich, deren Substanz bereits besonders stark angegriffen ist.

Wegbeschreibung zur Station 2 – Der Richardplatz, Deutsch-Rixdorf

Jetzt 90 Grad links und etwa 120 Meter geradeaus dem Verlauf der Fassaden rechter Hand bis zur Ecke folgen.
Standort: Karl-Marx-Platz, Ecke Richardplatz.
Dann 90 Grad rechts und in den Richardplatz einbiegen. Jetzt auf etwa 30 Metern dem Fassadenverlauf des Richardplatzes rechter Hand folgen und 90 Grad links.
Standort: Richardplatz, Ecke Kirchhofstraße.
Es folgt die Überquerung der Kirchhofstraße auf zehn Metern. Der Bordstein auf der gegenüberliegenden Seite ist nicht abgesenkt. Der Autoverkehr kommt von rechts, ist aber gering. Den Verkehrsfluss beachten.
Auf beiden Straßenseiten stehen eventuell parkende Autos. Nach der Überquerung etwa zwölf Meter geradeaus, dann 90 Grad links und einen Meter bis zur Bordsteinkante gehen.
Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Richardplatzes auf sieben Metern.
Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten, ist aber gering. Bitte den Verkehrsfluss beachten.
Nach der Überquerung gelangt man auf den westlichen Teil des Richardplatzes.
Jetzt fünf Meter geradeaus auf Mosaikpflaster ohne Orientierungsmöglichkeit. Dann 90 Grad rechts und vier Meter bis zu einer Sitzbank auf der rechten Seite gehen. Eine Sitzgelegenheit.
Weitere Bänke befinden sich auf beiden Seiten des Platzes in Abständen von acht Metern voneinander entfernt.
Standort: auf dem Richardplatz.

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Station 2 – Der Richardplatz, Deutsch-Rixdorf

Geschichte

Der zentrale Platz und Dorfanger des ehemaligen Dorfes Rixdorf wurde im Jahr 1877 nach dem vermutlichen Gründer des Ortes, einem Tempelritter namens Richard, als Richardplatz benannt und bildet heute den historischen Kern Neuköllns. Der Anger ist ein Platz, der im Zentrum des alten Dorfes lag. Er war umgeben von den Bauerngehöften. 

Ursprünglich war er gemeinschaftliches Eigentum des Dorfes und diente den gemeinsamen Zielen der Gemeinde. Er wurde manchmal als Wiese, Weide, aber auch als Veranstaltungsort für Messen genutzt. Auf einem Dorfanger wurde meist die Kirche mit dem umliegenden Friedhof angelegt. Aber im Fall von Rixdorf wurde die Dorfkirche außerhalb des Dorfangers, und zwar an seinem südöstlichen Rande gebaut. Der Richardplatz wurde das Zentrum von Rixdorf. Hier befindet sich die älteste Bausubstanz des alten Rixdorf.
Am östlichen Ende des Platzes, dort wo sich heute ein Spielplatz befindet, war eine Wasserstelle, ein Dorfteich, in dem die Kinder badeten und die Tiere Wasser fanden. Das Wasser aus dem Teich wurde auch als Löschwasser genutzt. Später wurde der Teich zugeschüttet, nachdem ein Kind darin ertrank.

Die Bebauung

Mittig auf dem Platz steht die alte Schmiede. Im westlichen Teil des Platzes befindet sich eine historische Trinkhalle.
Am südlichen Rande des Platzes befindet sich das alte Fuhrunternehmen Schöne, gleich daneben steht traufständig ein altes Dorfhaus.
Weiter, in Richtung Westen, am Richardplatz 16, befand sich bis vor Kurzem der “Richardsdorper Krug” eine Rixdorfer Traditionskneipe, die 1685 entstand und bereits eine lange Geschichte hatte. An dieser Stelle befindet sich heute eine andere Kneipe, die „Hang-Over“ heißt.
An der Ecke des Richardplatzes und der Richardstraße steht eine alte klassizistische Bauernvilla: die „Villa Rixdorf“, die heute ein stilvolles Restaurant im mittleren Preissegment beherbergt.

Zwei, aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, im Stil des Klassizismus gebaute städtische Wohnhäuser befinden sich am östlichen Rande des Platzes. Eine gemischte Bebauung, die mehrheitlich um die Jahrhundertwende des 19. und. 20. Jahrhunderts entstand, ergänzt das Ganze.

Der Richardplatz heute

Der Dorfanger hat seinen ursprünglichen Charakter erhalten und es herrscht hier heute eine ruhige, fast dörfliche Atmosphäre.
Am zweiten Adventswochenende findet hier der traditionell-historische Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt statt, der sich dadurch auszeichnet, dass er fern vom Kommerz hauptsächlich Weihnachtliches aus Eigenproduktionen anbietet und ein Ambiente bietet, das an früher erinnert.

Wegbeschreibung zur Station 3 – Die Trinkhalle

Von der Bank aufstehend zwei Meter vor und 90 Grad rechts. Jetzt etwa 60 Meter geradeaus ohne Orientierungsmöglichkeit bis zu einem Granitsteinring von 40 Zentimeter Breite der einen Durchmesser von acht Metern hat und mit Mosaikpflaster belegt ist. Auf dieser Fläche steht die Trinkhalle. Dann etwa zwölf Meter im Uhrzeigersinn in einem Halbkreis bis zur Frontseite der Trinkhalle gehen. Dann 90 Grad rechts und drei Meter vor bis zum Kiosk.
Standort: vor der Trinkhalle.

