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Alt Rixdorf – Vom Richardshof über Ricksdorf zum Rixdorf

Teil 2

Kirchgasse
12043 Berlin – Neukölln

Fortsetzung des Rundgangs durch den Alt Rixdorf

Wegbeschreibung zur Station 13 – Die Herrnhuter Brüdergemeine

Jetzt 90 Grad links und etwa 70 Meter den Zäunen rechter Hand folgen. Nun 90 Grad rechts. Nach etwa zwölf Metern dieser Strecke ist anstelle des Zauns eine verputzte etwa 20 Meter lange Grenzmauer, die mit wildem Wein begrünt ist. Die gegenüberliegenden Außenwände der alten Scheunen, die sich entlang der ganzen Kirchgasse befinden, sind ebenfalls mit Jungfernreben begrünt.
Standort:  Vor dem Eingang zum Herrnhuter Brüdergemeinehaus, Kirchgasse 17


Station 13 – Die Herrnhuter Brüdergemeine

Geschichte

Der Betsaal der evangelischen Brüdergemeine wurde 1761 in der Kirchgasse 14 bis 17 gebaut.
Das zweigeschossige Haus trug in der Mitte des Firstes einen Dachreiter, was die Regel für Betsäle der evangelischen Brüdergemeinden war. Das Haus wurde im Januar 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört.
1962 wurde vom Architekt Peter Lehrecke ein neuer Gebäudekomplex im Stil der Nachkriegsmoderne an der gleichen Stelle errichtet.

Architektur

Der dreiflügelige Gebäudekomplex wurde in Stahlbetonskelettbauweise gebaut.
Der Betsaal ist in dem mittleren, parallel zur Straße liegenden Gebäudetrakt platziert und ist über eine abgebaute niedrige Eingangshalle zugänglich.

Rechts und links liegen zweigeschossige Gebäude, die mit dem Betsaal jeweils mit einer Pergola verbunden sind. Diese dienen als Gemeindebüro und Pfarrhaus.
Die tragende Konstruktion des Betsaals, die aus vier Stahlbetonrahmen besteht, ist nach außen vorgelegt, so dass der Saalraum frei von Stützen ist. Ein etwa zwei Meter sechzig hohees Fensterband umfasst über Augenhöhe den Saal in ganzem Umfang. Über das Fensterband verläuft ein etwa 60 Zentimeter hoher Ringbalken.
Mittig in der Frontfassade, über dem Fensterband, befindet sich der böhmische Kelch.

Die Inneneinrichtung

Die Wände des Betsaals sind weiß gestrichen. Die hölzernen Bänke des Kirchenstuhls, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden, haben hier weitere Nutzung gefunden. Wie überall in den Herrnhuter Betsälen gibt es kein Kreuz, keinen Altar, keine Kanzel. Keine religiösen Elemente schmücken den Raum.
Auf der 25 Kilogramm schweren Bronzeglocke, die bereits in dem Dachreiter des alten Betsaals hing, ist eine Inschrift in tschechischer Sprache angebracht.

Wegbeschreibung zur Station 14 – Der Jan-Hus-Weg-Rixdorf

Vor der Herrnhuter Brüdergemeine stehend 90 Grad links und etwa 65 Meter die Kirchgasse entlang mit Orientierung am Zaun rechts bis zur Ecke gehen.
Standort: Kirchgasse, Ecke Gerlachsheimer Weg.
Dann zwölf Meter weiter geradeaus bis drei Metallpoller auf dem Wege stehen. Jetzt etwa 25 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts bis zum Ende des Plattenbelages gehen.
Standort: Kirchgasse, Ecke Jan-Hus-Weg.
Danach sieben Meter im linken Bogen auf Mosaikpflaster gehen bis die Gehwegplatten wieder anfangen. Nun etwa 20 Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts den Jan-Hus-Weg entlang gehen. 90 Grad rechts und drei Meter vor bis zu einem zwölf Meter langen und 40 auf 40 Zentimeter dicken Holzbalken, der am Sandboden parallel zum Gehweg liegt, vorgehen. Eine Sitzgelegenheit.

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Station 14 – Der Jan-Hus-Weg

Jan Hus

Jan Hus, christlicher Theologe, Prediger und Reformator, und ein Vorläufer des Protestantismus, wurde 1372 in Prag geboren. Er war der Schöpfer der tschechischen Schriftsprache, für die er die Schreibweise mit diakritischen Zeichen geschaffen. Seine Tätigkeit als Schriftsteller hat zur Entfaltung der tschechischen Literatur beigetragen.
Für seine reformatorischen Thesen wurde er als Häretiker bezeichnet und aus der Kirche exkommuniziert. 1412 musste er aus Tschechen fliehen. Als er seine Thesen vor dem Papst in Konstanz nicht zurücknehmen wollte, wurde er am 6. Juli 1415 außerhalb der Mauern der Stadt lebendig verbrannt.
Der Tod von Jan Hus wurde ein Grund für den Ausbruch des Aufstandes in Prag, der die ganze Tschechei umfasste. und der den Anfang der Hussitenkriege bezeichnet. In diesem Zusammenhang entstand in Tschechien die sogenannte Taboriten-Kirche. Die Anhänger dieser Kirche wurden als Böhmische Brüder bekannt.
Jan Hus wurde als Märtyrer anerkannt.

Ein Teil der Kirchgasse wurde am 26. September 1983 in Jan-Hus-Weg umbenannt.

Der Abschiedsbrief

Das aber erfüllt mich mit Freude,
daß sie meine Bücher doch haben lesen müssen,
worin ihre Bosheit geoffenbart wird.
Ich weiß auch,
daß sie meine Schriften fleißiger gelesen haben als die Heilige Schrift,

weil sie in ihnen Irrlehren zu finden wünschten.
– Jan Hus

Wegbeschreibung zur Station 15 – Die Alte Schule

Von dem Holzbalken aufstehend drei Meter zu den Gehwegplatten vorgehen und 90 Grad rechts. Ab hier etwa zwölf Meter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts den Jan-Hus-Weg entlang gehen bis zu zwei Metallpollern, die quer auf dem Wege stehen.
Nach den Metallpollern acht Meter weiter geradeaus auf Gehwegplatten mit Orientierung am Mosaikpflaster rechts, bis zu einer Straßenlaterne, die rechts auf dem Mosaikpflaster steht. Nach der Laterne 90 Grad rechts und einen Meter auf Mosaikpflaster bis zur Abschlußkante zum Sandboden vorgehen und 90 Grad links. Dann zehn Meter auf Mosaikpflaster, entlang der nach rechts abbiegenden Steinkante mit Orientierung zwischen Mosaikpflaster und Sandboden rechter Hand bis zu einer frontal stehenden Wand gehen.
Standort: Jan-Hus-Weg, Ecke Richardstraße.
Hier 90 Grad links, einen Meter vor und 90 Grad rechts. Jetzt etwa zwölf Meter geradeaus bis zu einem Holzlattenzaun gehen und 90 Grad links. Als Orientierung auf acht Metern dieser Strecke dient die Wand eines Gewerbehauses und nach acht Metern ein Einfahrtstor aus Holz rechts. Dieser Holzlattenzaun grenzt das Grundstück der Alten Schule ab.
Standort: Richardstraße, mit Blick auf die Giebelwand der Alten Schule.

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Station 15 – Die Alte Schule

Geschichte

Im Jahre 1749 haben die Böhmischen Exulanten von dem „Departement der geistlichen Affairen der böhmisch ref. Gemeinde“ das Recht erhalten, sich ein Schulhaus zu bauen und einen Schulmeister anzustellen. Der König hatte die Baumaterialien der Gemeinde kostenlos überlassen. Bis 1751 wurde das Haus als zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach als Giebelbau erbaut.
In dem Haus befanden sich Schulstube, Wohnstübchen des Hausmeisters und drei Stuben, die zum Vermieten vorgesehen waren. Gemäß den damaligen brandenburgischen Vorschriften wurde die Küche ohne Fenster, als sogenannte „Schwarze Küche“ ausgeführt. Solche Küchen wurden nur durch den offenen Schornstein beleuchtet.

1835 wurde das Gebäude abgerissen und an derselben Stelle diesmal als Traufhaus erbaut. Im selben Jahr wurde das Haus als Schul- und Bethaus der Ev.-ref. Bethlehemsgemeinde eingeweiht.
Einer der zwei großen Räume im Erdgeschoss wurde als Klassenraum für 40 Schüler, der zweite als Betsaal errichtet. Im übrigen Teil des Erdgeschosses wurde eine Wohnung mit zwei Zimmern und eine Küche für den Schullehrer errichtet. Das Dachgeschoss wurde in vier Dachstuben geteilt.
Heute sind im Erdgeschoss der Gemeinderaum für kleinere Veranstaltungen und für die Presbyteriumssitzungen, das Büro des Pfarrers sowie eine Küche und Toiletten untergebracht.
Das Dachgeschoss ist als Wohnung vermietet.

Weiterführende Wegbeschreibung

Jetzt dem Zaun auf vier Metern bis zur Ecke folgen, 90 Grad rechts. Dann vier Meter den Zaun rechter Hand entlang gehen und 90 Grad rechts.
Standort: Richardstraße 97, vor der Pforte zum Schulgelände der Alten Schule. Vorne links befindet sich die südliche Giebelwand des Schulhauses. Vorne rechts steht der Glockenturm.

Architektur

Das sechsachsige Gebäude, dessen Strassenfassade mit einer Quadergestaltung imitierte Putz verkleidet war, bekam ein Dach mit eine besondere Konstruktion, das Bohlenbogendach. Statt dem wertvollen Langholz wurde hier das sogenannte Krummholz genutzt. Die kurzen Hölzer wurden durch besondere Techniken miteinander verbunden. Diese Konstruktion ermöglicht den Dachträger, die gewölbte Form zu geben. Das Dach ist mit roten Biberschwanz-Ziegeln in Kronendeckung gedeckt.
Oben, am Südgiebel ist das Gestell für die Schulglocke aus der Zeit als Schulhaus, erhalten geblieben.
1963 neben dem Kirchengebäude wurde ein stehender hölzerner Glockenturm erbaut.

Der mit Nadelholzbretter verkleidete, acht Meter hohe Turm hat ein zwei Meter hohes Dach, das mit Schiefer eingedeckt ist.