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Station 3 – Die Trinkhalle

Geschichte

Mit der Industrialisierung, die während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England begann und danach sich in andere Länder Europas verbreitete, wuchs die Zahl der Fabrikarbeiter rasant.
Da ungekochtes Leitungswasser ein gesundheitliches Risiko war, tranken die Arbeiter Bier und Schnaps. Um das Übergreifen des Alkoholismus zu stoppen, haben die Städte die Einrichtung von Trinkhallen mit alkoholfreien Getränken gefördert. Vor den Werktoren von Fabriken und auch an öffentlichen Plätzen wurden viele neue Trinkhallen, die Mineralwasser und alkoholfreie Getränke, Kaffee oder Tee, und manchmal auch Milch im Angebot hatten, aufgestellt. Seit 1870 kam auch industriell abgefülltes Mineralwasser mit Kohlensäure ins Angebot. Ab Ende des 19. Jahrhunderts konnte man in einer Trinkhalle Zeitungen, kleine Speisen, eingelegte Gurken und andere Produkte für den Alltag kaufen.
Der Berliner Architekt Martin Gropius hat 1859 die Grundform für eine Trinkhalle entwickelt, die zum Vorbild für viele Trinkhallen (auch in Paris) wurde.

Architektur

Die Trinkhalle auf dem Richardplatz wurde nach dem Entwurf von Reinhold Kiel im Jahr 1910 gebaut.
Acht runde, 40 Zentimeter dicke schlichte Säulen tragen ein mit Kupfer gedecktes Flachkuppeldach von sechs Meter Durchmesser. In der Mitte befindet sich ein achteckiger Kiosk.

Der Durchmesser des Kiosks beträgt drei Meter, die mit Holzplatten verkleideten Wände sind einen Meter vierzig lang. 
In den drei vorderen Wänden befinden sich Ausschenkfenster, die mit Außenfensterbänken versehen sind.
Die Trinkhalle, die einem Tholos, einem griechischen runden Tempel ähnelt, steht auf einem runden, etwa zwei Zentimeter hohen Podest, dessen mosaikgepflasterte Fläche von einem 40 Zentimeter dicken Ring aus Granit umrundet ist.

Wegbeschreibung zur Station 4 – Das Haus am Richardplatz 18

Vor dem Kiosk stehend 180 Grad wenden, fünf Meter vor und 90 Grad rechts.
Dann fünf Meter bis zur abgesenkten Bordsteinkante vorgehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Bordstein 20 Zentimeter hoch.
Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Richardplatzes auf acht Metern. Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Den Verkehrsfluss beachten.
Nach der Überquerung zwei Meter vor und 90 Grad links.
Jetzt etwa 15 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis zur abgesenkten Bordsteinkante gehen. Nach acht Metern dieser Strecke befindet sich links eine zwei Meter lange Baumscheibe.
Es folgt die Überquerung der Richardstraße auf sieben Metern. Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Den Verkehrsfluss beachten.
An der anderen Straßenseite vier Meter bis zur Ecke eines Metallzaunes, der auf einer 50 Zentimeter hohen Untermauerung aus Backstein steht, rechter Hand vorgehen. Nun etwa 20 Meter der Backsteinmauer rechter Hand bis zur Ecke folgen. Dann 90 Grad rechts und auf weiteren zwei Metern der Backsteinmauer bis zur Ecke folgen und 90 Grad links.
Jetzt etwa 13 Meter am Betonsockel eines Metallzaunes entlang bis zur Eingangspforte zum Grundstück Richardstraße 18 gehen und 90 Grad rechts.
Standort: vor der Eingangspforte zum Grundstück Richardstraße 18.

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Station 4 – Das Haus am Richardplatz 18

Architektur

Hinter diesen Zaun befindet sich ein Denkmalgeschütztes eingeschossiges traufständiges Wohnhaus aus dem Jahr 1803.
Das Haus hat vier Sprossenfenster, die paarweise links und rechts von der mittig platzierten Eingangstür sich befinden.
Die Fassade ist mit Putz in Sandfarbe verkleidet. Das Dach ist mit roten Dachpfannen gedeckt.

Die Gedenkschrift

Über der zweiflügeligen Holztür in einer kleinen Putznische ist eine Handschrift angebracht, die lautet:

am 20ten Jan abgebrannt
selbiges Jahr wieder erbauet
von Peter Thurack 1803

Wegbeschreibung zur Station 5 – Gustav Schöne Fuhrunternehmen

Nun 90 Grad links und etwa 13 Meter dem Zaun rechter Hand folgen. Weitere acht Meter entlang der hohen Backsteinmauer bis zum Ende gehen. Danach zwei Meter vor und 90 Grad rechts.
Standort: Richardstraße 18, vor dem Einfahrttor zum Gustav Schöne Fuhrunternehmen.

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Station 5 – Gustav Schöne Fuhrunternehmen

Geschichte

Der Pferdekutscherbetrieb wurde 1894 von Gustav Schöne in der Bergstraße 133 (der heutigen Karl-Marx-Straße) als ein Einmann-Zweipferde-Fuhrbetrieb gegründet.
Seine Klienten waren anfangs wohlhabende Patienten, die er aus Rixdorf zu den Ärzten nach Buckow und Rudow fuhr.
Als er 1901 das Fuhrgeschäft mit dem vorhandenen Inventar von Albert Bachmann in Rixdorf, in der Richardstraße 85, übernahm, wuchs sein Betrieb deutlich an.
1910 pachtete er das Grundstück in der Richardstraße 18, in die er mit seiner Familie zog. Gleichzeitig baute er einen Stall am Richardplatz für 100 Pferde und 80 Wagen. Dadurch konnte er Postdienste, die Müllabfuhr, Fahrdienste für die Polizei und Transporte aller Art übernehmen.

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Gustav, der mit der Enkelin des letzten Dorfschulzen von Böhmisch Rixdorf verheiratet war, den Betrieb.
1935 hat sich Gustav Schöne, Junior bei einem Wagenkorso in Breslau, von einer weißen Hochzeitskutsche, die er dort zum ersten Mal sah, inspirieren lassen. Seit diesem Zeitpunkt war es sein Traum, eine solche weiße Hochzeitkutsche in seinem Angebot zu haben. Mittlerweile besaß er auch mehrere Autos.
1945 wurden ihm von den Russen seine Kutschen und Kremser, 58 seiner besten Pferde und viele Autos beschlagnahmt. Es blieben ihm nur vier Pferde, die er für Notbestattungen einsetzen konnte.
Trotzt der großen Verluste konnten die Söhne des Gustav Schöne Junior nach dem Zweiten Weltkrieg die Firma neu aufzubauen. Sie haben es auch geschafft, den väterlichen Traum zu erfüllen. Und so stand ab 1948 die weiße Hochzeitskutsche im Angebot. Der Pferdebestand wuchs auf 70 Tiere an.
Das Unternehmen setzte die Pferdespanne bei der Stadtreinigung, Straßenreinigung und Schneeräumung ein.
Noch bis in die 1950er Jahre hat die Firma die Post in Neukölln mit Kutschen ausgefahren. Im Lauf der Zeit hatte die Firma auch Brautautos, Bestattungswagen und viele andere Autos in Vermietung.
Später verblieben als einträgliches Geschäft nur noch die Hochzeitskutschen und Bestattungskutschen. Heute werden die Gespanne des Fuhrunternehmens Gustav Schöne für Geburtstage und Stadtrundfahrten gemietet.
Im Hof vom Fuhrunternehmen Gustav Schöne steht eine historische Diesel-Zapfsäule von Gilbarco Schwelm aus dem Jahr 1950. Die historischen Kutschen kann man ebenfalls dort besichtigen.

Wegbeschreibung zur Station 6 – Die Bethlehemskirche

Vor dem Tor zum Gustav Schöne Fuhrunternehmen stehend 90 Grad links und vier Meter der Backsteinmauer rechter Hand bis zum Ende folgen. Hier 90 Grad links und vier Meter zu einem 40 Zentimeter niedrigen Holzzaun, der eine drei Meter lange Baumscheibe umrandet gehen und hier 90 Grad rechts. Dann etwa 30 Meter geradeaus mit Orientierung links an vier Baumscheiben. Am Anfang dieser Strecke befindet sich eine vier Meter breite Ausfahrt. Anders als die drei ersten Baumscheiben, hat die Vierte keinen Holzzaun.
Nach der vierten Baumscheibe acht Meter ohne Orientierungsmöglichkeit bis einer Reihe von Metallpollern linker Hand, die den Bordsteinkantenverlauf markieren. Nun fünf Meter den Bogen nach rechts entlang der Metallpoller gehen und nach dem vierten 90 Grad links und einen halben Meter auf der Riffelplatte bis zur abgesenkten Bordsteinkante vorgehen.
Standort: Richardplatz, Ecke Zwiestädter Straße.
Es folgt die Überquerung der Zwiestädter Straße auf sechs Metern. Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Bitte den Verkehrsfluss beachten. Nach der Überquerung etwa 30 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster ohne Orientierungsmöglichkeit, bis zu einer halben Meter hohen Feldsteinmauer rechter Hand gehen. Nach neun Metern dieser Strecke gibt es rechts eine runde Baumscheibe von zwei Metern Durchmesser. Eine zweite ähnliche Baumscheibe befindet sich links nach weiteren 14 Metern.
Standort: Richardplatz 22, vor dem Eingang zum Bethlehems-Kirchengelände.

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Station 6 – Die Bethlehemskirche

Das Kirchengelände

Die Feldsteinmauer, die das Kirchengelände umgrenzt, trägt einen Metallzaun.
Der Zaun besteht aus ein Meter hohen schlichten, vierkantigen vertikalen Stäben, die oben angespitzt und unten volutenartig in Richtung Bürgerstieg eingerollt sind.

Das drei Meter breite Tor, des aus zwei seitlichen feststehenden Elementen und zwei mittleren beweglichen Flügeln besteht, ist ebenfalls aus schlichten Metallstäben. Der rechte Flügel öffnet nach innen. Das Durchgangsmaß beträgt 90 Zentimeter.
Unmittelbar hinter dem Tor ist eine Abwärtstreppe mit sechs Stufen aus Granit. Die Treppenwangen sind aus Feldsteinen als Verlängerung der Abgrenzungsmauer errichtet. Jede Treppenwange ist mit einem rechteckigen, ein Meter hohen Pfeiler aus Feldsteinen versehen und trägt eine Laterne aus Metall und Glas.

Wegbeschreibung zum Kircheneingang

Nun der Feldsteinmauer auf zwei Metern rechter Hand bis zum Eingangstor folgen, durch das Tor gehen und die sechs Treppen abwärts gehen mit Orientierung am Handlauf aus Metall links. Dann einen Meter vor, 90 Grad links und zwei Meter bis zu einer Sitzbank aus Holz gehen. Eine Sitzgelegenheit. Auf der Sitzbank sitzend ist links die Eingangstür zur Kirche.
Standort: Der kleine, mit Mosaikpflaster belegte Vorplatz vor dem Eingang der Bethlehemskirche.

Geschichte

Die spätmittelalterliche einschiffige Feldsteinkirche wurde im Jahre 1435 als Rixdorfer Dorfkirche erstmals erwähnt.
Während des Dreißigjährigen Kriegs brannte sie 1639 bis auf die Außenmauern ab und wurde 1737 wieder neu aufgebaut. Der gebliebener Sockel des Kirchenschiffes und der dreiseitige Chorabschluss wurden im neuen Ausbau integriert. Nach dem Wiederaufbau haben die Böhmischen Exulanten, die zwei Jahre zuvor nach Rixdorf kamen, die Kirche mitbenutzt.
Später, im 18. Jahrhundert wurden die Mauern der Kirche erhöht. Gleichzeitig wurde der verbretterte Dachturm mit einem barocken Helm gebaut.
1884 wurde die Kirche von der Böhmisch-Lutherischen Gemeinde in Rixdorf gekauft.
Im 19. Jahrhundert wurde die östliche Sakristei angebaut und die westliche Vorhalle verbreitert.
Beim letzten Umbau in den Jahren 1939-1941 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen – mit einem umgebauten Dach.