Wegen dem besonderen Dachkonstruktion steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Wegbeschreibung zur Station 16 – Das Wandbild

Vor der Pforte stehend 90 Grad links und dem Holzzaun rechter Hand auf etwa 20 Metern bis zur Ecke folgen. Dann noch weitere drei Meter dem nächsten Zaun folgen. Nun 90 Grad rechts und etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung am Zaun rechts gehen. Auf der linken Seite ist jetzt an der Hausfassade das Wandbild zu sehen.
Standort: im Hof des Hauses Richardstraße 99 mit Blick Richtung Wandbild.

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Station 16 – Das Wandbild

Das Bild

Das Wandbild, Richardstraße 99 (Hinterhaus). Es soll an die ersten Einwanderer aus Böhmen erinnern.
Auf dem Bild, das von Künstlern der „Gruppe Ratgeb“ 1980 gemalt wurde, wird die Geschichte der böhmischen Glaubensflüchtlinge gezeigt.

Die aus ihrer böhmischen Heimat vertriebenen Menschen ziehen am Ostermorgen mit Bläserchor auf den Böhmischen Gottesacker. Links im Bild ziehen die Exulanten von ihrer Zwischenstation Alt Herrnhut in Sachsen. Oben wird eine Ansicht von Rixdorf 1790 gezeigt. Vorne links ist ein Mitglied der Hausbesetzerszene Anfang der 80er Jahre dargestellt. Das Bild auf dem Schild erinnert an den großen Brand aus dem Jahr 1849.

Der Zettel

Eine sitzende Person hält in der rechten Hand einen Zettel mit einer Inschrift, die lautet:

Rixdorfer Bühne
Um 1730 werden die Hussiten aus Böhmen vertrieben.
Einige fliehen nach Herrnhut,
ihrem neuen Sammelplatz (links),
andere wandern nach Rixdorf ein.
Der Brand von 1849 zerstört Rixdorf.
In der Tradition.
Ein Bläser der Brüdergemeinde und heutige Rixdorfer

Wegbeschreibung zur Station 17 – Das Haus Richardstraße 80

Jetzt 180 Grad drehen links und 15 Meter geradeaus mit Orientierung am Zaun links, bis zum Zaunende gehen und 90 Grad links. Danach etwa 30 Meter geradeaus dem Holzzaun der Alten Schule entlang bis zur Ecke gehen und 90 Grad links. Vier Meter bis zum Zaunende gehen und 90 Grad rechts. Dann etwa zwölf Meter geradeaus mit Orientierung links am Holztor und Gewerbehaus entlang bis zur Hausecke.
Danach etwa 20 Meter geradeaus auf Mosaikpflaster ohne Orientierungsmöglichkeit bis zur Ecke eines auf dem Backsteinsockel stehenden Metallzaunes linker Hand gehen. Dann etwa 25 Meter an unterschiedlichen Grundstücksabgrenzungen bis zum Beginn einer Hausfassade.
Jetzt etwa 130 Meter geradeaus weiter der Richardstraße entlang gehen mit Orientierung links an der Flucht der Fassaden bis ein Holzzaun anfängt.
Nun 20 Meter weiter geradeaus mit Orientierung am Holzzaun links, bis zu dessen Ende gehen.
Standort: am Frontgiebel des Hauses Richardstraße 80.

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Station 17 – Das Haus Richardstraße 80

Das Haus

In der Richardstraße 80 steht das einzige giebelständiges Haus dieser Straße. Der große Brand am 28. April 1849 hatte das Haus, wie 55 andere Häuser aus Böhmisch-Rixdorf niedergebrannt. Es wurde aber im selben Jahr originaltreu wieder aufgebaut. Die restlichen Häuser dagegen wurden traufständig neu gebaut.

Das eingeschossige Haus ist mit hellem, quaderartigen Putz verkleidet.
Das Satteldach ist mit der roten Dachpfannen gedeckt. In der Giebelwand des Erdgeschosses befinden sich vier, symmetrisch eingerichtete dunkelbraune Sprossenfenster, die mit dunkelgrünen Fensterläden versehen sind.
Im ausgebauten Dachgeschoss befinden sich zwei gleiche Fenster, die statt mit Fensterläden, mit gerammten dekorativen Bändern und Gesimsen versehen sind. Über die ganze Hausbreite, unterhalb der Fenster des Obergeschosses, verläuft ein schlichtes Gesims. Auf dem Niveau des Dachbodens befinden sich drei kleine rundbogene Öffnungen, unter denen ein kleines Gesims verläuft. Die mittlere Öffnung ist zugemauert, in den zwei äußeren befinden sich jeweils kleine Sprossenfenster.

Die Gedenkschrift

Mittig, über dem Fensterband des Erdgeschosses, in einer kleinen Putznische ist eine Handschrift angebracht, die lautet:

Andenken von d. gro. Brande d. 28. Apr.1849 der alle unser Habe
beraubt hat u. Mit Gottes Beistand in dem selben
Jahr wieder erbautworden ist. Maresch u. Strakon

Wegbeschreibung zur Station 18 – Der Comenius Gedenkstein

Jetzt etwa 45 Meter in gleicher Richtung, an den Häusern und Holzzäunen der Richardstraße entlang bis zur Ecke gehen. Hier 90 Grad rechts und einen Meter vor bis zur Steinkante der Rasenfläche gehen. Diese Rasenfläche ist zusätzlich mit einem niedrigen Metallzaun umzäunt.
Standort: an der Rückseite des Gedenksteines des Johann Amos Comenius.