Ihren heutigen Namen trägt die Kirche seit 1912, als die Böhmisch-Lutherische Kirchengemeinde die Dorfkirche Rixdorf in Bethlehemskirche umbenannte.
Die Bethlehemskirche hat eine hervorragende Akustik, deswegen finden hier Konzerte statt.
Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz.

Die Kirche ist von Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet.

Architektur

Die 8 mal 16 Meter kleine Kirche steht etwa 90 Zentimeter unter Straßenniveau und ist mit dem Presbyterium nach Osten gerichtet. In den Außenwänden der Kirche, die sandfarben verputzt sind, gibt es noch Überreste der alten Feldsteinmauern aus der vorherigen Kirche.
Das Dach der Kirche ist mit roten Bieberschwanz-Ziegeln gedeckt.
Der in der westlichen Seite, über dem Kircheneingang, platzierte Dachturm ist nach oben verjüngt. Er trägt einen barocken Helm und ist mit einer Spitze versehen. Das Ganze ist mit Schieferplatten verkleidet. In den vier Turmwänden befinden sich mit Holzlammellen versehene Öffnungen. Diese dienten dazu, den Klang der Kirchenglocken besser zu verbreiten. Oberhalb der Öffnungen befindet sich je ein kleines rundes Fenster.

In den Seitenwänden der Kirche sind je drei schlanke, etwa 2 Meter hohe Rundbogenfenster, die mit umrahmenden Bändern eingefasst sind. Die Sprossenfenster sind mit kleinen, farbigen Glasscheibchen verglast.
Die im 19. Jahrhundert angebaute östliche Sakristei wurde in der Fachwerkbauweise errichtet.

Wegbeschreibung zur Station 7 – Ahoj, Popráci

Aus dem Kirchengelände rauskommend einen Meter vor und 90 Grad rechts und einen Meter vor, bis die Feldsteinmauer rechter Hand anfängt. Dann der Mauer auf zehn Metern rechter Hand bis zur Ecke folgen und 90 Grad links.
Jetzt etwa 16 Meter geradeaus bis zur nicht abgesenkten Bordsteinkante gehen. Auf dieser Strecke befinden sich zwei runde Baumscheiben. Es folgt die Überquerung der Fahrbahnen des Richardplatzes auf sechs Metern. Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten, ist aber gering. Bitte den Verkehrsfluss beachten.
Auf dieser Straßenseite stehen eventuell parkende Autos.
Nach der Überquerung vier Meter vor auf unterschiedlichen Untergrund bis zur Steinkante des Rasens und 90 Grad links.  Der Rasen ist mit einer schmalen Steinkante und einem niedrigen Metallzaun abgegrenzt.
Jetzt etwa 45 Meter auf Sandboden dem Verlauf der Rasenkante rechts bis zur Ecke folgen. Nun 90 Grad rechts und acht Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Rasenkante rechts. Dann 90 Grad links und vier Meter bis zu einer Sitzbank aus Holz. Eine Sitzgelegenheit.
Nach fünf Metern steht eine zweite Sitzbank.
Standort: östlicher Teil des Richardplatzes, des Dorfangers.
Hinter der Bank, in vier Metern Entfernung befindet sich die östliche Außenwand der historischen Schmiede mit dem Wandbild “Ahoj, Popraci”.

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Station 7 – Ahoj, Popráci

Geschichte

An Anfang, als die böhmischen Kolonisten nach Rixdorf kamen, haben sie zum deutschen Rixdorfer einen gewissen Abstand gehalten.
Um Kontakt mit den Fremden zu bekommen, haben die Deutschen versucht, die Böhmen zu sich einzuladen. Und die Böhmen haben aber immer gesagt: “po práci!”.
Nach einiger Zeit informierte sich der deutsche Dorfschulze und erfuhr, dass das böhmische “po práci!” auf Deutsch “Nach der Arbeit” bedeutet.
Die Böhmen mussten keine Steuern bezahlen und wurden auch nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Das gefiel den Deutsch-Rixdorfern nicht. Deswegen ist es auch öfter zu Auseinandersetzungen zwischen den Böhmisch-Rixdorfern und den Deutsch-Rixdorfern gekommen.

Um die Feindlichkeiten zwischen der deutschen Jugend und der böhmischen Jugend zu besänftigen, haben die Dorfschulzen beider Gemeinden sich heimlich zu einem Gespräch getroffen und folgende Lösung gefunden:

“Wir werden, nachdem die
Ernte eingefahren ist, zwei Strohballen durch das
Dorf rollen lassen. Die Gewinnermannschaft erhält die
zwei Golddukaten, die wir in der Mitte der Strohballen
verstecken werden”. – “Genau”, sagte Friedrichs Kol-
lege Bohumil Pachl und wir nennen es: „Popráci, das
erste Rixdorfer Strohballenrollen”.

Seit der zweiten Septemberwoche des Jahres 1737 wurde dieser populäre Wettstreit über die nächsten 174 Jahre durchgeführt und das Sprichwort “in Rixdorf is Musike” ist entstanden.
1912, nach der Umbenennung von Rixdorf in Neukölln, wurden die Spiele verboten. Erst im Jahre 2008 wurde das Rixdorfer Strohballenrollen wieder zum Leben erweckt. Danach wurde an der östlichen Außenwand der historischen Schmiede das Bild, das das Rixdorfer Strohballenrollen zeigt, angebracht.

Wegbeschreibung zur Station 8 – Die historische Schmiede am Richardplatz

Von der Bank aufstehend einen Meter vor, 90 Grad links und etwa 15 Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an der Steinkante und am Metallzaun links, bis zur einer Straßenlaterne linker Hand gehen. Hinter der Laterne 90 Grad links und etwa 20 Meter geradeaus dem Verlauf der linken Steinkante bis zur Ecke folgen und 90 Grad links.
Standort: Richardplatz 28, vor dem Eingang zur Historischen Schmiede.
Nun drei Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster bis zum Eingangstor des Geländes der Schmiede vorgehen.
Das Gelände ist von dieser Seite mit einem hölzernen Lattenzaun abgegrenzt. Die 90 Zentimeter breite Eingangspforte, die nach außen links öffnet, ist zu den Öffnungszeiten immer auf. Durch die Pforte gelangt man auf den Schmiedehof. Dann zwei Meter vor, 90 Grad links und sechs Meter bis zur verputzten Mauer, die mit Reben begrünt ist und 180 Grad wenden.
Dies ist der Bereich des Frauentreffpunkts Neukölln auf dem Gelände der Schmiede.

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Station 8 – Die historische Schmiede am Richardplatz

Geschichte

Mitten auf dem Richardplatz, wo früher der Dorfanger war, steht die historische Schmiede. Sie wurde erstmalig 1624 erwähnt. Anfangs wurde sie nur einmal wöchentlich von einem Berliner Schmied bedient. Erst ab 1797 wurde hier ein Schmiedemeister ansässig und über die nächsten 150 Jahren blieb die Schmiede im Besitz seiner Familie.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Schmiede mehrfach erweitert und umgebaut. 1802 wurde dem Schmied die Erlaubnis erteilt, die Schmiede um eine Kohlenkammer zu erweitern.
Damals wurden die vorhandenen Gebäude folgendermaßen beschrieben:

“(…) ein Wohnhaus (…)unter Ziegeldach neben der bereits vorhandenen kleinen Schmiede
von 20 Fuß (6,3 Meter) Breite, 15 Fuß (4,7 Meter) Tiefe mitten im Dorfe.”

Bei dem großen Brand im Jahr 1849 wurde das Schmiedehaus nicht zerstört. Heute ist die unter Denkmalschutz stehende Schmiede die älteste Schmiede Berlins, in der immer noch einfache Nägel, Schlüsselanhänger, Wohnaccessoires, hochwertiges Werkzeug und Messer entstehen. Auch Schmiedekurse finden hier statt.

Die Schmide ist von Montag bis Donnerstag von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Architektur

Am östlichen Ende des Hofes befindet sich ein unterkellertes eingeschossiges Wohnhaus, das über eine steinerne Treppe mit sieben Stufen zugänglich ist. Die Haustür ist mit einem Oberlicht versehen. Links von der Tür befinden sich zwei Sprossenfenster, rechts dagegen nur eines. Die Fenster sind mit Fensterläden versehen. Alle Holzelemente sind dunkelgrün gestrichen. Rechts von der Eingangstreppe befindet sich ein kleiner Vorbau, der die Kellertreppe versteckt. Die Wände sind mit hellem Putz in Sandfarbe versehen. Das Dach ist mit roten Dachpfannen gedeckt.

An das Wohnhaus grenzt rechts grenzt die Schmiedenscheune an. Vor der Schmiede befindet sich ein mit Dielen belegter, überdachter Bereich, der drei Meter breit und sechs Meter lang ist.
Das bis zu zwei Metern über die Hoffläche überstehende Dach, ist von drei 20 mal 20 Zentimeter dicken und fast zwei Meter hohen, eckigen Holzstützen getragen, die je auf einem Feldsteinfuß stehen. Die ersten zwei Stützen sind vier Meter voneinander entfernt. In dem zwei Meter breiten Raum zwischen der zweiten und der dritten Stütze steht eine historische Biegemaschine.
Die gesamte Fläche des Hofes ist mit historischem Kopfsteinpflaster belegt.

Wegbeschreibung innerhalb des Schmiedenshofs
Nun etwa zwölf Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster bis zu einer Holzstütze linker Hand gehen. Jetzt weitere vier Meter vorgehen an der zweiten Stütze vorbei. Links befindet sich eine historische Biegemaschine. Dann drei Meter vor, 90 Grad rechts und fünf Meter zum Ausfahrttor gehen. Das zweieinhalb Meter breite, zweiflügelige Tor ist nach außen geöffnet.
Standort: Vor dem Ausfahrttor der Schmiede.

Wegbeschreibung zur Station 9 – Das historische Gehöft

Durch das Tor aus dem Schmiedehof rauskommend drei Meter geradeaus auf Kopfsteinpflaster mit Orientierung am geöffneten rechten Torflügel und an der Steinkante des Rasens rechter Hand bis zur Ecke gehen. Weitere drei Meter vor bis zur abgesenkten Bordsteinkante.
Es folgt die Überquerung der Fahrbahn des Richardplatzes auf zehn Metern.
Nach der Überquerung zwei Meter vor und 90 Grad rechts. Dann etwa zwölf Meter geradeaus auf Mosaikpflaster bis dieses endet und Kopfsteinpflaster anfängt mit Orientierung am Heckenzaun links bis zu einem 50 Zentimeter dicken Backsteinpfeiler.  Dieser Pfeiler ist der Erste von den zwei gleichen Pfeilern, die im Abstand von zwei Metern fünfzig stehen. Der dritte steht einen Meter weiter.
Zwischen den zwei ersten befindet sich ein zweiflügeliges Einfahrttor aus Holz. Zwischen dem zweiten und dritten Pfeiler ist eine Pforte eingebracht. Nun vier Meter dem Tor linker Hand entlang bis zur Pforte gehen und 90 Grad links. Die Pforte öffnet nach innen rechts.
Standort: vor dem Eingang Richardplatz 3.