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Station 18 – Der Comenius Gedenkstein

Johann Amos Comenius

Johann Amos Comenius – eigentlich Jan Amos Komenský – war ein tschechischer Pädagoge, Philosoph und Theologe, Reformator und protestantischer Denker, sowie Bischof der Unität der Böhmischen Brüder in den Jahren 1648-1670. Lebenslang arbeitete er für Bildung, an der Überarbeitung von Schulbüchern sowie an der theoretischen Erarbeitung pädagogischer und didaktischer Probleme.

Er war Schöpfer und Verbreiter eines einheitliches System der Allgemeinbildung. Er befürwortete die Ausweitung der Bildung auf alle, unabhängig von Geschlecht und Status, und auch den Unterricht in der Muttersprache.
Als Führer der radikalen politischen und religiösen Bewegung wurde er von den Habsburgern in der katholischen Kirche in der Tschechei bekämpft und musste aus Böhmen fliehen. Zusammen mit seinen Glaubensbrüdern hat er Zuflucht im polnischen Leszno (Lissa) gefunden, wo er zwischen 1628 und 1656 arbeitete.
In Lissa arbeitete er als Professor an der Lissaer Schule und übernahm etwa 1636 das Rektorat des Gymnasiums. Dort hat er seine wichtigsten Werke herausgegeben, unter anderen „Janua linguarum reserata“ (Die geöffnete Sprachentür). Dies wurde in über Dutzend Sprachen übersetzt. Seine Ansichten verbreiteten den Glauben an Wohlstand und Verbesserung für die Menschheit durch Verbreitung von Wissen.
Ab 1656 lebte Comenius in Amsterdam, wo er 1670 verstarb.

Der Gedenkstein

An der Ecke Richardstraße und Kirchgasse steht ein Findling, der an Johann Amos Comenius erinnert.
An der Rückenseite des Steines ist eine Gedenktafel aus Bronze angebracht.
Im oberen Teil der Tafel befindet sich ein eingraviertes Rechteck, in das die Karte des böhmischen Dorfes mit einem ovalen Band gefasst ist. Die auf dem Band befindliche Inschrift in Latein lautet: “Omnia Sponte Fluant absit violentia Rebus”. Die Übersetzung unterhalb der Karte lautet: “Alles fließe von selbst. Gewalt sei ferne den Dingen.”
Jan Amos Comenius (Komensky), letzter Bischof der (alten) böhmisch-mährischen Bruder-Unitat, Philosoph, Pädagoge, Weltenbürger.
Enthüllt am 14. Mai 1987 aus Anlaß der 250 Wiederkehr der Gründung des Böhmischen Dorfes (1737).

Weitere Wegbeschreibung rundum den Stein

Hier 90 Grad links und drei Meter vor und der Steinkante rechter Hand bis zur Ecke folgen und 90 Grad rechts. Dann dem Verlauf der Steinkante rechts auf neun Metern folgen und 90 Grad rechts und drei Meter vor.
Standort: vor der Frontseite des Gedenksteines des Johann Amos Comenius.

Das Medaillon

Auf der Frontseite des Steines wurde ein Medaillon aus Bronze angebracht. Es hat etwa 40 Zentimeter Durchmesser. In der Mitte befindet sich ein Reliefbild mit dem Porträt des Johans Amos Comenius. Die Inschrift am Rande des Medaillons lautet:

geb. 1592 – AMOS – COMENIUS – gest. 1670

Wegbeschreibung zur Station 19 – Der Comenius-Garten

Vor dem Comenius Stein stehend 90 Grad links und etwa 15 Meter geradeaus mit Orientierung rechts am niedrigen Metallzaun gehen bis dieser rechts abbiegt. Nun 15 Meter ohne Orientierungsmöglichkeit geradeaus. Dann 90 Grad links und drei Meter vorgehen. Es folgt die Überquerung der Richardstraße auf 18 Metern. Auf dieser Seite ist der Bordstein abgesenkt, auf der gegenüberliegenden ist er fünf Zentimeter hoch. Der Autoverkehr kommt von beiden Seiten. Bitte den Verkehrsfluss beachten. Auf beiden Straßenseiten stehen eventuell parkende Autos.
Nach der Überquerung vier Meter vor bis zu einem Holzzaun gehen. Links können an einem Fahrradständer abgestellte Fahrräder stehen. Dann 90 Grad rechts und sechs Meter den Holzzaun linker Hand entlang bis zur einer Gartenpforte gehen und 90 Grad links.
Standort: vor dem Eingang zum Comenius-Garten, der ab 13 Uhr bis 18 Uhr geöffnet ist.

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Station 19 – Der Comenius-Garten

Weiterführende Wegbeschreibung

Die zweiflügelige Pforte ist 1,80 Meter breit. Der linke Flügel öffnet nach innen links. Der Türknauf befindet sich in Höhe von einem Meter. Der Anforderungsknopf für Pfortenöffnung befindet sich rechts neben dem Türknauf. Nach dem Knopfdruck ertönt der Summer und die Pforte lässt sich öffnen.