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Station 9 – Das historische Gehöft

Das Gehöft

Die Zufahrt zum historischen Gehöft liegt zwischen zwei Häusern mit kleinen Vorgärten, die direkt am Bürgersteig des Richardplatzes stehen.
Das Haus rechts ist ein zweigeschossiges altes Bauernhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das linke Haus dagegen ist ein viergeschossiges Mietshaus, das Anfang des 20. Jahrhundert gebaut wurde.
Durch das grüne Tor am Richarplatz 3, gelangt man in ein altes Gehöft, das aus einer alten Scheune und einem Bauernhaus besteht. 

Das erhaltene Ensemble, das mit fensterlosem Rücken zu den hohen Mietskasernen steht, ist ein alter Bauernhof und war Teil von Deutsch Rixdorf. Das Stallgebäude links ist aus Backstein gemauert. Die Scheune, die sich hinten befindet, ist in Fachwerkbauweise errichtet. Die Satteldächer beider Häuser sind mit roten Dachpfannen gedeckt. Der Hof ist mit alten Kopfsteinen gepflastert.

Wegbeschreibung durch das historische Gehöft

Nach dem Eintritt fünf Meter vor auf Kopfsteinpflaster entlang des Metallzauns rechts bis zur Hausecke gehen. Jetzt 90 Grad links und vier Meter zur gegenüberliegenden Hauswand gehen und 90 Grad rechts. Dann etwa zwölf Meter geradeaus mit Orientierung an der Hauswand links bis zur Ecke gehen.
Standort: Vier Meter weiter links ist das historische Gehöft.
Da dass das Kopfsteinpflaster aus sehr unterschiedlich großen Steinen besteht und unebenmäßig belegt ist,  wird beim Durchgehen Vorsicht geboten.

Die Hofgebäude

Vorne links befindet sich ein alter Stall, dessen Längsachse nordsüdlich gerichtet ist.
Das etwa 20 Meter lange Gebäude ist etwa 20 Meter lang und wurde aus hellen Backsteinen gebaut. Vorne, etwa 35 Meter entfernt, steht quer eine alte Scheune, die ostwestlich gerichtet ist. 

Die etwa 24 Meter lange Scheune wurde in Fachwerkbauweise gebaut, die Fächer sind ebenfalls mit hellen Backsteinen ausgemauert.
Im Laufe der Jahre wurden die Gebäude des Bauernhofs zu Wohnungen umfunktioniert.  Die frühere wirtschaftliche Hoffläche wird heute als Vorgärten für die Wohnungen genutzt.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt 90 Grad rechts und vier Meter vor bis zur Hausecke. Nun 90 Grad links und dem Verlauf der Pflanzenbeetkante rechter Hand auf zehn Metern folgen. Dann etwa 20 Meter ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Pflanzenhecke geradeaus.
Standort: an der südöstlichen Ecke der alten Scheune.
Nun der Hecke linker Hand im linken Bogen für zwei Meter folgen. Danach zwei Meter vor bis zu einem Heckenzaun und 90 Grad links.
Standort: Der Anfang des schmalen Weges, der entlang des ehemaligen Bauernhauses verläuft.
Jetzt etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung an der Hecke links bis zum Ende des Kopfsteinpflasters gehen und weiter zehn Meter auf Mosaikpflaster.
Standort: Links befindet sich die südöstliche Ecke des ehemaligen Bauernhauses.

Das ehemalige Bauernhaus

Das zehn mal zwanzig Meter große, nordsüdlich gerichtete alte Bauernhaus wurde ebenfalls zu einem Reihenhaus mit vier Wohnungen umfunktioniert.
Die Wohnungen sind von einem mit Mosaikpflaster belegten zwei Meter breiten Pfad zugänglich, der beidseitig mit hohen, dichten Hecken begrenzt ist.

Weiterführende Wegbeschreibung

Dann etwa 20 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster am Haus entlang mit Orientierung am Heckenzaun rechts, bis zum Ende des Mosaikpflasters gehen. Vorne rechts befindet sich eine Streuobstwiese.
Jetzt etwa 20 Meter dem nach links bogenartig verlaufenden Sandweg mit Orientierung rechts am fünf Zentimeter hohen Metalleinfassung folgen.
Danach zehn Meter vor auf Sandboden mit Orientierung an Rasenkante rechts. Am Ende dieser Strecke 90 Grad rechts und zwei Meter bis zu einer Backsteinmauer vorgehen.
Standort: Vor der Mauer zwischen dem Deutschen Rixdorf und dem Böhmischen Rixdorf.

Die Mauer

Die 36 Zentimeter dicke und über zwei Meter hohe, aus Backstein gemauerte Mauer galt als Grenze zwischen den beiden Dörfern.
In der Mauer wurde eine Durchgangsöffnung errichtet. Diese ist einen Meter breit und zwei Meter hoch und mit einem flachen Bogen überwölbt. Da das Erdniveau der böhmischen Seite um etwa 25 Zentimetern höher als die deutsche Seite liegt, wurden unmittelbar hinter der Mauer zwei Stufen aufwärts errichtet. Diese sind aber nicht gleich hoch. Die Höhe der ersten Stufe beträgt acht Zentimetern, die der zweiten dagegen 16 Zentimeter.

Wegbeschreibung zur Station 10 – Das Denkmal des Friedrich Wilhelm I.

Nun durch den Durchgang gehen und zwei Stufen aufwärts. Danach zehn Meter geradeaus auf Sandboden mit Orientierung an einer Flachmetallkante rechts und links bis zum Kopfsteinpflaster gehen. Dann fünf Meter auf unterschiedlichem Untergrund bis zum ersten einer Reihe von fünf Metallpollern gehen und 90 Grad rechts. Hier den Metallpollern linker Hand folgen. Nach dem fünften Metallpoller 90 Grad links und zwei Meter bis zu einem Metallzaun gehen. Der schlichte Metallzaun steht auf einem 15 Zentimeter hohen Granitsockel.
Standort: Kirchgasse, an der östlichen bzw. linken Seite vom Denkmal des Friedrich Wilhelm I.

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Station 10 – Das Denkmal des Friedrich Wilhelm I.

Das Denkmal

Das Denkmal des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. wurde 1912, anlässlich des 175. Jahrestages der Aufnahme von Glaubensflüchtlingen aus Böhmen errichtet.
Die Nachfahren der böhmischen Einwanderer aus den drei böhmischen Gemeinden hatten als Dank für seine Großzügigkeit das Werk gestiftet.
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer Alfred Reichel geschaffen. Die Quadratische vier mal vier Meter große Fläche um das Denkmal ist mit einem schlichten Metallzaun umrundet.

Weiterführende Wegbeschreibung um das Denkmal

Jetzt 90 Grad links und zur Zaunecke gehen, 90 Grad rechts. Nun zwei Meter vor und 90 Grad rechts.
Standort: an der Rückseite des Friedrich Wilhelm I. Denkmals.

Die Inschrift auf der Rückseite des Sockels

Auf der Rückseite des Sockels ist eine Tafel aus Bronze mit einer Inschrift angebracht, die lautet:

Die dankbaren Nachkommen
der hier aufgenommenen
Böhmen.

Weiterführende Wegbeschreibung um das Denkmal

Hier 90 Grad links und zwei Meter zur Zaunecke gehen, 90 Grad rechts. Nun zwei Meter vor und 90 Grad rechts.
Standort: an der rechten Seite des Friedrich Wilhelm I. Denkmals.

Das Relief an der rechten Sockelseite

An der rechten Sockelseite ist eine Bronzetafel angebracht mit einem Relief, das an den Zug der Flüchtlinge aus Böhmen erinnert.

Weiterführende Wegbeschreibung um das Denkmal

Nun 90 Grad links und zwei Meter zur Zaunecke gehen, 90 Grad rechts. Nun zwei Meter vor und 90 Grad rechts.
Standort: die vordere Seite des Friedrich Wilhelm I. Denkmals.

Die Statue

Die in Lebensgröße errichtete Bronzestatue, die auf einem sandsteinernen, etwa zwei Meter hohen, Sockel steht, zeigt den in Wirklichkeit impulsiven Monarchen als sehr ruhige und gelassene Person. Seine rechte Hand stützt er auf einen Gehstock, die linke Hand dagegen hält er freundlich nach vorne offen.
Die aus Bronze geschaffene Inschrift auf der vorderen Seite des Sockels lautet:

Friedrich Wilhelm I.

Weiterführende Wegbeschreibung um das Denkmal

Jetzt 90 Grad links und zwei Meter vor bis zur Zaunecke gehen, 90 Grad rechts. Nun zwei Meter vor und 90 Grad rechts.
Standort: an der linken Seite des Friedrich Wilhelm I. Denkmals.

Das Relief an der linken Sockelseite

Auf der linken Seite des Sockels ist ein Erinnerungsrelief angebracht. Es zeigt die Ansicht der neu errichteten böhmischen Siedlung und ist mit der Inschrift “Böhmisch Rixdorf anno 1775” versehen.
Infolge des Oxidationsprozesses haben die Statue und alle anderen aus Bronze geschaffenen Elemente, eine hell-grüne Beschichtung.

Wegbeschreibung zur Station 11– Das Schul- und Anstaltshaus

Vor der linken Seite des Denkmals stehend 90 Grad rechts und fünf Meter geradeaus auf Mosaikpflaster und 90 Grad rechts. Dann sechs Meter vor bis zur nicht abgesenkten Bordsteinkante. Es folgt die Überquerung der Kirchgasse. Jetzt acht Meter weiter vor bis zu einer Hauswand gehen und 90 Grad links.
Standort: Kirchgasse 5 vor der Gedenktafel des Schul- und Anstaltshauses.

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Station 11– Das Schul- und Anstaltshaus

Geschichte

Das Haus Kirchgasse 5 ist das älteste erhaltene Schulgebäude des Bezirks Neukölln und gehört zu den am besten erhaltenen Gebäuden von Böhmisch Rixdorf. Es wurde 1753 als Schule errichtet und diente noch bis 1909 als Schule. Danach wurde es zum Wohnhaus umgebaut.
Hier befand sich zwischen 1754 und 1761 der erste Gebetssaal der Brudergemeinde. Ab 2005 beherbergt das Haus ein kleines Museum, das in zwei Räumen untergebracht ist.

Das Haus

Das zweigeschossige, giebelstehende Haus von 30 Meter Länge und zwlöf Meter Breite hat ein ganz schlichtes Aussehen.
Die Außenwände sind mit sandfarbigem Putz verkleidet, das Satteldach ist mit roten Dachpfannen gedeckt.
An der Giebelfassade, die im Erd- und Obergeschoss jeweils mit zwei Sprossenfenstern versehen ist, ist ab Erdniveau bis zur Traufhöhe ein schlichtes Rankgerüst aus schmalen Kanthölzern angebracht. Die Rankpflanzen und der davor liegende kleine Bauerngarten sind hübsch anzusehen.
Im Giebeldreieck, oberhalb der Fenster des Dachgeschosses befindet sich ein Böhmischer Kelch, der an die frühere Funktion des Hauses erinnert.