Der zwei Meter breite Sandweg, der durch den ganzen Garten führt, ist mit einem 50 Zentimeter schmalen Rasenband beidseitig eingefasst. Hinter diesem Rasenband wachsen Wiesenpflanzen. Die Grenze zwischen dem Sandboden und dem Rasenband wird im Garten als Orientierung dienen.
Nach dem Eintritt in den Comenius Garten etwa 15 Meter geradeaus auf hartem Sandboden den Gartenweg entlang gehen. Hier 90 Grad links und zwei Meter bis zu einer Bank gehen. Die Sitzbank ist aus Holz und hat keine Rückenlehne. Eine Sitzgelegenheit.

Zur Information: die in dem Absatz “Station 19 – Der Comenius-Garten” zitierten Texte haben ihren Ursprung auf der WebSeite des Comenius-Gartens.

Geschichte

Der Comenius-Garten wurde im Kern von Rixdorf, direkt am Böhmischen Dorf, als eine wissenschaftliche Rekonstruktion des Werkes von Johan Amos Comenius, 1995 feierlich eröffnet.

Bei der Eröffnung hat sich der damalige Parlamentspräsident der Tschechisch und Slowakischen Föderativen Republik mit einem Comenius Denkmal für die Aufnahme der Böhmen im 18. Jahrhundert bedankt.

Die Gliederung des Gartens

Der durch den Comenius-Garten verlaufende Sandweg symbolisiert den Lebensweg eines Menschen.
Die einzelnen Stationen werden als Themen aus verschiedenen Werken des Comenius abgebildet und sind mit Hilfe von Gartenelementen wie Beeten, Wiesen, Alleen, Teichen, Wasserbecken gestaltet.
In dem Garten werden fünf von acht Lebensetappen des Menschen gezeigt.

Die acht Lebensetappen des Menschen

Laut Comenius sind die acht Lebensetappen eines Menschen:

• Schule des vorgeburtlichen Werdens
• Mutterschulbereich
• Gemeine Schule
• Lateinschulbereich
• Akademiebereich
• Schule des Berufs. “…durch das Herstellen werden wir selbst hergestellt, und erst durch Arbeit werden wir zu Meistern der Arbeit”.
• Greisenschule. “Wenn ihm noch etwas zu tun übrig bleibt, so sei es Leben schaffend, erhaben, auf den Himmel gerichtet; er sei wie ein alter Baum, der, wenn er auch weniger tragfähig ist, doch um so edlere, süßere und saftigere Früchte bringt. Was der Greis an sich oder anderen an Irrtümern bemerkt, soll er noch vor seines Lebens Ende verbessern. Sonst überrascht ihn der Tod, ehe er’s getan hat und bringt ihn um den ganzen Preis seines Lebens”.
• Schule des Todes.

Die erste Etappe: Schule des vorgeburtlichen Werdens ist als vorletzte Station 22 dieses Rundgangs vorgesehen.
Die vier nächsten Etappen: Mutterschulbereich, Gemeine Schule, Lateinschulbereich und Akademiebereich sind im Comenius-Garten dargestellt. Für die Schule des Todes steht die letzte Station des Rundgangs: Der Böhmischer Gottesacker.
Für die Schule des Berufs in Sinne des Comenius steht das Böhmische Dorf.
Das Altersheim, das sich in der Nähe befindet, steht für die Greisenschule.

Weiterführende Wegbeschreibung durch den Garten

Von der Bank aufstehend fünf Meter über den Sandweg und Rasen bis zu einer Steinkante vorgehen.
Standort: vor dem “Auge Gottes”.

Das Akademiebereich – “Auge des Gottes”

Der Akademiebereich ist die fünfte Lebensetappe. Hier meinte Comenius, dass die Akademien aller Länder in einem “Kollegium des Lichts” vereint sein sollen. Dieses wird hier durch das “Auge des Gottes” als steinernes, gleichseitiges Dreieck dargestellt, wo an jeder Ecke die optischen Instrumente, Teleskop, Mikroskop und ergänzenden Spiegel angebracht sind. 

Laut Comenius diesen drei optischen Hilfsmitteln dienen zur Erkenntnis unseres Gesichtssinn.

Die etwa 20 Zentimeter hohe, auf der Wiese platzierte dreieckige Fläche ist mit einer Steinkante aus rotem polierten Granit gefast. Die Seiten des Dreiecks haben eine Länge von acht Metern. Die innere Dreieckfläche ist mit Mosaikpflaster belegt. Eine Seite dieses Dreieckes liegt parallel zum Sandweg.
Das Mikroskop befindet sich an der unteren Seite in der rechten Ecke des Dreiecks. Der Spiegel steht in der gegenüberliegenden Ecke. Das Teleskop ist in der linken Ecke angebracht.

Wegbeschreibung rundum das “Auge des Gottes” zum Mikroskop

Nun 90 Grad rechts und bis zur Ecke des Dreiecks gehen.
Standort: vor dem Mikroskop.

Das Mikroskop

Durch das Mikroskop sind zunächst unsichtbaren Aufbau und Struktur der dinge zu sehen

Wegbeschreibung zum Spiegel

Jetzt 60 Grad links und acht Meter auf Rasenboden der Dreieckseite entlang bis zur zweiten Ecke gehen und 60 Grad links.
Standort: vor dem Spiegel.

Der Spiegel

Durch den Spiegel können wir die Dinge wahrnehmen, die außerhalb unseres Gesichtsfeldes liegen.

Wegbeschreibung zum Teleskop

Jetzt 60 Grad links und acht Meter auf Rasenboden der Dreieckseite entlang bis zur dritten Ecke gehen.
Standort: vor dem Teleskop.