Links an dem Rankgerüst, in Höhe von zwei Metern, ist eine Gedenktafel. Rechts von der Tafel, an der Hausecke, in Höhe von drei Metern, befindet sich eine sogenannte Schinkellaterne, die auf einer Konsole befestigt ist.
Das Grundstück des Schul- und Anstaltshauses ist mit einem alten, zwei Meter hohen Holzpaneelzaun von der Gasse abgegrenzt. Zum Hof gelangt man durch eine ein Meter breite Pforte, die sich rechts vor dem drei Meter breiten Einfahrtstor befindet.

Die Gedenktafel

Die Inschrift auf der weiss gestrichenen Metalltafel ist in gotischer Schrift und lautet:

Ehemaliges Schul- u. Anstaltshaus
der Brüdergemeine.

Am 2. März 1753 wurde der 1. Baum
zum Bau des Hauses gefällt.

Grundsteinlegung 21. Mai 1753.
Einweihung 14. November 1753.

Die Anstaltsarbeit wurde 1770 aufgegeben.
Danach noch bis 1909 Schule
der Brüdergemeine.

Ältestes erhaltenes Schulhaus Neuköllns.

1980/82 durchgreifende Restaurierung
unter weitgehender Erhaltung der
alten Bausubstanz.

Der Kelch im Giebel erinnert an die
ab 1737 hier aufgenommenen böhmischen
Glaubensflüchtlinge und daran, daß sich
von 1754 bis 1761 in diesem Haus
der erste Betsaal der Rixdorfer Brüder-
gemeine befand. (Denkmalschutz)

Wegbeschreibung zur Station 12 – Die Kirchgasse

Vor der Gedenktafel stehend 90 Grad links und etwa zwölf Meter geradeaus dem Holzzaun bis zum Ende folgen.
Standort: in der Kirchgasse

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Station 12 – Die Kirchgasse

Die Gasse

Die Kirchgasse ist ein Teil des ursprünglichen Dorfkerns von Rixdorf und verläuft von Süden nach Norden. Sie wurde gleich nach der Gründung von Böhmisch Rixdorf angelegt mit dem Namen „Mala Ulicka“ (Kleine Gasse) angelegt. Erst 1909, wurde die Gasse nach der dort befindlichen Kirche der Böhmischen Gemeinde in Kirchgasse umbenannt.
Die Gasse ist bis heute in der ursprünglichen Bebauungsform erhalten.
Die unter Denkmalschutz stehende westliche Gassenseite ist mit den alten Büdnerscheunen bebaut.
In der östlichen Gassenseite befinden sich das ehemalige Schul- und Gebetshaus, alte Häuser die von böhmischen Kolonisten bewohnt sind und ein Gemeinde Betsaal.

Die etwa 315 Meter lange und fünf Meter breite Gasse ist in der ganzen Breite und Länge mit altem irregulären Kopfstein gepflastert.
Der Gehweg ist auf der rechten Seite der Gasse mit regulärem Kopfsteinpflaster belegt und wird auf gleicher Ebene von der Fahrbahn in ihrer ganzen Länge durch einen Streifen aus Kopfsteinen begrenzt. Die Gasse wird durch alte Schinkellaternen beleuchtet.
Die Bebauung der Kirchgasse spiegelt insgesamt den ursprünglichen Charakter und die Stimmung eines alten Dorfes wider.

Weiterführende Wegbeschreibung

Hier beginnt der nächste, ein Meter hohe Holzlattenzaun, der den Garten des Hauses in der Kirchgasse 6 abgrenzt. Diesem auf acht Meter Kopfsteinpflaster rechter Hand folgen und 90 Grad rechts.
Standort: am Grundstück Kirchgasse 6.

Das Büdnerhaus

In der Kirchgasse 6 steht ein ehemaliges giebelständiges Büdnerhaus, das um 1749 als eingeschossiges Wohnhaus erbaut wurde. Im Jahr 1849 wurde es durch den großen Brand stark beschädigt. Danach wurde es als einziges Haus unverändert wieder aufgebaut. Die anderen, durch den Brand zerstörten Häuser, wurden nun traufständig wieder aufgebaut. 

Als Nachweis für ursprüngliche Bebauung wurde das Haus 1987 unter Denkmalschutz gestellt.
Das mit der Giebelseite zur Straße stehende Haus ist mit weißem Putz verkleidet, der eine Quadergestaltung imitiert. Das Sattelhaus des Hauses ist mit roten Dachpfannen gedeckt. In der Giebelfassade befinden sich im Erdgeschoss drei braun gestrichene Sprossenfenster, die mit braunen Fensterläden versehen sind. Im Bereich des ausgebauten Dachgeschosses befinden sich zwei Sprossenfenster.  Zusätzlich links, rechts und oberhalb der Dachgeschossfenster, befindet sich je ein kleines quadratisches Fensterchen. Über die ganze Breite der Fassade, unmittelbar unterhalb der Obergeschossfenster verläuft ein Gesims.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt 90 Grad links und etwa 60 Meter geradeaus entlang verschiedener Zäune gehen und 90 Grad rechts.
Nach etwa 25 Metern dieser Strecke verläuft rechts ein vier Meter breiter Weg, der nach Johannes Wanzlik, dem Autor des Buches „Der Gottesacker am Neuköllner Karl-Marx-Platz” als Wanzlikpfad benannt ist.
Standort: vor den Häusern Kirchgasse 10 und 11.

Die Gassenbebaung

Die weiteren Büdnerhäuser auf der östlichen Straßenseite in der Kirchgasse 7, 10 und 11 wurden 1750 giebelständig erbaut und nach dem großen Brand in Jahre 1849 traufständig wieder aufgebaut. Die westliche Straßenseite ist mit traufständigen Scheunen bebaut, die ebenfalls bis zum großen Brand mit dem Giebel zur Straße standen.

Die vom Frühling bis zum Herbst mit blühenden Blumenbeeten vollen Höfe bestimmen hier die idyllische Atmosphäre.
Die ganze Kirchgasse steht als Bauensemble unter Denkmalschutz.

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