Das Teleskop

Durch das Teleskop können wir weit entfernte Dinge gut erkennen.

Wegbeschreibung in Richtung Orbis sensualium pictus

Nun vier Meter bis zum Sandweg vorgehen und 60 Grad rechts. Dann etwa 45 Meter dem Wegverlauf folgen. Hier 90 Grad rechts.
Standort: Vorne, in sieben Metern Entfernung, auf einer Backsteinmauer, die die Nordseite des Gartens abgrenzt, sind von Kindern bemalte Bilder zu sehen, die für “Orbis sensualium pictus” (Welt in Bildern) stehen.

Lateinschulbereich – Orbis sensualium pictus (Welt in Bildern)

“Orbis sensualium pictus” – diesen Titel trägt das bekannteste Schulbuch von Comenius. Die Bilder werden in der jeweiligen Landessprache und in Latein erklärt.
Orbis sensualium pictus steht für den Lateinschulbereich, die vierte Lebensetappe.

In eine Rede vor den Schülern einer Lateinschule in Ungarn hat sich Comenius “über den rechten Umgang mit Büchern, den Hauptwerkzeugen der Bildung” geäußert, und dass bei Bücherlesen “die wichtigsten Stellen unterstrichen sein sollten”.

Auf der aus rotem Backstein gemauerten nördlichen Grenzmauer des Gartens wurden die, von den Kindern gemalten Bilder angebracht.

Wegbeschreibung in Richtung Schola Ludus (Schule als Spiel)

Hier 90 Grad links und etwa 17 Meter dem Sandweg weiter folgen. Dann 90 Grad rechts.
Standort: direkt vor Schola Ludus.

Lateinschulbereich – Schola Ludus (Schule als Spiel)

Schola Ludus steht ebenfalls für die vierte Lebensetappe, den Lateinschulbereich.
Auf einer Quadratischen, sieben mal sieben Meter großen und 30 Zentimeter hoher Bühne aus Holz, ist zentrisch ein Kreis von sechs Metern Durchmesser angebracht. 

Er ist zehn Zentimeter dick und ist ebenfalls aus Holz. Auf der Kreisfläche ist wiederum ein gleichseitiges Dreieck flächenbündig als Mosaik markiert. Die Dreieckseiten sind vier Meter lang. In der Gestaltung der Bühne spiegelt sich das von Comenius entworfene “Dreieck der Weisheit” wider.
Die Bühne erinnert an das Buch “Schola ludus”, das Comenius für den Lateinunterricht geschrieben hat. In dem Buch sind Theaterstücke erhalten. Es soll das Denken und das Handeln symbolisieren.

Wegbeschreibung in Richtung des Adamitisches Kreis

Nun 90 Grad links und etwa 14 Meter vor und 90 Grad links.
Standort: Vorne, in einer Entfernung von zwölf Metern befindet sich der Adamitische Kreis.

Lateinschul- und Akademiebereich – Der Adamitische Kreis

Reformbewegungen haben die Kirche als Institution immer wieder in Frage gestellt. Auch die Hussiten und ihre Nachfolger, die Böhmischen Brüder, haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Solche reformatorische Gruppen wurden oft als Adamiten bezeichnet. 

Sie haben Christus als den besseren Adam verstanden, durch den das Paradies wiederhergestellt wird.
Der Adamitische Kreis im Comenius Garten wird durch eine Streuobstwiese symbolisiert. Hier wachsen Maulbeere, Quitten, Äpfel, Kirschen und viele andere Obstbäume.

Wegbeschreibung in Richtung der Comenius Statue

Nun 90 Grad rechts und vier Meter geradeaus zur Rasenkantenecke.
Hier wurde ein acht Mal acht Meter quadratischer Platz errichtet. Durch diese quadratische Fläche verläuft mittig der Weg des Rundgangs. Jetzt vier Meter vor und 90 Grad rechts und vier Meter vor.
Standort: vor der Comenius Statue.

Comenius Statue

Die Bronzestatue des Bischofs wurde in Lebensgröße von dem tschechischen Bildhauer, Josef Vajce geschaffen. Sie wurde von der “Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik” zum 400. Geburtstag des gelehrten Reformators und protestantischen Denkers aus Böhmen gestiftet. Zur Eröffnung des Gartens im Jahre 1995 wurde hier ausgestellt. Die Statue steht auf einem ein Meter breiten und fünf Meter langen, und 25 Zentimeter hohen Podest aus Beton.
Jan Amos Comenius wird mit leeren Händen und im zerrissenen Gewand eines Flüchtlings dargestellt.

Auf dem Podest, vor der Statue, wurde eine Inschrift mit dem Namen “Johann Amos Comenius” in Betonstein gemeißelt.

Wegbeschreibung in Richtung des Seelenparadieses

Vor der Comenius Statue stehend 90 Grad links und drei Meter vor bis zum Ende der Betonbodenfläche mit Orientierung rechts am Betonpodest gehen. Am Ende der Betonkante noch einen Meter vor bis zum Ende des Sandbodens und Rasenfläche beginnt. Hier 90 Grad links und drei Meter der Rasenkante folgend bis diese nach rechts abknickt. Jetzt 90 Grad rechts. Dann 90 Grad links und vier Meter entlang der Betonflächenkante rechter Hand bis zum Querweg gehen und 90 Grad rechts. Danach sechs Meter geradeaus auf Sandweg mit Orientierung an der Rasenkante rechts bis zu einer kleinen Gartenpforte aus Holz gehen. Die Pforte öffnet, falls nicht bereits offen, nach außen links. Durch diese Pforte gelangt man in den Bereich der Gemeinen Schule.
Dann weitere zehn Meter geradeaus bis zu einem schmalen Steinstreifen, der auf dem Sandweg bündig mit der Sandfläche liegt und 90 Grad rechts. Ab hier zwei Meter vor bis zu einem Holzpodest gehen.
Standort: vor dem Seelenparadies.
Ab hier zwei Meter vor, es folgen drei Stufen aufwärts bis zu einem Pavillon. Eine Sitzgelegenheit.

Gemeine Schule – Seelenparadies

Die dritte Lebensetappe ist die Gemeine Schule; eine sechsklassige Schule für Mädchen und Jungen, für Arm und Reich, für Mehr- und Minderbegabte. Die verlorenen Comenius Handschriften zu diesem Thema trugen den Titel “Veilchenbeet, Rosenhain, Wiesenteppich, Irrgarten, Arzneigärtlein und Seelenparadies”.
Die sechseckige offene Laube wurde aus Holz gebaut.

Die sechs dicken sechseckigen Holzständer tragen das mit Schiefer gedeckte, sechsflächige Dach. Die Dachspitze ist mit einer Laterne gekrönt.
In den fünf Fächern zwischen den Ständern befinden sich waagerechte Brustriegel, die mittig jeweils mit zwei kleinen Ständern unterstützt sind. Entlang der fünf Pavillonseiten befinden sich fünf dreieckige Sitzbänke. Die sechste Seite ist offen und dient als Ausgang.

Wegbeschreibung in Richtung des Arzneigärtleins

Nun aus der Laube über drei Stufen abwärts rauskommen. Zwei Meter bis zum Sandweg vor und 90 Grad rechts. Dann etwa 18 Meter dem Sandwegverlauf mit Kurve nach rechts folgen und 90 Grad rechts.
Standort: vor dem Arzneigärtlein.

Gemeine Schule – Das Arzneigärtlein

Comenius hat die folgende Frage gestellt: “Was ist Wesen und Zweck unserer Nahrungsmittel?” Und er hat die Frage beantwortet: “Sie dienen zu der Erneuerung der Lebenssäfte und Lebensgeister unseres Körpers, die durch die tägliche Arbeit aufgebracht werden. Sie müssen also solche Stoffe enthalten, die dem Körper die zu seinem Aufbau nötigen Säfte und Geister zuführen.”

Die hier gepflanzten Kräutern werden für diesen Zweck genutzt. Das Arzneigärtlein ist die fünfte Klasse der Gemeinen Schule.

Wegbeschreibung in Richtung des Irrgartens

Jetzt 90 Grad links und fünf Meter vor. Durch ein “Tor” zwischen beidseitigen Hecken gelangt man in den Irrgarten. Nun etwa 16 Meter einen Viertelkreis gegen den Uhrzeigersinn gehen.
Standort: in Zentrum des Irrgartens.

Gemeine Schule – Der Irrgarten

Anders als ein klassisches Labyrinth, wo der Ariadnefaden am Eingang befestigt ist und wieder zu diesem als Ausgang führt, ist der Irrgarten im Comenius Garten als offenes System gestaltet und auf einem Halbkreis angelegt.
Eingang und Ausgang sind mit beidseitigen quaderartig geschnittenen, etwa 1 Meter hohen Hecken markiert und liegen auf einem halbrunden Weg, etwa 30 Meter voneinander entfernt.
Der Weg vom Eingang bis zum Ausgang ist mit verschiedenen kleinen Heckchen umrahmt. Links und rechts auf den Rasenflächen wurden verschiedene Heckenpflanzen in geometrische Formen geschnitten.

“Der Mensch verändert die Natur. Und der Ariadnefaden, mit dem er sich aus seinen Verirrungen befreien kann, ist laut Comenius gezwirnt aus Weisheit, Macht und Güte, aus den “Kriterien der menschlichen Natur”.”

Der Irrgarten ist die Vierte Klasse der Gemeinen Schule.
Hier wurden aus rotem Sandstein gemauerte, 50 Zentimeter hohe Pflanzenbeete errichtet. Sie haben verschiedene geometrische Formen und sind mit einer Vielfalt an Kräutern bepflanzt.

Wegbeschreibung in Richtung des Mosaischen Beckens

Jetzt 90 Grad links.
Standort: In zehn Metern Entfernung befindet sich das Mosaische Becken.

Gemeine Schule – Das Mosaische Becken

Das Mosaische Becken in der Gemeinen Schule, liegt an der Grenze zwischen Wiesenteppich und Irrgarten. Es zitiert das “Erste Buch Mose”, wo es heißt: “und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser (…) und es ward Licht”.

Das Mosaische Becken ist hier als kleines rundes Granitbecken von 1 Metern fünfzig Durchmesser dargestellt, das von einem Granitring umfasst ist. Das Ganze ist in die Fläche des Rasenteppichs eingelassen.

Wegbeschreibung in Richtung des Wiesenteppichs

Jetzt 90 Grad rechts und etwa 20 Meter einen Viertelkreis gegen gegen den Uhrzeigersinn bis zum “Ausgang” zwischen den Hecken gehen.
Aus dem Irrgarten herauskommend zwölf Meter geradeaus auf Sandweg gehen.
Standort: Links erstreckt sich der Wiesenteppich.

Gemeine Schule – Der Wiesenteppich

In der Natur, im Schöpfungsbereich wirken für Comenius drei Prinzipien: Materie, Geist und Licht. “Er legt dar, dass unter jenem Geist, der sich auf die Materie gelegt hat, ein allgemeiner Weltgeist, der allen Geschaffenen Leben und Kraft gibt“, zu verstehen ist.

Der Wiesenteppich im Comenius Garten ist mit wilden Blumen, Kräutern und Gräsern bewachsen. Sie blühen gelb, weis, lila und blau, je nach Jahreszeit..

Wegbeschreibung in Richtung des Rosenhains

Jetzt noch etwa 25 Meter weiter geradeaus gehen.
Standort: mittig im Rosenheim.

Gemeine Schule – Der Rosenhain

Der Rosenhain im Comenius-Garten spielt auf die Reformbemühungen Johann Valentin Andreaes (1586-1654) an. “Dessen literarische Aufforderung, dem “ehemals geheimen” Bund des Christian Rosenkreuz öffentlich beizutreten, die eigenen Schriften zur Begutachtung vorzulegen, wurde von vielen Wissenschaftlern in die Realität umgesetzt.

Nicht mehr eine katholische Zensur, sondern eine “allgemeine Beratung”, so Comenius, war angesagt, eine Reform nicht nur der Wissenschaft, sondern der ganzen Menschheit.”
Der Weg durchschneidet hier den Rosengarten auf einer Strecke von 10 Metern. Rechts und links wurden je 4 Rosenständer aus Holz errichtet, auf denen die Rosen nach oben klettern. In diesem Rosarium kann man von Mai bis Ende Oktober viele Rosensorten in verschiedenen Farben bewundern.

Wegbeschreibung in Richtung des Veilchenbeetes

Nun zehn Meter durch den Rosengarten entlang vier Rosenständern rechts und links gehen. Hinter dem vierten Ständer noch fünf Meter vor.
Standort: mittig im Veilchenbeet

Gemeine Schule – Das Veilchenbeet

“In die Gemeine Schule des Comenius Gartens laden Verlockungen ein, und zwar Veilchen, die “duftigsten Blümlein des ersten Schulunterrichts”, so Comenius. Doch wenn es zutrifft, dass in den Dingen selbst die Verlockungen liegen, wie kann dann der Verstand einen ideologischen Weg finden? Durch den Gebrauch von Werkzeugen?

Comenius jedenfalls fasst Erkenntnis, wie Francis Bacon (1561-1626), als Tätigkeit auf. Wahrheit wird hergestellt, sogar mit einem allgemeinen Werkzeug, dem Licht.”
Die Flächen rechts und links wurden mit den Veilchen bepflanzt.

Wegbeschreibung in Richtung Mutterschulbereich

Nun etwa 25 Meter den Sandweg entlang bis zu einer Pforte aus Holz gehen. Die Pforte ist leider geschlossen.

Das Mutterschulbereich

Der Mutterschulbereich wird hier durch den sich hinter der Pforte befindenden Kinderspielplatz symbolisiert.

Wegbeschreibung in Richtung des Weltenmeeres

Jetzt 180 Grad wenden und etwa 60 Meter dem Sandweg folgen bis zu einem Querweg. Der Weg führt hier durch das Veilchenbeet und den Rosenhain zurück. Dann 90 Grad rechts und acht Meter bis zu einer kleinen Holzbrücke gehen. Die Brücke ist zwei Meter breit und acht Meter lang und hat einen leichten Bogen nach oben. Die beiden Enden der Brücke sind mit 60 Zentimeter breiten, im Boden eingelassenen Granitstreifen markiert. Geländer sind nicht vorhanden. Nun fünf Meter geradeaus, vorsichtig mit Orientierung an den beiden Brückenkanten rechts und links, über die Brücke gehen.
Standort: Weltenmeer.

Das Weltenmeer

“Auf den Titelkupfern mehrere Werke von Comenius ist der Kreislauf der Natur zu erkennen: Die Sonne scheint, Wasser verdunstet, Wolken bilden sich, es regnet; ein Quell entspringt; das Wasser stürzt einen Fels hinab. Und das Weltmeer, auf das die Sonne scheint, läuft nicht über. Diesem Bild ist das Weltenmeer Comenius-Garten nachgefunden.”

Hier, im Comenius-Garten ist das Weltenmeer als ein kleiner Teich mit Felsen und Wasserpflanzen dargestellt.

Wegbeschreibung in Richtung des Garten-Ausgangs

Jetzt fünf Meter vor bis zum Ende der Brücke gehen. Danach etwa 140 Meter dem Sandweg bis zum Ausgang folgen.
Standort: der Ein- und Ausgang des Comenius Garten.
Die zweiflügelige Pforte ist ein Meter achtzig Zentimeter breit. Der rechte Flügel öffnet nach innen rechts. Der Türknauf befindet sich in Höhe von einem Meter.

Der Druckknopf befindet sich links neben dem Türknauf. Nach dem Knopfdruck ertönt der Summer und die Pforte lässt sich öffnen.

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